Samariterbund Sozialmärkte helfen durch die Krise

Wer wenig hat darf kommen! Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie und aktuell auch wegen des Krieges in der Ukraine betreffen Bezieher geringer Einkommen besonders hart. Die Teuerung trifft vor allem Alleinerziehende und Pensionisten und junge Menschen. Der Bedarf an günstigen Lebensmitteln steigt stark an. Die letzte Hoffnung für finanziell in Not Geratene sind die Wiener Sozialmärkte. Fünf davon werden vom Samariterbund in Wien betrieben. Wer in einem Sozialmarkt einkaufen will, benötigt eine Berechtigungskarte. 

Einkommensverluste während der Pandemie hat die Armut steigen lassen und die Folgen der Teuerungswelle machen sich auch in unseren Sozialmärkten bemerkbar. Wegen der hohen Kosten für Lebensmittel, Strom und Heizung ist die Situation derzeit noch weitaus prekärer. Seit Jahresanfang steigt die Zahl unserer Kund*innen stetig an. Dieser große Andrang führt nicht nur zu einer Warenknappheit – Sozialmärkte müssen Ware zukaufen – sondern auch zu einem größerem Bedarf an ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen, um den Kundenansturm bewältigen zu können. Wir suchen daher dringend nach motivierten Menschen, die gerne Menschen helfen und etwas beitragen möchten.

Bereits 14 Prozent können nicht mehr alle Rechnungen bezahlen!

19 Prozent der Bevölkerung müssen sich auf den Kauf lebensnotwendiger Güter beschränken. Das bekommen insbesondere der Non-Food Handel und die Gastronomie zu spüren, deren Umsätze einbrechen. Vor allem Pensionist*innen und alleinerziehende Mütter mit geringem Einkommen können sich Obst, Gemüse, Gebäck, Milch und Getränke zu den marktüblichen Preisen kaum mehr leisten. Die aktuellen Inflationsdaten von Statistik Austria zeigen ganz klar: Die Inflation und Preisentwicklung zieht in Österreich weiter kräftig an. Hauptgruppen sind dabei Verkehr, Wohnung, Energie und leider auch Lebensmittel, die in den letzten Monaten überdurchschnittlich stark anstiegen. Der Krieg in der Ukraine und dessen Folgen haben die Lage weiter verschärft! 

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Tipp: Dein Klimabonus für Menschen in Not
STEUER ­SPAREN (arbeiterkammer.at)

 

Hilfe in Favoriten sichergestellt

“Unser Samariterbund Sozialmarkt: SOMA in der Gellertgasse 42-48 bietet zusätzlich auch eine Sozialberatung in Favoriten an. Sozialmärkte beziehen weder Spenden noch Geld vom Staat. Sie finanzieren sich rein über die Einnahme der verkauften Waren, die sie so zu einem Symbolpreis verkaufen. Die Waren erhalten die Märkte von anderen Geschäften, die diese nicht mehr verkaufen können. Während sich manche freuen, sich durch Einsparungen im Sozialmarkt in anderen Bereichen mehr leisten zu können, werden andere Kund*innen in existenziellen Sorgen psychisch entlastet. Der Samariterbund Wien engagiert sich in der Lebensmittelabfallvermeidung und unterstützt damit auch gleichzeitig den Klimaschutz. Reden tut gut: Deshalb gibt es eine Samariterbund Sozialberatung auch in Favoriten“, erklärt Peter Edle, Obmann vom Samariterbund Favoriten.

8,47 Euro Mehrwert

“Sozialmärkte können armutsgefährdete Menschen unterstützen und die Lebensmittelverschwendung eindämmen. Gleichzeitig sind sie auch soziale Einrichtungen. Ein Mittel im Kampf gegen die Armut sind sie jedoch nicht. Eine Studie der Wirtschaftsuniversität Wien konnte errechnen, dass jeder investierte Euro in einen Sozialmarkt 8,47 Euro Mehrwert schafft. Konkret für das Untersuchungsjahr bedeutete das: Den Investitionen von etwa 11,2 Millionen Euro – die sich durch Umsatzerlöse, Förderungen, Geld- und Sachspenden zusammensetzen – standen 95,5 Millionen Euro Mehrwert gegenüber”, ergänzt Erdle.

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Kennwort: Sozialmarkt

 

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Bild: Samariterbund