Vermögen in Österreich: Reichstes Prozent deutlich reicher

Österreich ist eines der reichsten Länder der Welt. Der Gegensatz zwischen Arm und Reich zeigt sich nicht nur im Vergleich der Ärmsten mit den Reichsten. Die Gegenüberstellung der oberen und unteren Bevölkerungshälfte zeigt, dass der Besitz nicht annähernd gleichmäßig verteilt ist. Doch was hat der Samariterbund damit zu tun???

Über das Vermögen in Österreich: Das Reichste Prozent deutlich reicher als bisher bekannt. Laut einer Studie der Arbeiterkammer ist Vermögen in Österreich deutlich ungleicher verteilt als bisher bekannt. Doch wie weit klafft sie nun auseinander, die Schere zwischen Arm und Reich? Doch es gibt Samariterbund-Projekte im Kampf gegen Armut

D.h. das reichste Prozent sitzt auf einem Vermögen von mehr als 2,2 Millionen Euro. Ökonomen haben die Vermögensverteilung in Österreich im Auftrag der Arbeiterkammer erforscht. 83.000 Euro: So groß ist das mittlere Vermögen eines Haushalts in Österreich. Dazu zählt Erspartes, Immobilien, teure Möbel und so weiter. Schulden muss man freilich abziehen. Die Zahl stammt aus einem neuen Online-Vermögensrechner, den die Arbeiterkammer (AK) Mitte Dezember präsentiert hat.

Corona-Krise verschärft Ungleichheiten

Was bereits vor Beginn der Corona-Krise alles andere als rosig aussah, wird sich nun vermutlich noch weiter verschlimmern: „Der massive Rückgang des gesamtwirtschaftlichen Einkommens durch die Corona-Krise wird die Frage der Einkommensverteilung in Zukunft noch mehr in den Mittelpunkt des wirtschaftspolitischen Interesses rücken, sagt Erdle abschließend.

Keine Besserung in Sicht

Die Ungleichheit in der Verteilung von Vermögen und Einkommen wird in Wissenschaft und Gesellschaft intensiv diskutiert, doch wird sie auch von der Bevölkerung als ungerecht wahrgenommen? Eine Studie der AK Wien zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der österreichischen Bevölkerung die Verteilung von Vermögen für unfair hält und die Spitzeneinkommen als zu hoch empfindet. Gerecht empfinden die Menschen in Österreich eine Verteilung auf Basis eigener Leistung statt einer Geburtslotterie. Diese Diskrepanz führt zu Enttäuschung und gefährdet in der Folge Demokratie und sozialen Zusammenhalt.

Sehr stark sieht man dieses Missverhältnis auch im Vergleich von Löhnen und Managergehältern. Die Lücke hat sich in den vergangenen Jahren rasant gesteigert. Aussicht auf Besserung gibt es kaum: “Die Vermögensungleichheit bleibt seit Jahren auf konstant hohem Niveau und zählt zu den höchsten in ganz Europa“, sagt Peter Edle, Obmann vom Samariterbund Favoriten.

Erbschaften sind noch viel ungleicher verteilt!

Wer viel Vermögen besitzt, kann sich politisch mehr Gehör verschaffen als andere und Vorteile auf Kosten der breiten Bevölkerung erlangen. “Erbschaften sind damit ein zentraler Grund für die ungleiche Verteilung von Vermögen, durch die sich die Spirale der Ungleichheiten weiterdreht”, ergänzt Erdle.

 

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Foto: pixabay