Weltweiter Tag der Wiederbelebung

In Österreich erleiden jährlich rund 10.000 Menschen außerhalb eines Krankenhauses einen Atem-Kreislauf-Stillstand. Allein in Wien erleiden jedes Jahr über 3.500 Menschen pro Jahr einen Herzstillstand. Nur 23 % der Betroffenen überleben außerhalb des Krankenhaus. Bis zu 70 % der Betroffenen könnten allerdings mit rascher Ersthilfe überleben. Um die Bedeutung der raschen Ersten Hilfe im Ernstfall zu unterstreichen, findet am 16. Oktober der „Tag der Wiederbelebung“ statt.

Statistisch erleidet alle 45 Minuten ein Mensch in Österreich einen Herzstillstand. Egal wie alt, scheinbar gesund oder sportlich man auch sein mag – der plötzliche Herztod kann jeden treffen. Beim Herz-Kreislauf-Stillstand stoppt die Pumpfunktion des Herzens. Der Blutkreislauf hört auf, das Hirn wird nicht mehr mit Sauerstoff versogt. Nach drei bis fünf Minuten beginnen die Zellen abzusterben, schnelles Handeln kann Leben retten und langfristige Folgeschäden minimieren. 

Nur wenige Handgriffe können die Überlebenswahrscheinlichkeit von derzeit rund 20 Prozent auf mehr als 70 Prozent erhöhen und ein qualitätsvolles Weiterleben erwirken.

Damit häufiger mit Wiederbelebungsmaßnahmen noch vor Eintreffen der Rettung begonnen wird, weist der Samariterbund darauf hin wie wichtig eine rasche Wiederbelebung ist und möchte damit die Rate der Laienreanimation in der Bevölkerung weiter nachhaltig verbessern.

Zeitfaktor

“Der plötzliche Herztod gilt in der westlichen Welt als dritthäufigste Todesursache. Je früher mit der Herzdruckmassage begonnen wird, desto besser werden Folgeschäden vermieden. Das Geheimnis der Wiederbelebung ist einfach: es geht um die Zeit, die verstreicht, bis entsprechende Wiederbelebungsmaßnahmen getroffen werden“, erklärt Mario Krammel, Chefarzt der Berufsrettung Wien und geschäftsführender Puls-Präsident. Bei einem Herzstillstand sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit pro Minute um 10 Prozent, nach rund drei Minuten treten im Gehirn bereits erste nicht wiedergutzumachende Schäden auf.” 

Unser gemeinsames Ziel ist es, Wien zur HERZsichersten Stadt zu machen

„Wir wollen mit der Woche der Wiederbelebung den Menschen ins Bewusstsein rufen, dass man bei der Wiederbelebung eines Menschen nach plötzlichem Herzstillstand absolut nichts falsch machen kann“, betont Puls-Präsident und Samariterbund Wien Vizepräsient Harry Kopietz. „Von Kindergärten und Schulen angefangen bis hin zu den Seniorinnen und Senioren ist das Interesse an Wiederbelebungsmaßnahmen und im Gebrauch eines Defis riesengroß“, erklärt Kopietz.

So einfach retten Sie Leben 

Wenn ein Mensch keine Reaktion und keine normale Atmung hat, liegt ein Herzstillstand vor. Schnelles Handeln kann dann Leben retten. Merken Sie sich daher diese einfache Formel: RUFEN – DRÜCKEN – SCHOCKEN. Die Überlebenschancen der Betroffenen gehen unter anderem Hand in Hand mit der Reanimation durch Herzdruckmassage und Einsatz eines Defibrillators durch ErsthelferInnen. Der Samariterbund hat eine Reihe von Erste-Hilfe-Videos, die als Lehrvideos für die Schulung eingesetzt werden. Sie sollen Menschen motivieren, in Notsituationen zu helfen:

 

Schulkinder als potenzielle Lebensretter?

Nicht nur Erwachsene sollten mit Erster Hilfe vertraut sein. Auch Kindern kann das Thema bereits früh und auf kindgerechte Art und Weise näher gebracht werden. Die Ausbildung von Schülerinnen und Schülern in Wiederbelebung hat sich als die effektivste Methode zur Steigerung der Laienreanimationsquote erwiesen. Ein Schwerpunkt des Samariterbundes ist die gezielte Reanimationsschulung von Schülerinnen und Schülern. Besonders das Reanimationsprojekt “Ich kann leben retten” wird gemeinsam mit anderen Organisationen seit Jahren in Wien sehr erfolgreich durchgeführt.

 

Ausbildung und Erste Hilfe

Der Samariterbund Wien bietet qualitativ erstklassige Ausbildungsmöglichkeiten für Laien und MitarbeiterInnen. Heute, am Tag der Wiederbelebung, wollen wir euch wiedermal ans Herz legen, einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen. Unser Kurskonzept setzt auf viele praxisnahe Übungen und reduziert die Theorie auf das Notwendigste.

 

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