Warnung vor Giftködern für Ihren Hund

Immer wieder werden in Hundezonen Giftköder entdeckt und Vierbeiner sterben, wenn Hundehasser unterwegs sind. Die Hundestaffeln des Samariterbundes und Tierfreunde rufen zu erhöhter Vorsicht auf und appellieren an alle Hundehalter, beim Spazierengehen besonders achtsam zu sein und verdächtige Funde unverzüglich der Polizei zu melden, denn mit Rasierklingen gespickte Fleischstücke oder “Leckerlis”, die mit Rattengift oder Schneckenkorn versetzt werden können für die Vierbeiner tödlich werden. Spezielle Giftwarnkarten können dabei rechtzeitig warnen!

Fast täglich müssen Hunde grausam sterben, weil Tierquäler vergiftete- oder mit Rasierklingen gespickte “Leckerli” ausgelegt haben. Der Phantasie der Täter sind hier kaum Grenzen gesetzt. So werden z.B. immer wieder Nadeln in Hackfleisch, Angelhaken in Brot oder Rattengift in Leberwurst versteckt. Das Ziel ist dabei immer das gleiche: Dein Hund soll möglichst grausam sterben und du sollst einen möglichst schmerzvollen Verlust erleiden.

Auf Symptome achten!

“Genauso verschieden sind somit auch die Symptome, die oftmals erst nach mehreren Stunden oder gar Tagen auftreten. Bei auffälligen Symptomen wie Erbrechen, Bewusstlosigkeit oder Blut im Urin sollten Tierhalter unverzüglich einen Tierarzt aufsuchen. Aber auch extreme Müdigkeit oder ungewöhnlich unruhiges Verhalten des Vierbeiners könnten erste Anzeichen für eine Vergiftung sein. Beim geringsten Verdacht sollte in jedem Fall ein Tierarzt aufgesucht und bei konkreten Verdacht die Polizei verständigt werden”, erklärt Jochen Gold, Staffelkommandant der Samariterbund Besuchs- und Therpiebegleithundestaffel Wien Favoriten.

Erste Hilfe Tipp für Hundebesitzer bei Giftködern

  1. Sofort den Hund vom Giftköder weg, damit er diesen nicht den komplett frisst.
  2. Wenn möglich den Rest oder einen Teil des Gifts einpacken und zum Tierarzt mitnehmen.
  3. Sofort mit dem Hund zum Tierarzt fahren, diesem schildern, wann das Gift gefressen wurde und wie viel der Hund davon gefressen hat.
  4. Tipp: Nicht selbst den Hund zum Erbrechen bringen! Das Gift oder die scharfen Gegenstände können am Weg hinauf weitere Verletzungen hervorrufen.

Kostenloser WhatsApp-Dienst kann Tierleben retten

Der GiftköderRadar informiert dich – täglich aktuell – über vorsätzlich ausgelegte Giftköder und mutmaßliche Gefahrenzonen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Um die Vierbeiner bestmöglich vor den Attacken zu schützen, haben die Tierfreunde Österreich in Kooperation mit giftwarnung.info einen innovativen Giftköder-Alarm ins Leben gerufen. Dieser kostenlose WhatsApp-Service setzt Hundehalter stets über aktuelle Giftköderfunde in Kenntnis, die Warnungen kommen schnellstmöglich und ohne Umwege direkt aufs Smartphone. Alle Infos dazu finden Sie hier.

Anti Giftköder Training

Das Ziel: Der Hund darf nichts vom Boden fressen. Alles Fressbare, das ein Hund findet, ist grundsätzlich einmal verdächtig. Besteht für ihre Gegend eine konkrete Giftköderwarnung, sollte ihr Hund nur mit Leine und Maulkorb ins Freie gehen. Da dies kein Dauerzustand ist, können sie mit ihrem Hund ein Anti- Giftköder-Training durchführen. Am besten ist es, Sie beginnen schon im Welpenalter damit und wiederholen das Training in regelmäßigen Abständen. Schützen Sie Ihren Hund und legen Sie ihm zusätzlich zur Leine einen Maulkorb an. Das gilt auch für Hundezonen. So können Sie verhindern, dass Ihr Hund schädliche Substanzen aufnimmt oder weggeworfene Lebensmittel frisst.
Wichtig ist, dass Sie Ihrem Hund durch positive Maulkorbgewöhnung beibringen, den Maulkorb ohne Stress zu tolerieren.

Eine Übung, die dir auch beim Gassigehen von Vorteil sein wird:

Der Fellnase beibringen, nichts vom Boden zu fressen. So minimierst du das Risiko, dass dein Liebling beim Spaziergang den Staubsauger spielt und eventuell mal einen Giftköder auf der Straße erwischt. Auch diese Übung eignet sich gut, um mit deiner Fellnase eine stressfreie Fütterung zu trainieren.

Verteile dazu Leckerlis auf dem Boden. Macht dein Vierbeiner Anstalten, diese essen zu wollen, kannst du ihn mit einem kräftigen, nicht hysterischen “Nein!” in seine Schranken weisen. Baut er Blickkontakt auf und lässt von den Leckerlis am Boden ab, belohne ihn.

Das Essen auf Kommando kannst du auch üben, indem du ein Leckerli auf der Nase deines Hundes platzierst und er dieses halten muss, bis du mit “Ab!” die Erlaubnis erteilst, dass er die Nase senken darf und die Belohnung zu Boden fallen lässt. Will er es essen, unterbinde das Verhalten, indem du wieder “Nein!” sagst oder ihn sitzen lässt. Belohne mit Leckerlis aus der Hand.

Stöckchen werfen ist ein beliebter Zeitvertreib. Was viele Halter*innen nicht wissen: Ungeeignete Apportiergegenstände können den geliebten Vierbeiner schwer verletzen oder gar töten.

Die Anzahl an Hunden in Wien wächst stetig und damit auch das Potenzial an Konflikten zwischen Hundehalter*innen und Nicht-Hundehalter*innen. Der häufigste Grund für missglückte Situationen liegt hierbei im nicht ausreichend geübten Rückruf des Vierbeiners.

Giftpflanzen für Hunde

“Prävention” heißt vor allem eines: Mit Information und Kursangeboten im Idealfall dafür zu sorgen, dass erst gar nichts passiert, bzw. richtiges Verhalten zu lernen. Neben Giftködern gibt es auch eine Vielzahl von Lebensmitteln und Giftpflanzen, die für Hunde giftig sein können. So können zum Beispiel Rosinen, Weintrauben und auch Schokolade für Hunde zu Vergiftungen führen. Hunde vertragen generell als Faustregel für alle Hundehalter keine Süßigkeiten!”, ergänzt Jochen Gold.

Samariterbund bietet in Wien spezielle Kurse an

Wenn sich der geliebte Vierbeiner verletzt hat oder von einem Auto angefahren wurde, können die Hundehalter einiges tun um ihm zu helfen. Vielleicht ist es sogar nötig ihm mit einer Herzdruckmassage oder einer Mund-zu-Nase-Beatmung das Leben zu retten. Aber auch nach einer Beißerei oder Verletzung bei einer Gassi-Runde ist es hilfreich zu wissen, wie wir Erste Hilfe am Hund leisten können. An einer Hundepuppe wird Ihnen gezeigt, welche Maßnahme im Ernstfall wirksam ist. Alle unsere Samariterbund Hundeteams haben einen Kurs “Erste Hilfe am Hund” besucht und sind für Notfälle gewappnet.

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