Weltherztag: Samariterbund – Nur Nichtstun ist falsch!

Anlässlich des Weltherztages am 29. September haben wir folgende Botschaft für euch: Einen Defibrillator zu bedienen ist tatsächlich kinderleicht. Neben anschaulichen Illustrationen, wo denn die Defi-Elektroden geklebt werden sollen, sagt euch dieses schlaue Gerät auch ganz genau an, was wann zu tun ist.  Und ein Defi kann tatsächlich Leben retten. Aber nur in Kombination mit einer Herzdruckmassage. Alles rund um die Reanimation und viiiieles mehr, lernt ihr übrigens in unseren Erste-Hilfe-Kursen. Und so einen Kurs zu besuchen ist natürlich eine total gute Idee. Denn dann wisst ihr, wie ihr im Notfall sicher und rasch handeln könnt. Am Weltherztag geht es aber auch darum, was jeder Einzelne tun kann, um Risiken für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung oder einem Schlaganfall vorzubeugen.

Der plötzliche Herztod fordert in Österreich jährlich mehr als 12.000 Menschenleben. Der Samariterbund dazu auf, bei einem Herzstillstand rasch Erste Hilfe zu leisten, denn wenn ein Ersthelfer schnell eingreift und sofort reanimiert, steigt die die Überlebenswahrscheinlichkeit von derzeit rund 20 Prozent auf mehr als 70 Prozent. Und indem wir nur ein paar kleine Veränderungen in unserem Leben vornehmen, können wir das Risiko für Herzkrankheiten und Schlaganfälle verringern, unsere Lebensqualität verbessern und ein gutes Beispiel für die nächste Generation setzen”, erklärt Karl Svoboda geschäftsführender Obmann vom Samariterbund Favoriten.

So einfach retten Sie Leben

Im Fall der Fälle: Wenn ein Mensch keine Reaktion und keine normale Atmung hat, liegt ein Herzstillstand vor. Schnelles Handeln kann dann Leben retten. Durch kräftigen Druck in der Mitte des Brustkorbes und den raschen Einsatz eines Laien-Defibrillators können Ersthelfer bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand effizient Hilfe leisten. Merken Sie sich daher diese einfache Formel: RUFEN – DRÜCKEN – SCHOCKEN. Doch nur wenige trauen sich auch einzugreifen: Als Grund für die unterlassene Hilfeleistung wurde von Befragten in erster Linie die Angst vor Fehlern und Unwissenheit angegeben”, sagt Peter Erdle. Obmann vom Samariterbund Favoriten und Puls Botschafter.

80 % der Todesfälle sind durch eine gesunde Lebensweise vermeidbar

“Es geht darum, sich selbst, den Menschen und Menschen auf der ganzen Welt zu sagen: “Was kann ich jetzt tun, um auf MEIN HERZ … und DEIN HERZ aufzupassen?” Es soll dazu anregen, der eigenen Herzgesundheit, aber auch der von anderen, mehr Achtsamkeit zu schenken. Altersunabhängige Hauptrisikofaktoren für eine Erkrankung der Herzkranzgefäße sind Nikotinkonsum, Diabetes (Zuckerkrankheit), Bluthochdruck, familiäre Belastung, früh auftretende Herzkreislauferkrankungen wie Infarkt oder Schlaganfall bei nahen Blutsverwandten sowie ererbte oder erworbene Störung des Fettstoffwechsels. Einige dieser Risikofaktoren verstärken sich durch Übergewicht, Fehlernährung, Bewegungsmangel und auch bei übermäßigem Alkoholkonsum. Digitale Technologien wie Wearables (z.B. Smartwatches), Gesundheits-Apps oder Telehealth für Herz und Kreislauf helfen Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall  wie Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht einzudämmen.”, erklärt Dr. med. univ. Andreas Bendtsen, Gruppenarzt & Medizinischer Leiter des Samariterbund Bildungszentrums Favoriten.

Einsatz von Therapiebegleithunden für das Herz

Bei uns wird mit den Therapiehunden gespielt, gearbeitet, lustiges erlebt, entspannt und vor allem “mit allen Sinnen wahrgenommen”. Hunde schaffen eine positive, wertfreie Atmosphäre, regen das zentrale Nervensystem des Menschen positiv an, mobilisieren zur geistigen Aktivität und Konzentration, normalisieren den Blutdruck, bauen Ängste und Stress ab, erhöhen die Endorphin Produktion, steigern das Selbstwertgefühl, fördern soziale Kontakte und Integration sowie Regelakzeptanz, lassen sich mit allen Sinnen wahrnehmen. Der Mensch übernimmt die Herzfrequenz des Hundes, beruhigt und entspannt sich, erklärt Jochen Gold, Staffelkommandant von der Samariterbund Besuchs- und Therapiebegleithundestaffel Favoriten.

Nur Nichtstun ist falsch!

Jeder kann sich vornehmen, gesünder zu essen, seinen Alltag bewegt und aktiv zu gestalten, schädlichen Stress einzudämmen und nicht zu rauchen. Aber auch im Fall der Fälle beherzt einzugreifen und Erste Hilfe zu leisten. Machen auch Sie mit und Werden sie zum “Herzhelden”.

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Ihre SamariterInnen aus Wien Favoriten

Foto: pixabay