Landkarte der Herzsicherheit – Definetzwerk

Der plötzliche Herztod fordert in Österreich jährlich mehr als 12.000 Menschenleben. Die Herzdruckmassage und der frühe Einsatz eines Defibrillators durch Ersthelfer retten Leben. Ziel des Projektes Definetzwerk ist es, die für jedermann zugänglichen Laien-Defibrillatoren in einem mehrfach verifizierten Datensatz zu kartographieren und die Daten mit Hilfe einer Datenbank nutzbar zu machen, damit im Ernstfall schnell das nächste Gerät gefunden werden kann. Helfen auch Sie mit, Österreich HERZsicher zu machen!

Mit der webbasierten Datenplattform www.definetzwerk.at gibt es eine unabhängige und neutrale Plattform, in der Defi-Standorte ersichtlich sind. Die Datenbank wird den Leitstellen der Rettungsorganisationen zur Verfügung gestellt – so soll die Zahl der Defianwendungen durch Ersthelferinnen und Ersthelfer und in Folge die Zahl der Überlebenden eines Herzstillstands erhöht werden.

Definetzwerk

“Das Projekt Definetzwerk ist ein wichtiger Meilenstein im Kampf gegen den plötzlichen Herztod, denn es macht das Potential der in Österreich kontinuierlich ansteigenden Zahl an öffentlich zugänglichen Defis auch für Ersthelfer besser. Die frei zugänglichen Laien-Defibrillatoren noch besser sichtbar zu machen, sorgt dafür, dass die Wienerinnen und Wiener rasch eingreifen und helfen können. Die mobilen Defibrillatoren können bis zum Eintreffen des professionellen Rettungsdienstes die wichtige Anfangszeit verkürzen -die Überlebenschancen steigen damit entscheidend”, erklärt Peter Erdle, Obmann vom Samariterbund Favoriten und Puls-Botschafter.

Immer und zu jeder Zeit

„Zum einem lebensbedrohlichen Notfall kann es überall kommen. Ziel des Projektes Definetzwerk ist es, die für jedermann zugänglichen Laien-Defibrillatoren in einem mehrfach verifizierten Datensatz zu kartographieren und die Daten mit Hilfe einer Datenbank nutzbar zu machen, damit im Ernstfall schnell das nächste Gerät gefunden werden kann“, erklärt Mario Krammel, Notfallmediziner an der Univ. Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin der MedUni Wien, die Hintergründe.

Daher bitten wir auch jeden, der einen Defi-Standort kennt, diesen im Definetzwerk einzumelden. Das geht ganz einfach über eine benutzerfreundliche Eingabemaske auf der von Projektpartner 144 Notruf NÖ programmierten Webplattform www.definetzwerk.at, die die Benutzerin oder den Benutzer Schritt für Schritt durch die Eingabe führt.

Internationale Studien

“Internationale Studien zeigen, dass beim Thema Defis im öffentlichen Raum die Rettungsleitstellen eine zentrale Rolle spielen: Allein die Verfügbarkeit von Defis ist nicht genug, denn nur wenige Ersthelferinnen und Ersthelfer wissen im Fall des Falles, wo das nächste Gerät ist oder denken daran, dass es Leben retten kann. Im Fall eines Notrufs ist deshalb wichtig, dass die Leitstellenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter über einen gesicherten und laufend aktualisierten Datensatz verfügen. So können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Leitstelle dem anrufenden Ersthelfer den direkten Hinweis geben, wo der nächste Defi hängt und wie dieser zum Einsatz gebracht werden kann“, erklärt Rainer Gottwald, Leiter der Berufsrettung Wien.

Privatnutzerinnen und Privatnutzer können sich vorsorglich auf der Website informieren, wo der nächste Defi-Standort in ihrer Umgebung ist. Entsprechende Datenqualität und -quantität bietet in Zukunft beispielsweise auch die Möglichkeit zum Gebrauch für Handy-Applikationen.

Über Defibrillatoren – kurz „Defis“

„Defis“ beenden durch einen kontrollierten Elektroimpuls das lebensgefährliche Kammerflimmern, das bei 85 Prozent aller Fälle von plötzlichem Herztod beobachtet wird. Im Fall eines Herzkreislaufstillstandes kommt es rasch zu einer Sauerstoff-Unterversorgung wichtiger Organe. Der schnelle Einsatz eines Defis in Kombination mit Herzdruckmassage kann in dieser Situation Leben retten. Der Defi führt mittels Sprachanweisungen durch die Anwendung und stellt selbständig fest, wann ein Elektroimpuls notwendig ist. Dazu müssen lediglich zwei Elektroden auf den entblößten Brustkorb des Patienten/der Patientin aufgeklebt werden. Durch den Stromimpuls eines Defis besteht die Möglichkeit, das Herz wieder in den richtigen Rhythmus und somit zum Schlagen zu bringen. Wenn kein Defibrillator zur Verfügung steht, muss in jedem Fall die Herzdruckmassage ohne Unterbrechungen fortgeführt werden, bis die Rettung eintrifft.

Die Netzwerkpartner im Überblick:

Im Rahmen des Projektes arbeitet der Verein Puls mit Partnern aus Rettungsleitstellen, Einsatzorganisationen, Medizinischen Universitäten und der Medizintechnikindustrie zusammen.

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Ihre SamariterInnen aus Wien Favoriten

Bild: Verein Puls