Mit Therapiebegleithunden für das Wohl schwerkranker Menschen

Seit Mai 2018 bietet das mobile Palliativ- und Hospizteam der Mobilen Hauskrankenpflege des Fonds Soziales Wien (FSW) in Kooperation mit der Hundestaffel des Samariterbunds Favoriten (ASB Favoriten) seinen KundInnen den Besuch von Therapiebegleithunden an. „Wir nehmen unsere Aufgabe, beste Betreuung in den eigenen vier Wänden sicherzustellen, sehr ernst. Die ergänzende Begleitung durch Therapiebegleithunde hat direkten Einfluss auf die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Betroffenen und ist so auch ein Gewinn für die Angehörigen“, so die Leiterin des FSW-Palliativteams, Elwira Etzel, MSc. und selbst Therapiebgeleithudneführerin.

Trost, Freude, Lebensqualität und Würde durch Nähe und Wärme: Das schenken die Vierbeiner Menschen mit schwerer und unheilbarer Erkrankung. Neben körperlichen Verbesserungen wie dem Senken der Herzfrequenz wirkt sich der tierische Kontakt vor allem positiv auf die Psyche aus. „Die Hunde sprechen auf der Gefühlsebene mit den Patientinnen und Patienten. Das warme Fell, die regelmäßige Atmung und der unvoreingenommene Kontakt sorgen für Kommunikation, Entspannung und reduzierten Stress“, so Obmann Peter Erdle, Gründer der Besuchs- und Therapiebegleithundestaffel des Samariterbundes Favoriten.

Anerkennung als Therapiebegleithund

Voraussetzend für die Zulassung zum Therapiebegleithund ist das Absolvieren einer einjährigen Ausbildung zum ASB-geprüften Besuchshundeteam, d.h. für HundeführerIn und Hund. Die anschließende Zertifizierung erfolgt durch das Messerli Forschungsinstitut der Veterinärmedizinischen Universität Wien und muss jährlich erneuert werden. Aktuell sind in der Hundestaffel Favoriten elf ehrenamtliche Mensch-Tier-Teams tätig, sieben weitere befinden sich in Ausbildung. Im Rahmen der 45-minütigen Einsätze werden die Hunde mit Streicheleinheiten, Lob oder Leckerlis belohnt. Bereits seit mehr als zehn Jahren setzt die Hundestaffel des ASB ihre Therapiebegleithunde erfolgreich im Kontakt mit Kindern, älteren Menschen oder Personen mit körperlicher und/oder geistiger Beeinträchtigung ein. Der Einsatz in der Palliativbetreuung wird im Rahmen der Kooperation mit dem FSW erstmals erprobt.

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