Warnung vor Giftködern für Ihren Hund

Immer wieder werden in Hundezonen Giftköder entdeckt und Vierbeiner sterben, wenn Hundehasser unterwegs sind. Die Hundestaffeln des Samariterbundes rufen zu erhöhter Vorsicht auf und appellieren an alle Hundehalter, beim Spazierengehen besonders achtsam zu sein und verdächtige Funde unverzüglich der Polizei zu melden, denn mit Rasierklingen gespickte Fleischstücke oder “Leckerlis”, die mit Rattengift oder Schneckenkorn versetzt werden können für die Vierbeiner tödlich werden. Spezielle Giftwarnkarten und Erste Hilfe-Wissen rund um den Hund können dabei helfen!

Statistiken belegen: Grauenhafte Vergehen an Vögeln, Nagern, Hunden, Katzen und Pferden nehmen zu. Ein Umstand, der Tierschützer und Psychiater in Alarmstimmung versetzen. Fast täglich müssen Hunde grausam sterben, weil Tierquäler vergiftete- oder mit Rasierklingen gespickte “Leckerli” ausgelegt haben.  So werden z.B. immer wieder Nadeln in Fleisch, Angelhaken in Brot oder Rattengift in Leberstreichwurst versteckt. Das Ziel ist dabei immer das gleiche: Dein Hund soll möglichst grausam sterben und du sollst einen möglichst schmerzvollen Verlust erleiden. ie können verhindern, dass Ihr Hund schädliche Substanzen aufnimmt oder weggeworfene Lebensmittel frisst. 

Doch Achtung!!! Auch zu Hause lauern zahlreiche Futter-Fallen

“Giftköder, Rattengift oder Schneckenkorn – alles tödliche Gefahren für deinen Vierbeiner. Neben Giftködern gibt es auch eine Vielzahl von Lebensmitteln und Giftpflanzen, die für Hunde giftig sein können. Gerade daheim lauern viele Futter‐Fallen für deinen Hund. Chips, Schokolade, Knochen vom Grill, Holzspielzeug, Teppichstücke, Nylonstrümpfe u.v.m. Das, was uns Menschen schmeckt, kann oft fatale Folgen für Hunde haben. Und nicht immer sind sich alle Familienbeteiligten dessen bewusst. Die Kinder, die den Hund heimlich unterm Tisch von ihren Tellern füttern oder die Oma, die dem Hund immer mal wieder Schokolade zuschiebt – all das sind keine Ausnahmen. Es gilt nicht nur den Hund, sondern vor allem die Mitmenschen zu erziehen. Manchmal hilft da nur konsequentes Handeln: zu Verwandten kommt der Hund einfach nicht mehr, wenn sie unbelehrbar sind. und noch etwas: Bitte lasst auch das Stockspielen sein! Es ist gefährlich“, erklärt Jochen Gold, Staffelkommandant der Samariterbund Besuchs- und Therpiebegleithundestaffel Wien Favoriten.

Vorsorgemaßnahmen für Hundehalter

Damit es erst gar nicht zur Aufnahme schädlicher Nahrungsmittel durch den Hund kommt, beachten Sie bitte folgendes:

  • Gebiete mit Giftköderwarnung meiden (Informationen z.B. über Aushänge, in Social Media-Gruppen oder Giftköder-Warn-Apps beachten)
  • Seien Sie bei Spaziergängen aufmerksam und beobachten das Verhalten Ihres Tieres genau. Lassen Sie Ihren Hund nicht frei laufen sondern führen Sie ihn an der Leine.
  • Achten Sie darauf, wo Ihr Hund schnüffelt und lassen Sie ihn nichts auflecken oder fressen.
  • Verwenden Sie einen Maulkorb, um zu verhindern, dass Ihr Hund etwas vom Boden aufnehmen kann.
  • Meiden Sie Gebiete, für welche Giftköderwarnungen vorliegen.
  • Trainieren Sie mit Ihrem Hund und machen Sie ihm mit Hilfe von positiver Bestärkung den Verzicht auf gefundene Leckereien schmackhaft.

 

Was tun im Ernstfall?

Haben Sie den Verdacht, Ihr Hund habe einen Giftköder aufgenommen, beobachten Sie sein Verhalten genau: Auffälligkeiten und Verhaltensänderungen können ebenso wie Mattigkeit, Schwindel, Krämpfe, Bewusstlosigkeit, übermäßiger Speichelfluss, Erbrechen, helle bis weiße Schleimhäute, Atemstörungen, übermäßiges Hecheln, Herzrasen, Durchfall Anzeichen für eine Vergiftung oder Aufnahme von schädigenden Fremdkörpern sein.

Wenn ihr Hund trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einen Giftköder aufgenommen hat, zählt jede Minute.

Grundsätzlich gilt: Bei einem Verdacht oder ersten Anzeichen einer Vergiftung bedarf das Tier so schnell wie möglich veterinärmedizinischer Behandlung! Versuchen Sie trotz der emotional belastenden Ausnahmesituation Ruhe zu bewahren – dies hilft dem leidenden Tier und ermöglicht Ihnen, rational und umsichtig zu handeln. Wichtig ist, dass Sie Ihrem Hund durch positive Maulkorbgewöhnung beibringen, den Maulkorb ohne Stress zu tolerieren.”, ergänzt Jochen Gold.

Kostenloser WhatsApp-Dienst kann Tierleben retten

Der GiftköderRadar informiert dich – täglich aktuell – über vorsätzlich ausgelegte Giftköder und mutmaßliche Gefahrenzonen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Um die Vierbeiner bestmöglich vor den Attacken zu schützen, haben die Tierfreunde Österreich in Kooperation mit giftwarnung.info einen innovativen Giftköder-Alarm ins Leben gerufen. Dieser kostenlose WhatsApp-Service setzt Hundehalter stets über aktuelle Giftköderfunde in Kenntnis, die Warnungen kommen schnellstmöglich und ohne Umwege direkt aufs Smartphone. Alle Infos dazu finden Sie hier.

Anti Gift Training

Nimm nur, was du darfst – alles andere lass fallen! Besteht für ihre Gegend eine konkrete Giftköderwarnung, sollte ihr Hund nur mit Leine und Maulkorb ins Freie gehen. Da dies kein Dauerzustand ist, können sie mit ihrem Hund ein Anti- Giftköder-Training durchführen. Am besten ist es, Sie beginnen schon im Welpenalter damit und wiederholen das Training in regelmäßigen Abständen. Schützen Sie Ihren Hund und legen Sie ihm zusätzlich zur Leine einen Maulkorb an. Das gilt auch für Hundezonen. So können Sie verhindern, dass Ihr Hund schädliche Substanzen aufnimmt oder weggeworfene Lebensmittel frisst.

Samariterbund bietet in Wien spezielle Kurse für Hundeführer an

Wenn sich der geliebte Vierbeiner verletzt hat können die Hundehalter einiges tun um ihm zu helfen. Vielleicht ist es sogar nötig ihm mit einer Herzdruckmassage oder einer Mund-zu-Nase-Beatmung das Leben zu retten. Aber auch nach einer Beißerei oder Verletzung bei einer Gassi-Runde ist es hilfreich zu wissen, wie wir Erste Hilfe am Hund leisten können. An einer Hundepuppe wird Ihnen gezeigt, welche Maßnahme im Ernstfall wirksam ist. Alle unsere Samariterbund Hundeteams haben einen Kurs “Erste Hilfe am Hund” besucht und sind für Notfälle gewappnet.

 

Erste Hilfe Tipps für Hundebesitzer 

Jeder Hundehalter sollte einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren, um seinem Vierbeiner im Ernstfall helfen zu können. Auch ist eine Teilnahme an Anti-Giftköder-Workshops empfohlen. Hundehalter halten sollten stets die Nummer des Tierarztes bzw. der Tierklinik bereit haben. Ob und welche Tierklinik in der Nähe ist, erfährt man durch den Tierarzt bzw. das Internet.

  1. Sofort den Hund vom Giftköder weg, damit er diesen nicht den komplett frisst.
  2. Wenn möglich den Rest oder einen Teil des Gifts einpacken und zum Tierarzt mitnehmen.
  3. Sofort mit dem Hund zum Tierarzt fahren, diesem schildern, wann das Gift gefressen wurde und wie viel der Hund davon gefressen hat.
  4. Tipp: Nicht selbst den Hund zum Erbrechen bringen! Das Gift oder die scharfen Gegenstände können am Weg hinauf weitere Verletzungen hervorrufen.
  5. ▷ Die wichtigsten Notfallmaßnahmen für den Hund | Nippers.de

 

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