Tiergestützte Interventionen – Formen – Definitionen

Die positive Wirkung von Tieren ist zunehmend auch wissenschaftlich belegt. Tiergestützte Interventionen ist der Oberbegriff für alle Angebote, in denen geeignete Tiere eingesetzt werden, um diese positiven Wirkungen gezielt zur Förderung physischer, sozialer, emotionaler und kognitiver Fähigkeiten ebenso wie zur Erhöhung von Freude und Lebensqualität zu erreichen. Tiergestützte Interventionen können Raum schaffen für neue Erlebens-, Handlungs- und Verhaltensmöglichkeiten. Die tierischen “Mitarbeiter” wirken dabei als Türöffner, Bindeglied und Motivator.

Heute wollen wir ihnen grundsätzliches über Tiergestützte Interventionen – Formen – Definitionen (aus: Vernooij/Schneider: Handbuch der tiergestützten Intervention: S. 34 ff.) erzählen, damit sie wissen welche Zugangsmöglichkeiten wir als Besuchs- und Therapiebegleithundestaffel vom Samariterbund Favoriten zu unseren Klienten haben.

1. Tiergestützte Aktivität

Unter tiergestützter Aktivität sind Interventionen im Zusammenhang mit Tieren zu verstehen, welche die Möglichkeit bieten, erzieherische, rehabilitative und soziale Prozesse zu unterstützen und das Wohlbefinden der Menschen zu verbessern. Sie werden durchgeführt von mehr oder weniger ausgebildeten Personen unter Einbezug eines Tieres, welches für den Einsatz geeignet sein sollte, das heißt welches spezifische Merkmale aufweisen sollte. Ziel der tiergestützten Aktivität ist die allgemeine Verbesserung des Wohlbefindens.

2. Tiergestützte Förderung

Unter tiergestützter Förderung sind Interventionen im Zusammenhang mit Tieren zu verstehen, welche auf der Basis eines (individuellen) Förderplans vorhandene Ressourcen des Patienten stärken und unzulänglich ausgebildete Fähigkeiten verbessern sollen. Sie werden durchgeführt von unterschiedlich ausgebildeten Experten im pädagogischen sonderpädagogischen Bereich ( Lehrer, Sozialpädagogen, Sprachheil- und
Physiotherapeuten etc.) unter Einbezug eines Tieres, welches für den Einsatz trainiert wurde. Ziel der tiergestützten Förderung ist die Unterstützung von Entwicklungsfortschritten.

3. Tiergestützte Pädagogik

Unter tiergestützter Pädagogik werden Interventionen im Zusammenhang mit Tieren subsumiert, welche auf der Basis konkreter, klienten-/kindorientierter Zielvorgaben Lernprozesse initiieren, durch die schwerpunktmäßig die emotionale und soziale Kompetenz des Kindes verbessert werden soll. Sie werden durchgeführt von Experten im pädagogisch sonderpädagogischen Bereich (z. B.Lehrpersonal) unter Einbezug eines Tieres, welches für den Einsatz speziell trainiert wurde. Ziel der Tiergestützten Pädagogik ist die Initiierung und Unterstützung von sozialemotionalen Lernprozessen, das heißt ist der Lernfortschritt in diesen Bereichen.

4. Tiergestützte Therapie

Unter tiergestützter Therapie werden zielgerichtete Interventionen im Zusammenhang mit Tieren subsumiert, welche auf der Basis einer sorgfältigen Situations- und Problemanalyse sowohl das Therapieziel als auch den Therapieplan unter Einbezug eines Tieres festlegen. Sie sind auf eine gezielte Einwirkung auf bestimmte leistungs- und/ oder Persönlichkeitsbereiche, oder auf die umfassende Be-und Verarbeitung von konfliktreichem Erleben ausgerichtet. Sie werden durchgeführt von therapeutisch qualifizierten Personen, die je nach Therapiekonzept das spezifisch trainierte Tier als integralen Bestandteil in die Behandlung
einbeziehen.

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Bild: Samariterbund