Zahlen und Fakten zum Pflegewesen in Österreich

Wer wird in Österreich gepflegt, und wer bezahlt das?

Samariterbund – Gesundheits- & Sozialinfo!

Österreich wird älter und damit wachsen die Bedürfnisse der alten Generation. Wer braucht Pflege und wie viel bezahlt der Staat dafür?

Die Statistik Austria hat exakte Zahlen

Im Jahr 2016 haben in Österreich insgesamt rund 250.000 Personen Betreuungs-und Pflegedienste in Anspruch genommen. Der Großteil, fast 60 Prozent, wurde durch mobile Dienste, dazu zählt etwa die häusliche Betreuung oder die Hilfe bei der Haushaltsführung, unterstützt. Ein Drittel war in stationärer Betreuung, das heißt vor allem in Pflegeheimen oder Seniorenheimen mit durchgehender Präsenz von Betreuungs-und Pflegepersonal, untergebracht. Der restliche Anteil teilt sich auf alternative Wohnformen und teilstationäre Tagesbetreuung auf.

Wir haben in der Zeitperiode zwischen 2011 und 2016 einen Anstieg bei den betreuten Personen von etwa 15 Prozent, wobei sich insbesondere die Bereiche der mobilen Pflege mit einem Plus von 19 Prozent und der teilstationären Tagesbetreuung mit einem Zuwachs von über 48 Prozent als besonders dynamisch erweisen.

Der Hauptgrund für den erhöhten Betreuungs-und Pflegebedarf liegt in der demografischen Entwicklung

Wir haben heute einen Bevölkerungsanteil der 65-plus-Jährigen von knapp 19 Prozent. Vor zehn Jahren waren das noch 17 Prozent. Neben der demografischen Entwicklung sind aber auch andere Gründe wie die Tendenz, in immer kleineren Haushalten zu leben, und die erhöhte Erwerbsbeteiligung – vor allem von Frauen, die den weit überwiegenden Teil der Betreuungs-und Pflegeleistungen erbringen -zu nennen.

Wie viel wird in Österreich für Betreuungs- und Pflegedienste ausgegeben?

Im Jahr 2016 wurden insgesamt knapp 3,5 Milliarden Euro für Betreuung und Pflege ausgegeben. Aufgrund von Einnahmen in der Höhe von 1,5 Milliarden Euro, vor allem aus Eigenbeiträgen der betreuten Personen, verbleibt den Ländern und Gemeinden ein Finanzierungsbedarf von 1,9 Milliarden im Rahmen der Sozialhilfe bzw. Mindestsicherung. Drei Viertel der Ausgaben entfallen auf die stationären Dienste, wobei in diesem Bereich 46 Prozent durch Einnahmen abgedeckt werden.

Wie viele Menschen arbeiten in Pflegeberufen?

In den Betreuungs-und Pflegediensten arbeiteten zu Jahresende 2016 insgesamt rund 65.500 Personen, wovon ein Drittel im mobilen Bereich und zwei Drittel in den teilstationären und stationären Einrichtungen und Wohnformen tätig waren.

Woher kommen diese Zahlen?

Mit dem Pflegefondsgesetz wurde die Statistik Austria verpflichtet, ab dem Berichtsjahr 2011 jährlich eine Pflegedienstleistungsstatistik zu erstellen. Die Zahlen zu den Betreuungs-und Pflegediensten werden von den Ländern an die Statistik Austria geliefert.

Auch wenn damit die Datenlage in diesem Bereich deutlich verbessert werden konnte, wäre noch eine weitere Harmonisierung der von den Bundesländern angewandten Begriffsabgrenzungen im Sinne der besseren Vergleichbarkeit anzustreben.

Auch die statistische Abdeckung des mobilen Bereichs, insbesondere was die Palliativ-und Hospizdienste oder die derzeit ausgenommene, aber zunehmend an Bedeutung gewinnende 24-Stunden-Betreuung betrifft, könnte noch gesteigert werden.

Pflegestatistik

Jede Woche beantwortet der Chef der Statistik Austria, Konrad Pesendorfer, Fragen zu seinen neuesten Daten, die Politiker kennen sollten, ehe sie Entscheidungen treffen

Welche Betreuungs-und Pflegedienste wurden 2016 in Anspruch genommen?

34% Stationäre Dienste inkl. Kurzzeitpflege
5% Alternative Wohnformen
3% Teilstationäre Tagesbetreuung
59% Mobile Dienste

Wie hat sich die Nutzung von Betreuungs-und Pflegediensten seit 2011 verändert?

Insgesamt betreute/gepflegte Personen +15%
Mobile Dienste +19%
Stationäre Dienste inkl. Kurzzeitpflege +8%
Alternative Wohnformen +8%
Teilstationäre Tagesbetreuung +48%

Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Pflegedienstleistungsstatistik
Bild: pixabay

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