Schaulustige werden zur Kassa gebeten

Unfallvoyeure Wegweisung und bis zu 500 Euro Strafe für Gaffer

Samariterbund – Sicherheitsinfo!

Wer Einsätze behindert, fotografiert oder filmt muss bis zu 500 Euro Strafe zahlen. Im Extremfall müssen Gaffer eine Woche lang in Haft. Sollte eine Person wiederholt Blaulichtorganisationen behindern, drohen sogar zwei Wochen Haft.

Das erweiterte Sicherheitspolizeigesetz ermächtigt die Polizei, unerwünschte Zuseher von Unfallstellen “wegzuweisen”. Wenn sich diese weigern, zu gehen, werden die Strafen fällig. Begleitend soll es schon bald eine Werbekampagne der Asfinag geben.

Bewusstseinsbildung ist das Ziel

Durch das langsamere Fahren oder Stehenbleiben kommt es zum Stau, auch auf der Gegenfahrbahn. Folge-Unfälle bleiben da oft nicht aus. Die Rettungskräfte wissen, dass manchmal jede Sekunde zählt, um das Leben der Opfer zu retten. Manche Maßnahmen, wie eine Reanimation nach einem Herzstillstand oder die Stoppung einer Blutung, müssen sofort erfolgen.

Bei Staubildung: Rettungsgasse

Seit 2012 ist auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen bei Staubildung die Rettungsgasse Pflicht! Diese funktioniert jedoch nur dann, wenn sich alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer daran halten und den Einsatzkräften eine schnelle und sichere Zufahrt zum Unfallort ermöglichen. Das Befahren einer Rettungsgasse auf Autobahnen und Schnellstraßen wird wie Fahren unter Alkoholeinfluss oder Missachten des Rotlichts ein Vormerkdelikt. Die Novelle des FSG tritt mit November 2019 in Kraft!

Wenn Sie zu einem Unfall kommen, sollten sie zunächst hinschauen und vor allem helfen. Wenn Sie einen Unfall im Straßenverkehr beobachten, sind Sie verpflichtet, zu helfen. Ansonsten begehen Sie die Straftat „Unterlassene Hilfeleistung“. Wenn jemand selbst nach einer Wegweisung stört, behindert er womöglich die Rettung eines Menschen. Neben der Behinderung der Einsatzkräfte durch Gaffer ist das Fotografieren oder Filmen von verunglückten Autos und Verletzten zu unterlassen.

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Quelle: BM.I
Bild: Samariterbund