Zahlen und Fakten zum Pflegewesen in Österreich

Wer wird in Österreich gepflegt, und wer bezahlt das?

Samariterbund – Gesundheits- & Sozialinfo!

Der Lebenspartner wird schwer krank. Die Eltern können das tägliche Leben nicht mehr alleine bewältigen. Solche Schicksalsschläge treffen tausende Menschen in Österreich.

Und sie bedeuten, dass wir uns dann plötzlich die Frage stellen, wie wir unsere Lieben versorgen und versorgen lassen. Welche Pflegeleistungen nehmen Menschen in Anspruch? Wer stellt die Pflegekräfte? Und welche Zukunft hat die 24h-Pflege? Hier die Statistik mit den wichtigsten Zahlen aus Österreich.

Pflege in Zahlen

456.000 Menschen sind heute in Österreich auf Pflegeleistungen angewiesen. Das ist mehr als das Bundesland Vorarlberg Einwohner hat. Jeden Tag kommen 27 neue Fälle dazu. Im Jahr 2050 werden 750.000 Menschen Pflegeleistungen brauchen. Pflegeorganisationen schätzen, dass es bis 2050 rund 40.000 zusätzliche Fachkräfte in der Langzeitpflege braucht, um den Bedarf zu decken. Etwa 80 Prozent aller pflegebedürftigen Menschen in Österreich werden laut Sozialministerium von Angehörigen zu Hause gepflegt.

Pflegemanagement

Care-ManagerInnen sind Schnittstellen zwischen der pflegebedürftigen Person sowie deren Angehörigen und den Krankenkassen sowie deren Vertragspartnern. Care-ManagerInnen beraten über Leistungen in der Pflege, helfen bei Behördengängen. Sie selbst pflegen allerdings nicht und greifen auch sonst nicht in medizinische Behandlungen ein.

Zwei Drittel (mobile Dienste) bis annähernd drei Viertel (stationäre Dienste, Kurzzeitpflege, alternative Wohnformen) der betreuten Menschen in Österreich sind Frauen (Quelle: Statistik Austria, 2016). Bei den Pflegekräften ist der Frauenanteil noch höher: 92 Prozent bei den mobilen Diensten, 84 Prozent bei den stationären Diensten.

In Österreich werden 5,7 Mrd. für Pflege ausgegeben

5 Milliarden davon bezahlt der Staat, der Rest muss privat getragen werden. ÖVP und FPÖ sinnieren nun über eine Pflegeversicherung. Die würde wie folgt aussehen: Sie würde von den Beschäftigten bezahlt werden, die Lohnnebenkosten müssten um 3 Prozent erhöht werden. Erst dann kommen genug Einnahmen zusammen, um den Pflegebedarf über eine zusätzliche Versicherungsleitung zu decken.

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