Samariterbund gegen Alterdiskriminierung und Vereinsamung

Gegen die Vereinsamung von älteren Menschen, die aus dem Berufsleben austreten, macht sich auch der Samariterbund stark. Altersdiskriminierung ist tief in allen Bereichen verankert und hat viele Ausprägungen, Formen und Facetten: von geplanten Schikanen für ältere Führerscheinbesitzer über Sonderangebote, die ausschließlich über digitale Medien zugänglich sind und damit Menschen ohne Internet de facto ausschließen, Vertragsklauseln, die ältere Versicherungsnehmer benachteiligen, Versicherungs-Polizzen mit Altersklauseln, die zum Nachteil der älteren Generation führen, bis hin zu fehlender Barrierefreiheit oder seniorenunfreundlicher Verkehrsgestaltung. Aber auch gegen Alterdiskriminierung für Menschen 50+ vielleicht aufgrund Ihrer Erfahrungen ein gutes Gehalt haben und durch Jüngere ersetzt werden oder durch Arbeitslosigkeit keinen Job mehr bekommen.

Ein Bericht der WHO macht deutlich, dass Diskriminierung, Kritik und Verachtung gegenüber älteren Menschen immer häufiger zu beobachten sind. Wir lesen jeden Tag über Sexismus, Rassismus und andere Formen der Diskriminierung, sind uns jedoch oft nicht bewusst, wie wir mit älteren Menschen umgehen. Diese schockierenden Daten, sollten uns nicht nur nachdenklich stimmen, sondern Veränderungen bewirken. Dieses Phänomen ist nicht neu, doch offensichtlicher denn je. Niemand darf aufgrund seines Alters nachteilig oder gar abschätzig behandelt werden, deshalb muss Altersdiskriminierung beseitigt werden und Altersdiskriminierung ein Ende haben! Es ist an der Zeit, Strategien zu entwickeln, um Altersdiskriminierung und Einsamkeit zu vermeiden! 

Altersdiskriminierung ist leider eine Realität, die keine Grenzen kennt

Selbstbestimmung und Respekt für SeniorInnen sollten eigentlich selbstverständlich sein. Dazu kommt bei vielen auch noch die Altersarmut. Zu alt, zu teuer, ein Risikofaktor? All diese abschätzigen Vorurteile sind schon längst schwarz auf weiß widerlegt. Und dennoch halten sie sich noch immer hartnäckig in den Köpfen von Wirtschaft, Teilen der Politik, von Arbeitgebern, Banken , Versicherungen und leider noch einigen mehr. Die wirtschaftliche Bedeutung der Pensionist;innen kann deutlich mit Zahlen belegt werden:

  • Steuern und Abgaben: 17 Milliarden Euro jährlich
  • Einkauf und Konsum: 50 Milliarden Euro jährlich – es gibt ganze Branchen, die hauptsächlich von älteren Menschen leben
  • Pflege und Betreuung von Angehörigen: 4 Milliarden jährlich
  • Ehrenamtliche Tätigkeit in Vereinen und Co: 2,5 Milliarden Euro jährlich

 

AMS Studie zeigt:

Ältere am Jobmarkt stark diskriminiert: Das faktische Pensionsantrittsalter liegt in Österreich für Männer nämlich bei 61,8 Jahren, Frauen gehen mit 59,8 Jahren in Pension. Die Altersschwelle liegt damit deutlich unter dem, was sich der Gesetzgeber vorgestellt hat, selbst wenn sich das effektive Pensionsantrittsalter zwischen den Jahren 2004 bis 2021 um durchschnittlich 2,8 Jahre erhöht hat. Diskutiert wird daher bereits ein Pensionsantrittsalter mit 67 Jahren! Doch wer das Regelpensionsalter anheben will, sollte auch Altersdiskriminierung bekämpfen. Nicht nur der Rechnungshof, auch Österreichs Wirtschaftsexperten haben offensichtlich längst begriffen, dass wir ohne Reformen direkt auf einen Kollaps unseres Pensionssystems zusteuern. Wenn viel für Pensionen ausgegeben wird, fehlen Mittel an anderer Stelle, etwa für Investitionen.

Altersdiskriminierung hat psychologische Auswirkungen

Die Diskriminierung älterer Menschen geht über ein einfaches Vorurteil oder negative Denkmuster hinaus und wird in vielen Bereichen deutlich. Wir wissen zum Beispiel, dass ab einem bestimmten Alter bestimmte medizinische Eingriffe und Behandlungen nur noch eingeschränkt möglich sind. 

Gefühle der Nutzlosigkeit, Frustration, ein Gefühl des Verlassenseins, paternalistische Behandlung oder sogar Infantilisierung untergraben schließlich ihre physische und psychische Gesundheit. Wir dürfen nicht zulassen, dass dieser bedeutende Teil unserer Gesellschaft unsichtbar bleibt und diskriminiert wird

Vielmehr sollten wir von älteren Menschen lernen, sie unterstützen und wertschätzen, denn sie haben in ihrem Leben bereits viel geleistet. Der Bezirk Favoriten bietet einiges für Senior:innen im 10. Bezirk. Für die besonderen Anliegen der jung gebliebenen Favoritner:innen hat der 10. Bezirk mit Peter Erdle einen eigenen Bezirkssenior:innenbeauftragten. Vereinbaren Sie eine Sprechstunde … mehr

Es geht auch anders!

Ein ehrenamtliches Engagement bereichert den eigenen Alltag und ist einem guten Zweck gewidmet. Viele der Engagierten bei uns sind selbst bereits in Pension und haben in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit eine Aufgabe „mit Sinn“ gefunden und bringen mit ihrem jugendlichen Charme viel Lebensfreude und frischen Wind in unsere Organisation. Hinter SAMARITERBUND stehen viele inspirierende Persönlichkeiten, die alle ihre eigene Geschichte erzählen. Sie machen unsere Organisation zu dem was sie ist – dynamisch und spannend. Aus diesem Grund möchten wir unsere Mitarbeiter:innen die bereits in Pension sind und sich tatkräftig bei uns engagieren vor den Vorhang holen um euch die Möglichkeit zu geben die Gesichter hinter dem SAMARITERBUND FAVORITEN kennenzulernen und somit mehr hinter die Kulissen zu blicken. Viele davon sind in unserer Besuchs- und Therapiebegleithundestaffel tätig und besuchen

 

Was spricht für ein Ehrenamt im Ruhestand?

Heutzutage sind viele ältere Menschen, die das Rentenalter erreichen, gesünder und aktiver als die Generationen vor ihnen. Im Ruhestand haben sie daher die Zeit und Energie, sich in Organisationen und Vereinen zu engagieren.

Durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit leisten sie einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Zugleich empfinden viele Ehrenamtliche die Arbeit als erfüllend und sinnstiftend

Es sind also vor allem die beiderseitigen sozialen und persönlichen Vorteile, die das freiwillige Engagement im Alter so attraktiv und bedeutsam machen. Ehrenamtliche nennen unter anderem die folgenden Gründe für ihre Mitarbeit:

– Hilfsbereitschaft

Ein Beweggrund für ehrenamtliches Engagement ist der Wunsch, Menschen zu helfen und sie in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen. Anpacken statt Wegschauen – viele Personen sind sich der gesellschaftlichen Missstände bewusst und wollen dort helfen, wo ihre Hilfe gebraucht wird. Das ist meistens in den sozialen und öffentlichen Bereichen der Fall.

– Freundschaft

Für viele bietet die ehrenamtliche Tätigkeit auch die Möglichkeit, neue Freunde zu finden, sich auszutauschen und soziale Kontakte zu pflegen. Zudem ist für ältere Menschen der Kontakt zu Jüngeren eine häufig genannte Motivation für eine Ehrenamtstätigkeit. Aber auch die schlichte Freude an der Beschäftigung motiviert Menschen, sich ehrenamtlich zu engagieren.

– Gemeinschaft

Gemeinsam mit anderen Mitmenschen kann etwas bewegt werden. Ob bei einer sozialen Veranstaltung oder bei der Tafel: Wenn viele Menschen zusammenarbeiten, wird die Belastung für den Einzelnen verringert. Oft wollen Menschen auch ihre eigene Dankbarkeit an andere weitergeben. Wer für die Gemeinschaft da ist, tut nicht nur etwas Gutes für das Gemeinwohl, sondern auch für sich selbst und das Selbstwertgefühl.

– Den eigenen Horizont erweitern

Ehrenamtliches Engagement fördert die Entwicklung neuer Fähigkeiten und den Ausbau der eigenen Kompetenzen. Neben neuem Wissen gewinnt man durch das Engagement auch breitere Lebensperspektiven. Insbesondere der Austausch mit anderen Generationen führt zu neuen Eindrücken, wodurch wiederum der eigene Horizont erweitert wird.

Tipps gegen Einsamkeit

 

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