Rettungsdienst und der Transport unter Reanimation

Studie: Wie effektiv sind Thoraxkompressionen während der Einsatzfahrt?

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Wissenschaftler der National University of Ireland aus Galway haben untersucht, wie effektiv Thoraxkompressionen sind, die während der Einsatzfahrt in einem Rettungswagen erfolgen. Das European Resuscitation Council (ERC) berichtet jetzt über die Ergebnisse.

Immer wieder kommt es vor, dass eine Reanimation auf dem Weg in das Spital eingeleitet bzw. fortgesetzt werden muss. Die Rettungskräfte befinden sich dann in einem Dilemma: Aus Sicherheitsgründen sollten sie während der Fahrt angeschnallt auf einem Betreuerplatz sitzen. Thoraxkompressionen sind in dieser Position kaum möglich.

Sofern keine automatische Reanimationshilfe zur Verfügung steht, wird die Herzdruckmassage deshalb stehend durchgeführt. Die Rettungskräfte gehen dabei das große Risiko ein, sich im Falle eines Unfalls oder eines abrupten Bremsmanövers zu verletzen.

Das zeigt die Studie

Die Wissenschaftler in Irland verglichen in ihrer Studie Thoraxkompressionen zwischen einer ungesicherten Stand- und einer gesicherten Sitzposition während einer simulierten Einsatzfahrt. In Bezug auf die Gesamtanzahl der Kompressionen und der Kompressionsrate konnten keine Unterschiede festgestellt werden. Die mittlere Tiefe in der ungesicherten Position war allerdings signifikant größer. Die Teilnehmer waren ebenfalls der Meinung, dass die von ihnen im Stehen durchgeführten Thoraxkompressionen wirksamer gewesen sein dürften.

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Quelle: European Resuscitation Council
Bild: Samariterbund