Kind & Hund: 12 goldene Regeln

Damit diese Begeisterung ein Leben lang erhalten bleibt, …

Samariterbund – Verhaltenstipps mit Hunden

Der Kontakt mit Haustieren in der Kindheit bedeutet nicht nur Spaß und emotionale Geborgenheit für Kinder, sondern ist ein wesentlicher Faktor in der Entwicklung von sozialer und emotionaler Intelligenz und körperlicher Gesundheit.

Damit diese Wirkungen eintreten, müssen Eltern jedoch darauf achten, dass Hund und Kind lernen, miteinander umzugehen.

Ein Falscher Umgang mit Hunden kann für Kinder zur Gefahr werden

Kinder sind in ihren Reaktionen unberechenbarer als Erwachsene, was oft zu Missverständnissen zwischen Hund und Kind führt. Der Hundeführerschein bietet interessierten Hundefreunden eine ideale Grundlage für den richtigen Umgang mit dem Familienhund.

Was ist eigentlich ein Therapiebegleithund

Ein zertifizierter Therapiebegleithund ist ein speziell ausgebildeter Hund, der gemeinsam mit seiner/seinem Besitzer/in (HundeführerInnen) Menschen mit Therapiebedarf in sozialen, öffentlichen Institutionen oder in den eigenen vier Wänden besucht. Die Tiertherapie, als komplementäres und gezielt eingesetztes Behandlungsverfahren, schafft eine neue Perspektive und Lebensfreude bei Betroffenen. Stress wird durch basale Stimulation (das Fell, die Atmung und die Wärme) reduziert.

Ziel

  • Verbesserung des seelischen Wohlbefindens der KundInnen (Trost, Ablenkung, Freude, Entspannung, Zuwendung , Körperkontakt und unbeschwerte Stunden spenden)
  • Förderung der Kommunikation in einer lebensbedrohenden Situation
  • Schaffen einer beruhigenden Atmosphäre, in der die unterstützende Einbindung der An- /Zugehörigen in den Krankheitsverlauf erleichtert wird (Tier als vermittelndes Medium)
  • Reduktion des Angst- und Schmerzerlebens

Kernaufgabe

  • Betreuung von Menschen mit schweren und unheilbaren Erkrankungen in ihrer häuslichen Umgebung im Rahmen von psychologischen und sozial-integrativen Einsätzen
  • Betreuung von Menschen mit kognitiven, sozial-emotionalen und/oder motorischen Einschränkungen
  • Beziehungsarbeit/Aufbau von Beziehungen ermöglichen

Besondere Einsätze

Einsatz von Therapiebegleithunden im mobilen Palliativ- und Hospizteam der FSW-WPB.

Vorteile für das Palliativ- und Hospizteam

  • Alleinstellungsmerkmal in der Wiener Palliativ-Versorgungslandschaft
  • Zusätzliche Verbesserung der Lebensqualität der KundInnen (z.B. durch verbesserte psychische Verfassung)
  • Kosten für Impfungen, Hygienemaßnahmen und sonstige Aufwendungen sind durch Partner abgedeckt

Nachteile

  • keine

Hunde sicher verstehen

Seit Jahrtausenden zählt der Hund zu den treuesten Begleitern der Menschen. Leider haben viele Menschen nie gelernt, Signale und Zeichen dieser Vierbeiner richtig zu deuten. Hunde reagieren sehr sensibel auf menschliches Verhalten und oft anders als wir es erwarten, denn die Verhaltensmuster von Hund und Mensch sind von Natur aus unterschiedlich.

Hunde „sprechen“ ganz deutlich über Körpersprache, Mimik und Distanz – auch mit uns Menschen, wenn wir zuhören! Der nachfolgende Ratgeber soll das Zusammenleben mit Hunden verbessern: Er ist sinnvoll für TierhalterInnen, aber auch hilfreich für diejenigen, die bei Begegnungen mit Vierbeinern noch unsicher sind.

Tiergestützten Interventionen/Aktivitäten

Tiergestützte Interventionen/Aktivitäten, egal ob im Bereich der Pädagogik, Pflege oder Therapie sind als äußerst wertvoll einzuschätzen. Wo die Schulmedizin und gewöhnliche Rehabilitationsmaßnahmen an ihre Grenzen stoßen, kann ein Tier neue Impulse setzen.

Ebenso kann die tiergestützte Arbeit präventiv wirken und kostspielige Therapien vermeiden. Einen Hund innerhalb einer Einrichtung zu integrieren setzt viel Engagement, Zeit, Training, vor allem aber ein großes Fundament an theoretischem Grundwissen voraus.

Wir integrieren das Team also Mensch und Hund in das pädagogische, pflegerische oder therapeutische Konzept und das erfolgt von speziell geschultem Fachpersonal. Nur so werden Mensch und Tier zu einem Team, welches auf gegenseitigem Vertrauen miteinander arbeitet, um erfolgreich ein Ziel, nämlich die Rehabilitation oder Gesundung eines Menschen, verfolgen zu können.

Hunde im Kindergarten und Schule

Geprüfte Hunde und geschulte Hundeführer der Therapiebegleithundestaffel vom Samariterbund Favoriten besuchen Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen. Dort lassen sie Kinder spielerisch erfahren, wie sich ein Hund verhält, warum das so ist, und wie sich die Kinder am besten im Umgang mit Hunden verhalten.

Durch den Kontakt mit speziell ausgebildeten und geprüften Hunden erfahren Kinder, wie ihr Verhalten auf ein Tier wirkt, und wie sie ihm verantwortungsvoll und ohne Berührungsängste begegnen können. Wissensvermittlung rund um den Hund, Bewegung und Koordination sowie die Förderung von sozialen Kompetenzen können Ziele dieser Einheiten sein. Kinder lernen spielerisch, wie ein Hund “spricht”: Was es z.B. bedeutet, wenn er mit dem Schwanz wedelt und wie sie sich dem Vierbeiner gegenüber verhalten sollten, um mit ihm Freundschaft zu schließen.

Wenn die Hunde am Unterricht teilnehmen, sind die Kinder automatisch ruhiger, rücksichtsvoller und aufmerksamer. Verbale und körperliche Aggressionen gehen zurück, und die Kinder sind aufgeschlossener und spontaner.

12 goldene Regeln für Kinder

Die meisten Kinder lieben Hunde. Damit diese Begeisterung ein Leben lang erhalten bleibt, sollte man dem Nachwuchs rechtzeitig erklären, wie Hunde “ticken”. Für Kinder spielen Hunde eine ganz besondere Rolle: Im Umgang mit ihnen lernen sie Verantwortung, Fürsorge, Freundschaft und Rücksichtnahme.

Das richtige Verhalten im Umgang mit dem Hund will allerdings gelernt sein:

  • 1. Störe niemals einen Hund beim Fressen. Versuche nicht, ihm sein Futter wegzunehmen.
  • 2. Laufe nie vor einem Hund davon. Auch nicht, wenn du Angst vor ihm hast!
  • 3. Kein Hund ist wie der andere. Begegne deshalb jedem Hund vorsichtig.
  • 4. Wenn Du mit einem Hund spielst, achte darauf, seinen Zähnen nicht zu nahe zu kommen.
  • 5. Wenn ein Hund nach Dir greift, halt still!
  • 6. Versuche niemals, raufende Hunde zu trennen.
  • 7. Vermeide alles, was ein Hund als Bedrohung auffassen könnte.
  • 8. Schau einem Hund nicht starr in die Augen.
  • 9. Ganz gleich, wie lieb ein Hund aussieht – gehe nur zu ihm, wenn sein Besitzer es dir erlaubt hat!
  • 10. Zieh den Hund nicht am Schwanz und tritt nicht drauf!
  • 11. Achte darauf, dass ein Erwachsener in der Nähe ist, wenn du mit einem Hund spielen möchtest.
  • 12. Behandle einen Hund gut.

Ihre SamariterInnen aus Wien Favoriten

Quelle: VDH und Royal Canin
Quelle: BMGF
Foto: Samariterbund Favoriten