Samariterbund und Weltwassertag

Jährlich am 22. März findet der Weltwassertag statt. Der Samariterbund nimmt diesen Tag zum Anlass um die Bedeutung des Wassers für den Menschen aufmerksam zu machen, denn sauberes Wasser und Sanitärversorgung ist eines der 17 Ziele für eine Nachhaltige Entwicklung. Fast 2,2 Milliarden Menschen auf der Welt haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und fast 80 % der Krankheiten in den insoweit unterversorgten Entwicklungsländern sind das traurige Ergebnis einer unzureichenden Wasserqualität. Gehen wir bitte alle mit dieser wichtigen Ressource sparsam um, denn Wasser sparen zahlt sich aus!

Wasser ist für uns in Österreich ein selbstverständliches Gut. Einfach den Wasserhahn aufdrehen und Hochquellwasser genießen? In Wien ist das möglich. Wasser ist jedoch eine begrenzte und zunehmend knappe Ressource. Die Verfügbarkeit und Qualität von Wasser ändert sich aktuell dramatisch aufgrund des Bevölkerungswachstums, sich ändernder Konsummuster und des Klimawandels und wird zur größten Herausforderung für uns Menschen. Wie wichtig sauberes Trinkwasser ist, merkt man erst, wenn keines mehr zur Verfügung steht. Der Nutur- und Klimaschutz und speziell der Gewässerschutz gewinnt daher immer mehr an Bedeutung.

Jeder hat ein Recht auf sauberes Wasser

Dennoch haben immer noch über 700 Millionen Menschen auf der Erde keinen Zugang dazu. Jedes Jahr erkranken und sterben über zwei Millionen Menschen, weil sie verschmutztes Wasser trinken müssen. Am meisten leiden die Schwächsten, vor allem die Kinder. Schmutziges Wasser ist die Hauptursache für Krankheiten wie Durchfall, Cholera und Thyphus, Bilharziose, Malaria und Gelbfieber. Die Internationalen Einsätze und die Humanitäre Hilfe des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs gewinnen daher immer mehr an Bedeutung.

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser immer wichtiger

Die weltweite Wasserknappheit birgt zunehmendes Konfliktpotential denn sauberes Wasser und Hygiene entscheiden oft über Leben und Tod. Wasser ist daher oft das Notfallmedikament Nummer eins. Der weltweite Verbrauch ist heute sechs Mal so hoch wie noch vor 100 Jahren. Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum, sowie veränderte Konsumgewohnheiten führen zu einem andauernden Anstieg des Wasserverbrauchs. Gerade in den Katastrophen- und Krisengebieten ist trinkbares Wasser für viele Menschen Mangelware. Heftige Regenfälle, Murenabgänge und Überschwemmungen, in solchen Situationen ist man froh wenn man mit sauberen Trinkwasser versorgt wird.

Hilfe von Mensch zu Mensch

“Vor allem nach Katastrophen oder in Krisengebieten ist Wasser ein wertvolles Gut. Der Katastrophenhilfsdienst des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs hilft bei Katastrophen im In- und Ausland, darunter auch unsere ausgebildeten Trinkwasserspezialisten. Immer wieder sind sie im Ausland im Einsatz und kümmern sich um die elementarsten Grundbedürfnisse von Menschen in Not. Im Einsatz sind Trinkwasseraufbereitungsanlagen (TWA), um aus verschmutztem Wasser reines Trinkwasser zu erzeugen und damit Leben zu retten. Aber auch nach verheerenden Überschwemmungen im Inland, wo Menschen alles verloren haben, unterstützt der Samariterbund mit Soforthilfe-, Betreuungs- und Wiederaufbau-Programmen”, erklärt Alois Pommer, Auslandshilfe-Experte vom Samariterbund Favoriten.

 

Wasser birgt jedoch auch Gefahren!

“Die Samariterbund Wasserrettung beschäftigt sich mit Präventivmaßnahmen wie z.B. der Abhaltung diverser Schwimmkurse und macht Wasserrettungsdienste an öffentlichen Gewässern und in Freibädern. Gerade nach Hochwasser ist die koordinierte Hilfe besonders wichtig. PS: Der Wasserturm in Favoriten steht auf der Kuppe des Wienerberges in Favoriten. Er ist eines der markantesten Bauwerke im Stil des industriellen Historismus.”, ergänzt Peter Erdle, Obmann vom Samariterbund Favoriten.

 

Wasser – Ein wertvolles “Lebenselixier” und Gold des 21. Jahrhunderts

Eine sichere Wasserversorgung bei Notfällen ist in Wien sizum größten Teil sichergestellt. Es gibt auch eine klare Strategie “Wiener Wasser 2050” – für eine sichere Trinkwasserversorgung für die Zukunft. Wien ist seit Dezember 2001 die erste und bis dahin einzige Stadt der Welt, die das Trinkwasser mit einer Verfassungsbestimmung geschützt hat. Mit der Wiener Wassercharta soll das berühmte Hochquellwasser als Lebensgrundlage für nachfolgende Generationen gesichert werden. Sind wir bitte alle sorgsam im Umgang mit Trinkwasser – Danke. 

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