Samariterbund: Reden wir über „Pflege Zukunft Wien“

Pflege ist mehr als “Waschen, Schnäuzten, Kämmen, Anziehen, ausziehen, aus dem Bett setzen und ins Bett zurück legen”. Laut einer Erhebung, die im Auftrag des Dachverbands Wiener Sozialeinrichtungen durchgeführt wurde, werden bis 2030 weitere 9.000 Pflegekräfte alleine in Wien gebraucht.  Fonds Soziales Wien, FH Campus Wien und der Wiener Gesundheitsverbund haben sich im Auftrag der Politik zur „Pflege Zukunft Wien“-Ausbildungsoffensive zusammengeschlossen. Der Samariterbund unterstützt diese Initiative.

Der Bereich in Österreich ist ein Fleckerlteppich aus pflegenden Angehörigen, 24-Stunden-Betreuern, Alten- und Pflegeheimen, mobilen Diensten und der Pflege in Krankenhäusern. Es sind Menschen die täglichen Aktivitäten nicht mehr allein schaffen und mehr als zwei Stunden täglich Hilfe benötigen. Die Mehrheit davon will zu Hause bleiben. In 45 Prozent der Fälle werden sie allein von Angehörigen gepflegt, rund ein Drittel bekommt Hilfe von mobilen Pflegediensten, fünf Prozent eine 24-Stunden-Betreuung. Pflege ist anstrengend und Pflegekräfte fehlen: Das hat auch demografische Gründe: Die Babyboomer-Generation fängt an, in Pension zu gehen und die Pflege ist gerade für junge Leute nicht sehr sexy, um es auf den Punkt zu bringen!

Auch der Samariterbund beschäftigt sich intensiv mit diesem Thema

Auch wir als Rettungs- und Sozialorganisation sind vermehrt auf gut ausgebildete Pflegekräfte angewiesen, denn das Wohlbefinden unser Klienten ist uns ein großes Anliegen. Wir bieten ein umfangreiches Pflege- und Betreuungsangebot sowie Soziale Dienstleistungen und gehen auf Bedürfnisse und Wünsche ein. Egal ob in den eigenen vier Wänden oder in einer unserer Einrichtungen. Unsere bewährten Dienstleistungen wie Hauskrankenpflege, Heimhilfe oder Besuchsdienst u.v.m. helfen Senior:innen dabei, mit Unterstützung so lang wie möglich eigenständig leben zu können.

#samaritergepflegt

“Uns ist es auch wichtig, unseren Mitarbeiter*innen im Pflegedienst eine Plattform zu bieten. Unter dem Motto “Samariterin pflegt” bzw. “Samariter pflegt” berichten sie aus ihrem Alltag. Nur dank ihres Engagements und Einsatzes ist #samaritergepflegt ein Markenzeichen. Auch das Freiwillige Sozialjahr und der Zivildienst bietet jungen Menschen die Möglichkeit, Praxiserfahrungen für eine spätere Ausbildung (z.B. Altenfachbetreuer*in, FH Soziale Arbeit, Medizinstudium etc.) zu sammeln.”, sagt Peter Erdle Obmann vom Samariterbund Favoriten und gleichzeitig Seniorenbeauftragter von Wien-Favoriten.

Pflegeoffensive Wien

Corona überschattet derzeit Vieles und dennoch darf die bereits mehrfach angekündigte Pflegereform nicht aus den Augen verloren werden. Ziel ist es, den Gesundheits- und Krankenpflegebedarf in Wien bei einer hohen Ausbildungsqualität zu decken. Dafür sollen ein inhaltlich und zeitlich durchlässiges Ausbildungssystem geschaffen und die Rahmenbedingungen in der Ausbildung verbessert werden. Die Ausbildungsoffensive ist Teil des Prozesses „Pflege Zukunft Wien“, der vom Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen koordiniert wird und alle Anstrengungen im Pflegebereich bündelt. Damit sollen sich künftig auch mehr Menschen für einen Job in der Gesundheits- und Krankenpflege entscheiden. Dazu gehört natürlich auch dass Wien alle Spitäler bis 2040 modernisiert damit auch das Arbeitsumfeld passt.

 

Pflege Zukunft Wien

 

Ausbildungen

 

Tätigkeitsbereiche

 

Links:

 

Helfen auch Sie mit!

 

Ihre SamariterInnen aus Wien Favoriten