Denken Sie an Ihre Gesundheit! Am 17. Mai ist Welt-Bluthochdruck-Tag

Bluthochdruck zählt in Österreich zu den häufigsten chronischen Erkrankungen. Oft bleibt er lange unentdeckt. Auch der Samariterbund möchte am 17. Mai – am Welt-Hypertonie-Tag (auch Welt-Blutdruck-Tag genannt) – auf gefährliche Komplikationen der Erkrankung Hypertonie (Bluthochdruck) hinweisen, aber besonders über Vorbeugung und Erkennung informieren. Denn Wer seine Blutdruckwerte kennt, kann Gesundheitsrisiken abwenden und nimmt die eigene Gesundheit selbst in die Hand.

Bluthochdruck ist eine ernst zu nehmende, aber in vielen Fällen vermeidbare Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems. Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck schädigt die Gefäße und begünstigt die Entstehung lebensbedrohlicher Folgeerkrankungen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt. Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass ihr Blutdruck dauerhaft erhöht ist und dieser die Gesundheit erheblich beeinträchtigen kann. Für Frauen ist er laut einer neuen Studie noch gefährlicher als für Männer. Ihr zufolge führt schon gering erhöhter Blutdruck bei Frauen ab 40 zu einer Verdoppelung der Herzinfarkthäufigkeit. 

Wie hoch ist Ihr Blutdruck?

“Ein Gesundheitscheck kann Leben retten. Werden Erkrankungen bereits im Frühstadium entdeckt, ist Zeit für die Behandlung gewonnen und Spätfolgen können vermieden werden. Eine Vorsorgeuntersuchung kann idealerweise beim Hausarzt durchgeführt werden. Die Ziele der Untersuchung sind eine genaue Bestandsaufnahme des Gesundheitszustands und der Risikofaktoren eines Patienten sowie eine Beratung für ein gesünderes Leben. Beim Angebot der österreichischen Sozialversicherungsträger können Männer und Frauen ab dem 18. Lebensjahr einmal jährlich gratis an der Untersuchung teilnehmen”, erklärt Dr. med. univ. Andreas Bendtsen, Gruppenarzt & Medizinischer Leiter des Samariterbund Bildungszentrums Favoriten.

Wann ist der Blutdruck zu hoch?

Bluthochdruck ist leicht festzustellen und gut behandelbar! Unser Blutdruck ist abhängig von Alter, Geschlecht, Gewicht, Ernährung und Tageszeit. Von Bluthochdruck spricht man in der Regel, wenn der Blutdruck dauerhaft 140/90 mmHg oder mehr beträgt. Der optimale Blutdruck liegt bei 120/80 mmHg. Nützen Sie jeden Tag, um ein Auge auf Ihren Blutdruck zu werfen und lassen Sie bei Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke Ihren Blutdruck messen.

Was bedeutet „oberer“ und „unterer“ Wert?

Der Blutdruck wird in zwei Werten angegeben wie z.B.: 120/80 mmHg. 120 = systolischer Blutdruck („oberer Wert“): Dieser Wert wird gemessen, wenn das Herz sich während des Pumpvorganges zusammenzieht. 80 = diastolischer Blutdruck („unterer Wert“): Dieser Wert wird gemessen, wenn sich das Herz wieder mit Blut füllt.

Warum ist Bluthochdruck gefährlich?

Bluthochdruck, oder auch Hypertonie genannt, bedeutet, dass der Blutdruck im Blutgefäßsystem zu hoch ist. Dieser Zustand entwickelt sich oft schleichend und bleibt lange Zeit unerkannt, denn beinahe die Hälfte der Menschen mit Bluthochdruck wissen nichts davon. Unerkannter Bluthochdruck kann im Laufe der Jahre das Herz, die Blutgefäße, die Nieren und das Gehirn schädigen.

Das passiert bei hohem Blutdruck

Das Herz muss gegen einen zu hohen Druck pumpen: dies führt zu einer Überlastung und Schwächung des Herzmuskels. Gleichzeitig kommt es zu einer Schädigung der Blutgefäße. Um der Belastung standzuhalten, versteifen und verdicken sich die Gefäßwände. An der Gefäßinnenwand kommt es zu Verkalkungen und somit zu einer Gefäßverengung. Dies führt zu einer immer schlechteren Durchblutung und zu einer weiteren Druckbelastung. Das Herz pumpt und plagt sich somit immer mehr – der Teufelskreislauf beginnt.

Wie wird der Bluthochdruck behandelt?

Einen sehr wichtigen Teil der Bluthochdruck-Therapie haben Sie selbst in der Hand. Achten Sie dabei bitte auf:

  • Ausgewogene Ernährung
  • Regelmäßige Bewegung
  • Stressabbau
  • Verzicht auf Alkohol und Nikotin
  • Falls nötig auf Gewichtsreduktion
  • Reicht eine Lebensstiländerung nicht aus, um erhöhte Blutdruckwerte zu senken, ist eine medikamentöse Therapie erforderlich.

„RR“ – was bedeutet das?

RR steht für die Initialen des Nachnamens des italienischen Arztes Scipione Riva-Rocci (* 1863, †1937). Er war der Erfinder der Blutdruckmessung mittels Blutdruckmanschette.

Blutdruck-Selbstmessung

Die regelmäßige Blutdruck-Selbstmessung ist eine wichtige Ergänzung zur Messung bei Ihrer Ärztin, oder Ihrem Arzt. Folgende Punkten sollten dabei stets beachtet werden:

  • Messen Sie immer zur gleichen Zeit
  • Messen Sie erst, wenn Sie einige Minuten zur Ruhe gekommen sind
  • Sprechen Sie nicht während der Messung
  • Legen Sie das Messgerät exakt wie in der Beschreibung Ihres Gerätes angegeben an
  • Das ist entweder der Oberarm oder am Handgelenk auf Herzhöhe
  • Schreiben Sie Ihren Wert mit Datum und Uhrzeit auf
  • Wert von über 135/85 mmHg mit ihrem Arzt sprechen

 

Im Bezirk selbst kann vieles in Gang gesetzt werden, das sich positiv auf die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner auswirkt. Favoritens Bezirksvorsteher Marcus Franz möchte daher mehr niedergelassene Ärztinnen und Ärzte im Bezirk und ein Ärztezentrum am Verteilerkreis ansiedeln. Aus diesem Grund arbeitet der Samariterbund auch seit Jahren eng mit der Wiener Gesundheitsförderung zusammen und unterstützt dabei auch das Schwerpunktprogramm “Gesundes Favoriten”. ”, ergänzt Peter Erdle, Obmann vom Samariterbund Favoriten

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Bild:  Samariterbund