Samariterbund: damit sie “Sicher und Gesund” durch den Winter kommen

Die einen lieben den Winter, die anderen hassen ihn. Unabhängig davon, auf welcher Seite man steht, gibt es eine Sache, über die man sich einig sein kann. Die wechselnden Temperaturen, Schneefälle und Eis in der kalten Jahreszeit führen oft zu gefährlichen Situationen. Aber nicht nur Autofahrern setzt der Winter zu, auch Radfahrer und Fußgänger sollten aufpassen wenn sie vor die Türe gehen. Auch beim Wintersport sollte man auf sich Acht geben! Wenn man auf den Wetterumschwung und alles, was damit zusammenhängt, vorbereitet ist, kann das Leben sehr viel einfacher werden.

!!! Beachten Sie Schnee und Glättewarnungen !!!

“Tausende genießen im Winter die herrlichen Bedingungen für den Wintersport. Kaum jemand denkt daran, dass schon eine kleine Unaufmerksamkeit reicht, um dem Freizeitvergnügen ein jähes Ende zu bereiten. Nach einem pandemiebedingt stärkeren Rückgang der Unfallzahlen steigen diese nun wieder deutlich an: 709.400 Menschen verletzten sich im Jahr 2021 bei Sport-, Haushalts- oder Verkehrsunfällen so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten, so die Auswertungen der IDB-Datenbank des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit). Haushaltsunfälle haben in Österreich den größten Anteil am Unfallgeschehen (301.700 Verletzte), gefolgt von Freizeitunfällen (225.900) und Verkehrsunfällen. Richtige Ausrüstung, richtige Selbsteinschätzung und Rücksicht aufeinander sind aber notwendig, will man nicht im Krankenhaus enden”, erklärt Karl Svoboda, geschäftsführender Obmann vom Samariterbund Favoriten.

Im Winter Fit und gesund bleiben

“Ein intaktes Immunsystem wird normalerweise gut mit schädlichen Einflüssen fertig. Ist es jedoch geschwächt, haben krankmachende Erreger wie Viren oder Bakterien leichtes Spiel. Krankheiten stellen sich dann mit stärkeren Symptomen dar. So sind Menschen mit schwachen Abwehrkräften anfälliger für Erkältungen, Schnupfen und andere Infektionen. Um nicht an jedem Infekt, der gerade kursiert, zu erkranken, kann man sein Immunsystem effektiv unterstützen, indem man auf einen gesunden Lebensstil achtet”, erklärt Dr. med. univ. Andreas Bendtsen, Gruppenarzt & Medizinischer Leiter des Samariterbund Bildungszentrums Favoriten.

Sehen und gesehen werden!

“Sicher unterwegs im Winter: Gerade im Herbst und Winter ist durch die Dunkelheit und die oft schlechte Witterung wie Nebel, Regen oder Schneefall die Sichtbarkeit deutlich herabgesetzt und die Verletzungsgefahr steigt. Gerade Kinder, Fußgänger und Radfahrer sind besonders gefährdet. Vom 1. November bis 15. April gilt bei Kraftfahrzeugen eine witterungsabhängige Winterausrüstungspflicht. Um sicher durch die kalte Jahreszeit zu kommen, sollten Fahrzeug und Fahrer daher winterfit sein. Und nicht vergessen Erste Hilfe Wissen auffrischen, damit sie im Fall der Fälle richtig helfen können – also Kurs besuchen!” ergänzt Philipp Eichinger NFS-NKV, Lehrsanitäter und Gruppenrettungskommandant Stv. vom Samariterbund Favoriten.

Wintertipps für deinen Hund

Gerade in der kalten Jahreszeit gilt es, bei Spaziergängen mit dem Hund folgende Punkte zu beachten:

  • Schutz der Pfoten: Kälte, Streusalz und Splitt können den Pfoten von Hunden sehr zusetzen. Daher die Pfoten vor dem Spaziergang mit Fettcreme eincremen. Nach dem Spaziergang die Pfoten mit lauwarmem Wasser waschen, von Steinen reinigen und gut abtrocknen.
  • Es besteht Rutsch- und Verletzungsgefahr auf glatten, gefrorenen Böden. Dies auch beim Spielen von Hunden beachten.
  • Achtung: Einbruchgefahr auf zugefrorenen Gewässern.
  • Bekleidung für Hunde: Alte, kranke oder sehr kleine Hunde sowie Hunde ohne Unterwolle durch funktionale, gut sitzende Mäntel vor der Kälte schützen. WICHTIG: Die Bewegungsfreiheit des Hundes sollte dabei nicht eingeschränkt sein. Bitte keine Bekleidung für Hunde aus Modegründen ohne Nutzen verwenden.
  • Gute Sichtbarkeit: Hunde durch Reflektoren auf Brustgeschirr, Halsband und Leine besser sichtbar machen. Achtung: blinkende Lichter sind für Hunde oft irritierend. Frauchen und Herrchen sollten sich ebenfalls mit gut sichtbarer Kleidung bzw. Reflektoren ausstatten.
  • Hunde weder Schnee noch Leckerlies aus dem Schnee fressen lassen.
  • Auf den eventuell erhöhten Kalorienbedarf von Hunden bei Kälte achten.
  • Erste Hilfe Kurs für Hunde absolvieren damit im Fall der Fälle richtig geholfen werden kann!

 

Sicher in allen Lebenslagen

Alkohol, Übermüdung und Selbstüberschätzung sind nach wie vor die Hauptursachen für schwere Unfälle. Unter den Sport- und Freizeitunfällen führen alpine Sportarten vor Fußball. Richtige Ausrüstung, richtige Selbsteinschätzung und Rücksicht aufeinander sind aber notwendig, will man nicht im Krankenhaus enden. Am Anfang jedes Sportes steht das Aufwärmen!

 

Wertvolle Tipps:

 

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