Samariterbund Hilferuf: Freiwillige HelferInnen fehlen

Die Jahre der Krisen haben auch bei den Rettungs- und Sozialorganisationen ihre Spuren hinterlassen. Sie sind gefragt wie nie, kämpfen aber selbst mit Teuerungen und der Bindung der Freiwilligen. Egal, ob Lebensmittelausgabe, Mitarbeit in sozialmärkten, Lernbetreuung im Lern-LEO, Hilfe in Notlagen: Ohne ehrenamtliche Mitarbeiter wäre vieles unmöglich. Zwei Jahre Pandemie, Krieg in Europa und eine massive Teuerungswelle. Immer mehr Menschen in Wien stehen vor Herausforderungen, die sie nicht mehr alleine stemmen können. 

„Es ist paradox! Einerseits befinden wir uns in einer Situation, in der Rettungs- und Sozialorganisationen mehr denn je gebraucht werden. Gleichzeitig lässt uns die Bundesregierung, was die finanzielle Unterstützung in diesen herausfordernden Zeiten betrifft, im Regen stehen. Rund 300 Freiwillige haben Empfehlungen für ein effektives Freiwilligengesetz ausgearbeitet: bundesweite Versicherung,
steuerliche Absetzbarkeit von Ausgaben fürs Ehrenamt und professionelle Organisation von Einsätzen sind einige Punkte“, kritisiert Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes.

10,7 Milliarden Euro

Mit diesem Wert lässt sich die Arbeit der 3,5 Millionen Österreicher, die sich freiwillig engagieren, beziffern. 54 Prozent: Mehr als jeder zweite Wiener engagiert
sich in der einen oder anderen Form ehrenamtlich. Das ist bundesweit Platz 3 hinter Tirol und der Steiermark. Der soziale Wert ist hingegen unschätzbar groß. Dennoch: Für viele wird es immer schwieriger, sich ehrenamtlich zu betätigen. Doch nicht nur die finanzielle Situation erweist sich als schwierig. Auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter sind immer mühsamer zu finden und zu halten.

Auch unbezahlte Arbeit kostet Geld

Die Gründe sind vielfältig: So lässt sich der freiwillige Einsatz immer schwieriger mit dem Erwerbsleben verbinden. Ehrenamtliche müssen Mittel für ihr unbezahltes Engagement oft selbst aufbringen. Während der Pandemie ist die Aggression gegenüber Gesundheitspersonal stark gestiegen. 40 Prozent dachten bereits über die Beendigung oder Reduktion ihres Ehrenamts nach. Wir haben bemerkt, dass die Krise eine große Herausforderung in Bezug auf die Bindung und Motivation der Freiwilligen ist. Die sich ständig ändernden Rahmenbedingungen können den Engagiertesten zermürben. Und hat oft erhebliche negative Folgen. Die Jugendarbeit liegt praktisch seit zwei Jahren brach und wir suchen verzweifelt eine*n Jugendgruppen-Leiter*in.

Freiwillige sind eine wichtige Stütze unserer Gesellschaft

“Ohne ehrenamtliche Helferinnen und Helfer wäre die Arbeit von Non-Profit-Organisationen wie dem Samariterbund undenkbar. Setzen auch Sie Ihre Freizeit und Ihre Talente sinnvoll ein, um anderen zu helfen. Der Samariterbund ist dankbar für jede helfende Hand. Wenn sie bei uns beim Samariterbund Favoriten ehrenamtlich mitarbeiten wollen dann kontaktieren sie uns bitte persönlich unter 067683146 8000 bzw. unter Kontakt Samariterbund FavoritenAlle ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen erhalten eine Einschulung je nach Bereich und sind haftplicht- und unfallversichert. Wir bieten ein interessantes Tätigkeitsfeld, Teamtreffen, Supervisions- und Weiterbildungsangebote, Austausch und Vernetzung”, erklärt Peter Erdle, Obmann vom Samariterbund Favoriten. 

Vielen Dank auch für den Bericht in der Kronenzeitung vom 6. Juli 2022.

Der Samariterbund ist dankbar für jede helfende Hand!

 

Helfen auch Sie bitte mit!

 

Ihre SamariterInnen aus Wien Favoriten ❤️

Bild: Samariterbund