Reden tut gut

Einsamkeit kann jeden Menschen treffen. Sie ist unabhängig von demografischen, ethnischen oder sozialen Umständen. Gemeinsam statt einsam – drei Wiener Organisationen setzen ein Zeichen. “Reden tut gut” heißt das neue Gesprächsangebot an alle Wienerinnen und Wiener, die sich einsam fühlen. Initiative von Arbeiter-Samariter-Bund, Pensionistenverband und Volkshilfe machen sich gemeinsam im Kampf gegen die Einsamkeit stark. 

Einsamkeit, die länger andauert, macht krank und nimmt den Lebensmut. Es ist wichtig, soziale Kontakte zu pflegen. Dazu wollen wir einen Betrag leisten. Jede der drei Organisationen ist auf unterschiedliche Art mit dem Thema befasst. Daher lag es nahe, die Kräfte zu bündeln, um der Einsamkeit wirkungsvoll entgegentreten zu können. In gemeinsamen Projekten will die Initiative Angebote für die Zielgruppe der „Einsamen“ entwickeln aber auch mit Nachdruck öffentlich auf das Thema aufmerksam machen.

Der eigenen Einsamkeit vorbeugen

„Der große Vorteil dieser Verbindung liegt darin, dass alle drei Organisationen über ein großes Netz an Freiwilligen verfügen, die sich für die Anliegen der jeweiligen Organisation einsetzen. Außerdem wissen wir, dass Freiwilligenarbeit zum Teil auch darauf basiert, dass sie als Freizeitbeschäftigung angesehen wird und mitunter auch eine Möglichkeit darstellt, der eigenen Einsamkeit vorzubeugen,“ ist Harry Kopietz überzeugt.

Reden tut gut

Als erstes gemeinsames Projekt wurde Mitte Mai das „Reden tut gut“ ins Leben gerufen. Bei diesem Telefondienst können Einsame anrufen und völlig anonym lockere Plaudergespräche führen. Das Besondere daran ist, dass dieses Service auch Türkisch angeboten wird.
Weitere Informationen unter www.redentutgut.wien

Der Samariterbund und die Senioren

Als Seniorenbeauftagter von Favoriten unterstütze ich natürlich diese Initiative sehr. Der Samariterbund befasst sich seit vielen Jahren mit zahlreichen Aktionen für Senioren. Es geht uns dabei vorrangig um die Vermittlung von Gesundheits- & Sicherheitsthemen sowie die Kenntnis von einfachen Erste Hilfe- und Präventionsmaßnahmen und wir sind sehr gut vernetzt. Gerade in Zeiten von Corona gibt es viele offene Fragen von den Senior*innen denn aufgrund der aktuellen Schutzmaßnahmen gelten auch veränderte Regeln für den persönlichen Lebensbereich. und Reden hilft in dieser schwierigen Zeit oft sehr, das merken wir besonders bei unseren Therapiebegleithundeeinsätzen, sagt Peter Erdle, Obmann vom Samariterbund Favoriten und Seniorenbeauftragter vom Bezirk Favoriten.

Wenn’s Sorgen gibt. Reden hilft.

Die Corona-Pandemie gefährdet neben der körperlichen Gesundheit zunehmend auch die psychische: Angst vor Ansteckung, die Sorge um Angehörige, Verlust des Arbeitsplatzes sowie Einsamkeit und soziale Isolation können zu steigenden Belastungen führen. Auch in den eigenen vier Wänden sind die Auswirkungen der Pandemie spürbar. Wenn Sie psychisch belastet sind, mit häuslicher Gewalt konfrontiert sind oder Fragen in der Quarantäne haben: nutzen Sie die Hotlines der Stadt Wien.

Helfen auch Sie mit!

 

Ihre SamariterInnen aus Wien Favoriten

 
Bild: Samariterbund (gemeinsames Kampagnenbild)