Unsere Besuchs- und Therapiebegleithunde bei Menschen mit Demenz

Das Thema Demenz spielt eine immer größere Rolle besonders für Therapeuten und Fachkräfte aus Pflege und Pädagogik, die die Möglichkeit der tiergestützten Therapie nutzen möchten. Unsere Besuchs- und Therapiebegleithundeteams versuchen in der Pädagogik, Therapie, Altenpflege und sozialen Arbeit eine andere -vor allem emotional und sozial integrative – Beziehungsebene aufbauen, die Impulse für die Entwicklung von Menschen gibt, denn Menschen mit Demenz brauchen Erfolgserlebnisse. Inzwischen wird die Wirksamkeit der tiergestützten Therapie auch wissenschaftlich anerkannt.

Mit zunehmendem Alter leiden viele Menschen unter „normaler“ Vergesslichkeit. Eine Demenz ist jedoch weitaus mehr als eine Gedächtnisstörung. In ihrem Verlauf kommt es auch zu einer zunehmenden Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit, der Sprache, des Auffassungs- und Denkvermögens sowie der Orientierung. Somit erschüttert eine Demenzerkrankung das ganze Sein des Menschen – seine Wahrnehmung, sein Verhalten und sein Erleben. Am Anfang der Krankheit sind häufig Kurzzeitgedächtnis und Merkfähigkeit gestört, im weiteren Verlauf verschwinden auch bereits eingeprägte Inhalte des Langzeitgedächtnisses. Die Betroffenen verlieren so mehr und mehr die während ihres Lebens erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Tiere üben auf Menschen eine positive Kraft aus

Für die Mehrzahl der Demenzerkrankungen gibt es derzeit noch keine Therapie, die zur Heilung führt. Deshalb liegt das Hauptziel der Behandlung darin, die Lebensqualität der Kranken und ihrer Angehörigen zu verbessern. Unsere Besuchs- und Therapiebegleithunde können Dinge in Sekunden vollbringen, die Therapeuten und Fachkräfte oft monatelang oder gar nicht erreichen. Durch den gezielten Einsatz unserer Vierbeiner versuchen wir, positive Auswirkungen auf das Verhalten und Erleben, besonders von dementen Menschen, zu erreichen. Unsere Einsatzschwerpunkte sind dabei Bewegungsdefizite und Koordinationschwierigkeiten sowie nachlassende Alltagskompetenzen auszugleichen und durch die gezielte tiergestützte Aktivität die Beweglichkeit, Konzentration und Koordination zu fördern, stabilisieren, zu erhalten oder sogar wiederherzustellen.

Erinnerungen an früher werden wachgerüttelt

“Senioren erinnern sich an Situationen von früher, somit wird auf leichte Weise die Gedächtnisleistung trainiert. Unsere Hunde erreichen diese Menschen ohne Worte, sondern vielmehr auf einer emotionalen oder intuitiven Ebene, wie es andere Menschen und Therapeuten meist nicht schaffen. Sie dienen hier als „Türöffner“, da sie unvoreingenommen Zuwendung, Verständnis und das Gefühl des „gebraucht werden“ vermitteln und die Anregung zu weiterem Handeln der Menschen gestärkt wird”, sagt Jochen Gold, Staffelkommandant von der Besuchs- und Therapiebgeleithundestaffel Favoriten.

Gründe für eine tiergestützte Interaktion bei Demenz?

“Eine Vielzahl von Behandlungen zielt darauf ab, verbliebene Fähigkeiten der Erkrankten zu trainieren sowie ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Folgende gewünschte Effekte konnten wir bei unserer tiergestützten Arbeit mit Menschen, die an Demenz erkrankt sind, feststellen, betont Peter Erdle, Obmann vom Samariterbund Favoriten.

  • Verbesserung der Beweglichkeit
  • Reduktion von Stress und Anspannung
  • Verbesserung der Kommunikation
  • Befriedigung des Bedürfnisses nach Zuwendung und Zärtlichkeit
  • Verbesserung der Erinnerung
  • Verbesserung der Kontaktaufnahme zu den Mitmenschen
  • Verbesserung des Gefühls der Akzeptanz

 

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Bild: Samariterbund