Samariterbund und der “Tag zum Management von Freiwilligen”

Mit dem Tag zum Management von Freiwilligen – gegründet 1985 – wird das Ziel verfolgt, die Arbeit von Freiwilligen-ManagerInnen zu würdigen, sie ins öffentliche Licht zu rücken und zu Diskussion und Austausch anzuregen. Der „International Volunteer Manager Day“ wird von einem kleinen internationalen Komitee innerhalb der UN getragen und von Gruppen aus 12 Staaten unterstützt. Das Motto 2021: „Was ist Exzellenz? – Über das Gewöhnliche hinausgehen“.

Gemeinnützige Organisationen wie der Samariterbund sind auf die Mitarbeit von Freiwilligen/Ehrenamtlichen angewiesen. Freiwilligenmanger*innen sind in unserer Organisation sehr oft selbst Freiwillige/Ehrenamtliche, die sich als Funktionäre dieser wichtigen Aufgabe annehmen. Was diese benötigen sind: spezifische Fachkompetenzen (Kenntnisse über die Zusammenarbeit mit Freiwilligen, Ziel und Zweck nicht profitorientierter Organisationen etc.), Methodenkompetenzen (Projektmanagement, Beratung, Gesprächsführung, Gruppenarbeit etc.), Sozialkompetenzen (Einfühlungsvermögen, Teamfähigkeit, sicheres Auftreten in der Öffentlichkeit etc.) u.v.m.

Gemeinsam mutig gestalten ist das Motto des Samariterbundes in Favoriten. In jedem Einsatzbereich den der Samariterbund in Wien anbietet und eine ehrenamtliche Tätigkeit möglich ist, gibt es unterschiedliche Motivationen die für den Erfolg entscheidend sind. Das Alter spielt dabei auch eine große Rolle. Das schöne für uns ehrenamtliche Freiwilligenmanager*Innen ist, dass wir dabei auf hauptamtliche Strukturen zurückgreifen können. Diese unterstützen uns mit mit Rat und Tat sowie mit diversen Prospektmaterialien wie z.B. Wellcome-Mappen für neue Ehrenamtliche u.v.m. Neue Ehrenamtliche bekommt man, wenn du die Motivationsgrundlage deiner Freiwilligen kennst und eine gute Atmosphäre in der Gruppe schaffen kannst”, erklärt Peter Edle, Obmann vom Samariterbund Favoriten.

Neben dem Motiv „etwas Gutes für die Gesellschaft zu tun“, rückt immer mehr der Wunsch der Engagierten nach individueller Weiterentwicklung und Selbstverwirklichung in den Vordergrund. Wollen wir Freiwillige für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in unserer Organisation gewinnen, müssen wir auf die Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement, die sich in den letzten 25 Jahren sehr verändert haben, verstärkt eingehen. Ein Großteil der Freiwilligen von heute möchte sich nicht mehr längerfristig an eine Organisation binden, sondern sich für eine bestimmte Zeit projektorientiert engagieren.

Engagement soll attraktiv sein, Spaß machen, Gestaltungsspielraum und Teilhabemöglichkeiten bieten und von der Organisation entsprechend unterstützt und anerkannt werden. Neben der Entwicklung einer diese Rahmenbedingungen einbeziehenden Strategie und der Bereitstellung von finanziellen und personellen Ressourcen für ein professionelles Freiwilligen-Management gilt es für gemeinnützige Organisationen deshalb, gerade diese individuellen Bedürfnisse stärker mit einzubeziehen und so den Strukturwandel im Ehrenamt aktiv mitzugestalten.

Das Freiwilligenmanagement kann – wie das Prozessmanagement auch – zyklisch dargestellt werden: Bedarf und Talent identifizieren – Organisation aufstellen und Stellen definieren – Ehrenamtliche gewinnen – Ehrenamtliche einarbeiten und im Alltag begleiten – Anerkennung schaffen – Beziehung von Haupt- und Ehrenamt gestalten – Erfolg überprüfen, betont Erdle.

Als Obmann der Gruppe Favoriten und Mitglied des Landesvorstandes vom Samariterbund Wien möchte ich mich heute speziell bei allen Funktionären und Freiwilligenmanager*innen für euer großes Engagement und vor allem für eure Zeit bedanken, denn nur als Team können wir als rein ehrenamtliche Gruppe weiterhin erfolgreich sein.

Euer Peter Erdle