Samariterbund: Wintertipps für eure Vierbeiner

Manche Hunde lieben den Winter und das Herumtollen im Schnee, andere können es kaum abwarten schnell wieder im warmen & gemütlichen Zuhause zu sein. Egal aber, ob dein Liebling den Winter mag oder nicht: In der kalten Jahreszeit gibt es bestimmte Dinge, auf die du stärker achten musst! Unsere Hunde benötigen mehr Pflege und Aufmerksamkeit, da der Winter so einige potentielle Gefahren mit sich bringen kann. Wir von der Besuchs- und Therapiebegleithundestaffel Favoriten verraten dir, wie du deinen felligen Freund möglichst gesund, munter & stressfrei durch den Winter bringst und auch du selbst “Sicher und Gesund” durch den Winter kommst.

Jeder zehnte Erwachsene leidet an Herbst- bzw. Winterdepressionen, wie Psychologen vermuten. Weitaus weniger bekannt ist: Auch Tieren kann der Lichtmangel auf das Gemüt schlagen. Schlechte Sichtbarkeit ist laut Statistik die häufigste Ursache für Unfälle beim Gassigehen. Daher sollten Hundehalter in der dunklen Jahreszeit verstärkt auf Sicherheit achten. Sprich mit deinem/r Tierärzt:in über Maßnahmen speziell für deinen Hund, den jede Rasse reagiert anders auf Temperaturen. Mit diesen Tipps können Sie Ihren Hund aufheitern. Auch unsere Fellnasen freuen sich, wenn wir ihnen die raue Jahreszeit so angenehm wie möglich gestalten.

Checkliste – Mit dem Hund gesund durch die kalte Jahreszeit

 

  • Schutz im Winter:
    • Eincremen der Hundepfoten vor dem Spaziergang
    • Vermeidung von Nässe und Zugluft
    • Dafür Sorge tragen, dass der Hund im Warmen trocknet und nicht auf kalten Fliesen oder längere Zeit im kalten Auto liegen muss
    • Regelmäßige Kontrolle der Hundepfoten beim Winterspaziergang sowie Entfernung von Dreck und Eis
    • Pflege der Hundepfoten nach dem Spaziergang mit lauwarmen Wasser und Heilcreme
    • Samariterbund gibt Tipps für die dunkle Jahreszeit
    • Apps – die “Leben Retten” können

 

 

Gesund durch die Weihnachtsfeiertage

Für Viele gehören eine prachtvolle Deko, glitzernder Christbaumschmuck und ein üppiges Festmahl zum traditionellen Weihnachtsfest. Sind jedoch Katz’ und Hund im Haus, lautet die Devise: Weniger ist mehr. Denn zerbrochene Glaskugeln, lose Geschenkbänder, weihnachtliche Pflanzendekoration oder das Mitnaschen bei Keksen und Co. können den Tieren rasch zum Verhängnis werden. Die Tipps fürs Tier der Vetmeduni zeigen, wie man Gefahren für Vierbeiner in der Weihnachtszeit vorbeugt.

 

Tipps für einen stressfreien Silvesterabend mit Hund

Auch wenn es etwas verfrüht scheint: Heute ist genau der richtige Tag, um an Silvester zu denken.
Durch langfristige Vorbereitung auf den “Tag des Schreckens” könnt ihr euch und euren Vierbeinern den Jahreswechsel so angenehm wie möglich gestalten. Lautes Zischen, Knallen und grelle Lichter bedeuten für Hunde einen immensen Stressfaktor. Die Reaktionen der Vierbeiner reichen dann von Unruhe bis hin zu Panikreaktionen. Um bei Hunden die Stressbelastung zu Silvester so gering wie möglich zu halten, eignen sich Maßnahmen für den Akutfall. Mit Entspannungstraining und Desensibilisierung kann man dem Jahreswechsel langfristig entgegenblicken.
 

 

Und hier die Themen nochmals im Detail

Die richtige Futtermenge

Hunde lieben Bewegung an der frischen Luft. Da sie ihre Körpertemperatur auch bei kalten Temperaturen aufrechterhalten müssen, verbrennen sie bei Kälte aber viel mehr Kalorien, als an warmen Tagen. Die Futtermenge sollte also – in Absprache mit dem Tierarzt – auf den erhöhten Kalorienverbrauch abgestimmt werden. Vor allem für schlanke Hunde ist eine Steigerung des Futter-Pensums im Winter empfehlenswert.

Wenig Licht begünstigt Vitamin D-Mangel

Die wichtigsten Risikofaktoren für den Herbst- und Winter sind kurze Tage und trübes Wetter. Kurz gesagt: Lichtmangel. In der dunklen Jahreshälfte schütten sowohl Menschen als auch Tiere eine geringere Menge des Glückshormons Serotonin aus. Auch kann das fehlende Tageslicht einen Vitamin D-Mangel bedingen. Als Vitamin D bezeichnen Experten eine Gruppe fettlöslicher Vitamine, die für die Steuerung des Hormonhaushalts bei Mensch und Tier zuständig ist – eine besondere Rolle spielt dabei das Vitamin D3.

Auf die Pfotenpflege achten

Die empfindlichen Hundepfoten stehen beim Spazierengehen permanent in Kontakt zum kalten Boden. Gerade jetzt sollten Hundehalter zur Fettsalbe greifen. Die können Sie vor und nach dem Gassigehen auf die Pfoten geben und sanft einmassieren, um die Regeneration der spröden und rissigen Ballen zu fördern. Spezielle Crems, Melkfett und Hirschtalg sind für die Pfotenpflege am besten geeignet. Nach dem Ausflug freut sich Ihr Vierbeiner über ein lauwarmes Pfotenbad, das zugleich reinigt und aufwärmt. Hundeschuhe schützen deinen Hund vor Verletzungen. Bei Verletzungen an den Pfoten sind Hundeschuhe oder Booties sinnvoll, so dass die Hundepfoten unter anderem nicht mit dem Streusalz in Berührung kommen können. Manche Hunde benötigen für Ihre neuen Hundeschuhe etwas Eingewöhnungszeit. Wichtig ist es jedoch, dass die neuen Hundeschuhe gut passen.

Verhalten bei Schnee und Eis

Für manche Hunde ist es das Schönste, beim Spazierengehen jede Menge Schnee zu fressen. Leider kann sich diese Angewohnheit negativ auf den Magen-Darm-Trakt und den Rachenraum auswirken. Zudem werden im Schnee schnell Dinge übersehen, die für den Hund gefährlich sein könnten, wie z.B. scharfe Gegenstände oder Giftköder. Auch sollten Hunde daran gehindert werden, ihre Pfoten abzulecken – das tun sie besonders gerne, wenn Streusalz auf kleine Risse und Verletzungen an den Pfotenballen trifft. Das dabei aufgenommene Salz ist überaus schädlich für den Organismus des Vierbeiners. Bei einem Spaziergang am See oder Weiher sollten Hunde keinesfalls die Eisfläche betreten. Auch dann nicht, wenn die Eisschicht auf den ersten Blick dick genug ist. Selbst Leichtgewichte brechen immer ein und lassen sich in ihrer Panik oft nur schwer aus dem klirrend kalten Wasser herausbefördern.

Vorsicht vor Erfrierungen

Wenn es sehr kalt ist, zieht der Körper des Hundes Blut von den Extremitäten in die Mitte des Körpers um warm zu bleiben. Ohren, Pfoten oder auch der Schwanz kann so kalt werden, dass sich Eiskristalle im Gewebe bilden und es beschädigen. Das Problem bei Erfrierungen ist, dass Sie nicht sofort zu sehen ist. Achte auf die Symptome (Blasse oder graue Haut, die betroffene Stelle kann hart und kalt sein, Stark erfrorene Haut kann schwarz werden und sich abschälen). Erwärmt sich der von einer Erfrierung betroffene Bereich, kann dies extrem schmerzhaft sein.

Vorsicht vor Unterkühlung

Ein zweites Risiko im Winter kann eine Unterkühlung sein. Dies kann passieren, wenn ein Hund zu lange in der Kälte ist, bei kalten Temperaturen nass wird oder bereits gesundheitlich angeschlagen ist. Symptome von Unterkühlung beim Hund: In leichten Fällen zittert der Hund, Ohren und Füße des Hundes fühlen sich kalt an, wenn die Unterkühlung fortgeschritten ist kann der Hund Anzeichen von Depression, Lethargie und Schwäche zeigen. Bei einer schweren Unterkühlung werden die Muskeln des Hundes steif, sein Herzschlag verlangsamt sich und er reagiert nicht mehr auf Reize. Eine schwere Unterkühlung ist lebensgefährlich. Der Hund sollte sofort ins warme gebracht werden. Lass deinen Hund diese Tage besser nicht im Auto warten. Besonders kleinen und kurzhaarigen Hunden droht schnell eine Unterkühlung. Diese kann nicht nur Erfrierungen, sondern auch eine lebensbedrohliche Störung des Kreislaufsystems mit sich bringen!

Frostschutzmittel ist schon in kleinen Mengen tödlich

In der kalten Jahreszeit wird immer wieder Frostschutzmittel benötigt. Sei es für die Scheibenwischanlage oder für den Kühler. Was wenige wissen, Frostschutzmittel ist für Hunde sehr gefährlich. Frostschutzmittel enthält Ethylenglykol, eine süsslich schmeckende Flüssigkeit die schon bei Aufnahme kleiner Mengen über Kreislauf und Nierenversagen zum Tod führen kann. Gefährlich ist das Verschütten, zum Beispiel auf dem Garagenboden. Hunde lecken das Frostschutzmittel wegen seines süßlichen Geschmackes auf. Nur wenige Mililiter können tödlich sein.

Der richtige Wärmeerhalt

Bei diesem Tipp kommt es stark auf die Rasse, das Alter und die körperliche Fitness des Hundes an. Einige Hunderassen haben ein dickes Fell, dass sie auch bei sehr kalten Temperaturen warm hält. Auch kranke oder alte Hunde sind über deine Unterstützung dankbar. Du solltest deinem Hund einen schicken Wintermantel oder schicken Winterpullover spendieren. Das sieht nicht nur toll aus, sondern schützt deinen Liebling. Ein guter Wintermantel sollte vom Hals bis zur Schwanzwurzel reichen und auch den Bauch schützen. Geh auch mit Winterbekleidung bei eisigen Temperaturen nicht zu lange vor die Tür. Selbstgestrickte Hundemäntel oder Hundepullover sind im Winter oder bei nassem Wetter nicht zu empfehlen, da Sie nicht wasserabweisend sind. Das kann zu schmerzhaften Blasenentzündungen oder einer Schwächung des Immunsystems führen.

Fellwechsel im Winter

Der Fellwechsel im Winter dauert ca. 6-8 Wochen und bedeutet für den Stoffwechsel deines Lieblings eine Belastung. Eingeleitet wird er durch die Veränderungen im Tageslicht und fallende Temperaturen. Dadurch merkt der Körper deines Hundes, dass die Zeit für ein warmes Fell gekommen ist. Der Fellwechsel kann mit Juckreiz einhergehen. Unterstütze deinen Hund beim Fellwechsel und lindere seinen Juckreiz, indem du für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit sorgst. Ist die Wohnung zu trocken, kann das für deinen Hund (übrigens auch für dich) unangenehm sein. Das Fell täglich für ein paar Minuten bürstest. Dies ist gut für die Haut und sorgt außerdem auch für dichteres Fell, welches dein Hund im Winter auch braucht. Für eine ausreichende Zufuhr an Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren sorgst. Gute Quellen dafür sind zum Beispiel Leinöl, Nachtkerzenöl und Lachsöl.

Das gemütliche Hundebett für den Winter

Außerdem ist es ratsam Deinem Liebling im Winter eine dickere Decke oder ein zusätzliches Kissen in sein Schlafplatz zu legen. In besonders kalten Nächte darf auch mal eine Wärmflasche oder ein warmes Kirschkernkissen mit ins Körbchen. Ideal sind Wärmeflaschen für Kinder, da diese einen kuschligen Bezug haben. Achte aber darauf, dass es nicht zu heiß ist. Die Wärmflasche solltest du nicht vollständig mit Wasser füllen. Der Druck könnte sonst zu groß werden, wenn sich dein Hund auf die Wärmeflasche legt.

Ein Leuchthalsband schützt deinen Hund

In der dunklen Jahreszeit sollte dein Vierbeiner unbedingt ein Leuchthalsband tragen. Nur so wird der abendliche Spaziergang zu einem sicheren Erlebnis. Ein Leuchthalsband bietet viel Sicherheit für wenig Geld. Andere Hundehalter können deinen Hund rechtzeitig sehen und ihren freilaufenden Hund an die Leine nehmen. Dadurch können Verletzungen durch Beißereien schon im Vorfeld vermieden werden. Im Straßenverkehr sind Hunde bei Dunkelheit kaum zu erkennen.

Zeckenschutz für Hunde auch im Winter

Ja, denn Zecken können auch bereits bei ca. 7 °C schon wieder aktiv werden. Einige Zeckenarten überwintern sogar in geheizten Räumen. Deshalb sollte der Zeckenschutz auch im Winter nicht vernachlässigt werden. Mehr Infos zum Thema kannst du übrigens in unseren Artikel Zecken: Gefahr für Mensch und Tier – ASB Favoriten für dich und dein Tier lesen.

Rund um den Weihnachten und Jahreswechsel

Zu Weihnachten: Weihnachtsdeko, Festessen, Pflanzen: Gefahren erkennen und vermeiden. Langfristig eigenen sich Therapiemaßnahmen, um die Angst vor Silvesterkrach zu reduzieren. Durch Vermeiden bzw. Minimieren der Angstauslöser kann der Silvesterstress reduziert werden. 

 

Viel Spaß mit deinem Vierbeiner!

 

Ihre SamariterInnen aus Wien Favoriten ❤️