Eine tierische Weihnachtsgeschichte

Vielen Dank an William Walker Premium Hundezubeh├Âr f├╝r diese sch├Âne Geschichte.

Eine tierische Weihnachtsgeschichte – Wie William und seine Freunde das Weihnachtsfest retteten

Viele Kilometer weit weg, zwischen riesigen Eisbergen inmitten des wilden Schneegest├Âbers, stapfte ein gro├čer Mann mit schweren Stiefeln durch den Schnee. Sein langer roter Mantel wehte im eisigen Wind, Eiszapfen hatten sich in seinem buschigen Bart gebildet. Doch wer war es, der sich bei diesen Temperaturen durch die verlassene Winterlandschaft des Nordpols k├Ąmpfte? Es konnte nur einer sein: der Weihnachtsmann. Sein beschwerlicher Weg sollte bald ein Ende haben. Einige H├╝tten, geschm├╝ckt mit tausend bunten Lichtern und mit rauchenden Schornsteinen wurden in einiger Entfernung sichtbar. Die Stadt des Weihnachtsmanns lag so isoliert in der arktischen Landschaft, wie eine Oase in der W├╝ste, oder eine einsame Insel im Mittelmeer. Tannen, so gro├č wie H├Ąuser, versteckten das kleine weihnachtliche D├Ârfchen vor neugierigen Blicken. Denn seit einigen Jahren waren es nicht nur wissbegierige Forscher, die es an den fast menschenleeren Nordpol zog, sondern auch riesige Kreuzfahrtschiffe, mit Touristen an Bord. Einmal w├Ąre der Weihnachtsmann auf dem Weg zum Wasser beinahe geradewegs in eine Gruppe Passagiere gelaufen, die gerade die Spuren einer Robbe studierten. Zum Gl├╝ck war sein Haupt so voller Schnee und Frost, dass die aufgeregten Menschen ihn f├╝r einen fortlaufenden Eisb├Ąren hielten.

Es war nicht nur schwerer geworden, die Geheimnisse der Weihnacht zu h├╝ten, in diesem Jahr hatte die Bewohner und flei├čigen Arbeiter der Weihnachtsstadt ein Ungl├╝ck ereilt. Und das nur eine Woche vor Weihnachten. Ein Teil von Santas Rentieren – Donner, Dasher, Dancer und Blitzen – reiste immer kurz vor Weihnachten in die fernen St├Ądte der Menschen, um sich f├╝r den Weihnachtsabend einen ├ťberblick zu verschaffen. Die Route musste jedes Jahr aufgrund der urbanen Ver├Ąnderungen neu und akribisch geplant werden. Doch auf dem Heimweg der Rentiere dann der Schock ÔÇô Blitzen klagte ├╝ber trockenen Husten ÔÇô er hatte sich mit dem Corona-Virus der Menschen infiziert. So kam es, dass sich die vier Rentiere, die zusammen unterwegs gewesen waren, direkt in Quarant├Ąne begeben mussten und an Heiligabend nicht mit den anderen den Schlitten des Weihnachtsmanns ziehen konnten.

Hoffnung aus dem Briefumschlag

Verzweifelt und voller Sorge, dass er die vielen Kinderherzen entt├Ąuschen musste, die auf ihre Geschenke warteten, hatte sich Santa Claus in den Schneesturm begeben, um nach Unterst├╝tzung f├╝r die restlichen f├╝nf Rentiere und Vertretungen f├╝r Donner, Dasher, Dancer und Blitzen zu suchen. Leider vergeblich. Die Eisb├Ąren hatten in diesem Jahr genug eigene Sorgen. Die Schneehasen hatten Angst vor den Menschen, da sie einmal einen Pelzkragen an der Jacke eines Touristen gesehen hatten, der ihrem Fell erstaunlich ├Ąhnlich sah. Die Moschusochsen waren zu schwer und w├╝rden durch ihren L├Ąrm die Menschen erschrecken. W├Ąhrend der Weihnachtsmann also nun durch den Schnee stapfte, gestresst und frustriert ├╝ber den Misserfolg, ├╝berlegte er angestrengt, wie er das Weihnachtsfest der Menschen doch noch retten k├Ânnte.

Endlich hatte er das Dorf und seine H├╝tte erreicht, lie├č sich auf seinen Lieblingssessel direkt am Kamin fallen und w├Ąrmte sich die eisigen F├╝├če. Gedankenverloren ├Âffnete er die letzten Wunschzettel, die ihn erreicht hatten. Pl├Âtzlich fiel ein kleines Bild aus einem der Briefumschl├Ąge, es war ein kleiner Junge mit strahlend blauen Augen darauf abgebildet, der einen gro├čen schwarzen Hund umarmte. Auf der R├╝ckseite stand in kindlicher Schrift geschrieben: ÔÇ×Ich w├╝nsche mir ein neues Halsband f├╝r meinen besten vierbeinigen Freund, RufusÔÇť.

Da fiel es dem Weihnachtsmann wie Schuppen von den Augen: Wie oft hatte er, bei seinen Abstiegen in die Kamine dieser Welt, die tollsten Hunde kennengelernt. Sie waren nicht nur klug, feinf├╝hlig und mutig, sondern hatten auch noch sensible Ohren und feine Nasen, mit denen sie sich orientieren, andere Tiere und selbst Gef├╝hle wahrnehmen konnten. Au├čerdem wusste der Weihnachtsmann eines ganz genau: Hunde liebten die Menschen! Sie w├╝rden ihn nicht h├Ąngen lassen. Zumal schien ihnen der Corona-Virus nichts anhaben zu k├Ânnen. Da Santa Claus wusste, dass unendlich viele einsame Hunde nur auf eine Chance wie diese warteten, startete er seine Suche in den Tierheimen dieser Welt.

Der Weihnachtsmann und seine neuen Gef├Ąhrten

Hoch im Norden, in einem kleinen Tierheim in Reykjavik wurde der Weihnachtsmann bald schon f├╝ndig. In der gro├čen Eurasier-Mischlingsh├╝ndin Anuk erkannte er eine treue und kluge Gef├Ąhrtin. Sie war wachsam und hatte einen kr├Ąftigen K├Ârper, ideal, um den schweren Schlitten zu ziehen. Der Weihnachtsmann sp├╝rte, dass sie etwas Besonderes war. Zufrieden reiste er mit Anuk nach Schweden, um nach weiteren Hunden zu suchen. Ein Tierheim in G├Âteborg brachte den schon etwas in die Jahre gekommenen Mischlings-R├╝den Erik in das Leben des Weihnachtsmanns. Eriks Lebenserfahrung und seine besonnene Art w├╝rden sich als unglaublich wichtig f├╝r das Miteinander im Schlitten-Team erweisen. Nur mehrere hundert Kilometer entfernt, im d├Ąnischen Tondern, adoptierte Santa Claus den Husky-Mix Otto. Ein junger, agiler, flinker Bursche, mit t├╝rkisblauen wachen Augen. Er spr├╝hte nur so vor Energie und konnte es kaum erwarten, seiner neuen gro├čen Aufgabe nachzukommen.

Nun fehlte nur noch ein einziger Hund als Rentier-Vertretung um Weihnachten zu retten. Im Norden Deutschlands, in einem Tierheim im sch├Ânen Hamburg fand der Weihnachtsmann den Golden Retriever William. Er war schon einige Zeit im Heim untergebracht. Vor 5 Jahren war er als Welpe zu Weihnachten verschenkt worden. Zu Beginn hatte er seiner Familie noch gro├če Freude gebracht, doch je gr├Â├čer er wurde, umso ├╝berforderter f├╝hlten sie sich mit ihm. Sie lie├čen ihn im Tierheim zur├╝ck, ohne sich noch einmal umzudrehen. Sie sahen in ihm nicht das, was der Weihnachtsmann nun durch die Gitterst├Ąbe hindurch tief in Williams Knopfaugen erkannte: Ein Herz aus Gold, bedingungslose Liebe und unersch├╝tterliche Loyalit├Ąt. Die beiden hatten sich gesucht und gefunden. Mit seinen vier neuen Gef├Ąhrten kehrte der Weihnachtsmann eilig zum Nordpol zur├╝ck, denn es gab noch so viel zu tun.

Das weihnachtliche Abenteuer beginnt

Nachdem die verbliebenen Rentiere Prancer, Vixen, Comet, Cupid und Rudolph den Neuank├Âmmlingen am Nordpol einen Schlittenzieh-Crashkurs gegeben hatten, waren alle Tiere nicht nur perfekt vorbereitet, sondern auch ein tolles Team geworden. Anuk, Erik, Otto und William genossen die Spiel- und Streicheleinheiten der Dorfbewohner. Zum ersten Mal seit langer Zeit f├╝hlten sie sich gebraucht, geliebt und wertgesch├Ątzt. Sie waren Teil einer gro├čen f├╝rsorglichen Familie geworden und durften endlich auch mal erfahren, wie wundersch├Ân die Weihnachtszeit im Kreise ihrer Liebsten doch sein konnte. Ihre bevorstehende Aufgabe, den Schlitten des Weihnachtsmanns ├╝ber die Wolken, Berge und T├Ąler zu ziehen, nahmen die vier Hunde trotz ihrer neuen Gl├╝ckseligkeit sehr ernst.

Am Morgen des 24. Dezember spannte der Weihnachtsmann seine neun Zugtiere vor den vollgepackten Schlitten – die Rentiere hatte er mit FFP2 Masken ausgestattet. Die Impfstoffe der Menschen hatten sich bei den Rentieren leider als wirkungslos erwiesen. Santa Claus legte den Kopf in den Nacken und gab das Startsignal: ÔÇ×Ho Ho Ho!ÔÇť Die Tiere begannen zu rennen, der Schlitten setzte sich z├╝gig in Bewegung und gemeinsam fuhren sie in die weite Welt hinaus. Sie schafften es p├╝nktlich zum Fest, alle Geschenke unter den bunt geschm├╝ckten Tannenb├Ąumen der Menschen zu verteilen. Santa und seine tierischen Gef├Ąhrten haben einmal mehr bewiesen, wie wichtig Zusammenhalt und Solidarit├Ąt, vor allem in Krisenzeiten, sind. Ohne William und seine Freunde, ihren Gro├čmut und ihre Unerschrockenheit, h├Ątte es in diesem Jahr kein richtiges Weihnachtsfest gegeben. Die Geretteten wurden zu Rettern. Die Versto├čenen wurden zu Helden. Und es erf├╝llte sie mit Stolz, auch den Menschen, die sie schlecht behandelt, sie vergessen, ausgesetzt oder im Tierheim zur├╝ckgelassen hatten, einen Dienst zu erweisen – denn William und seine Freunde wussten: An Weihnachten geht es nicht nur um Geschenke, Beisammensein und leckeres Essen, sondern vielmehr um Vergebung und N├Ąchstenliebe.

Frohe Weihnachten und guten Rutsch

Wir w├╝nsche Dir und Deine Familie besinnliche Weihnachten und freuen uns schon auf ein Wiedersehen im Neuen Jahr.

Lass uns gemeinsam viele weitere tierische Geschichten erleben.

 

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Bild: Samariterbund