VetMed-Studie widerlegt die Rasselisten

Hundebiss-Statistik und standardisierte Risikoanalyse

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Es gibt keine gefährlichen oder ungefährlichen Hunderassen. Ob ein Hund gefährlich ist oder nicht hängt davon ab, wie er aufwächst, sozialisiert und erzogen wird.

Das ist Ergebnis einer Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Als Konsequenz daraus sollen die Rasselisten abschafft und Hunde individuell hinsichtlich ihrer Gefährlichkeit beurteilt werden. Vorgesehen ist eine flächendeckende Hundebissstatistik und eine standardisierte Risikoanalyse. Wer für die Dokumentation der bundesweit anfallenden Hundebisse zuständig sein wird, ist noch nicht klar. Auch muss geklärt werden, was unter einem „Biss“ zu verstehen ist.

Die Kompetenz das Tierschutzgesetz liegt bei den Bundesländern

Bisher differieren die Pflichten für Hundebesitzer österreichweit. In der Studie der VetMed wurden mehr als 13.000 Hunde aus 31 unterschiedlichen Rassen untersucht. Daraus lasse sich keine Beurteilung als Listen- oder Kampfhund nach Rasse ableiten, im Gegenteil, es seien innerhalb der Rassen sehr große Verhaltens- und Wesensunterschiede festgestellt worden. Der Hundehalter steht auf jeden Fall im Vordergrund.

Rechtsexpertin zerpflückt Hundegesetze

Wer das Gefahrenpotential der Hundehaltung minimieren möchte, muss bei Züchter und Halter ansetzen und nicht beim Hund. Aus dieser Sicht stellt DDr. Regina Binder, Tierrechtsexpertin an der Veterinärmedizinischen Universität Wien, den Gesetzgebern in Österreich, Deutschland und der Schweiz ein vernichtendes Zeugnis aus.

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Bild: pixabay.com
Quelle: petdoctors.at