Augen auf beim Kauf der richtigen Sonnenbrille
Was Sie alles beachten sollten!

Samariterbund – Sicherheitstipp
Beim Kauf einer Sonnenbrille achten viele häufig nur auf das Aussehen. Wichtiger ist jedoch, dass die Brille das ultraviolette Licht (UV-Licht) effektiv herausfiltert. Denn das schützt die Augen vor UV-Strahlen, die Entzündungen der Binde- und Hornhaut verursachen können.
Wie groß sollten die Gläser sein? Wie eng oder locker die Bügel sitzen? Ist es egal, welche Farben die Gläser haben? Welche Prüfsiegel gibt es und worauf sollte man beim Reinigen achten? Informieren Sie sich und lernen Sie, Ihre Augen perfekt vor der Sonne zu schützen. Alles andere wäre doch extrem uncool…
Auf Kennzeichnungen achten
Experten raten, Sonnenbrillen beim Optiker zu kaufen. Nur hier gibt’s fachmännische Beratung und Fehler können von Grund auf vermieden werden. Ihre Brille sollte unbedingt mit dem CE-Zeichen versehen sein. Dies bescheinigt der Brille, dass sie den geltenden europäischen Richtlinien entspricht. Fehlt diese Kennzeichnung, können die Augen nachhaltig geschädigt werden.
Vorsicht vor imitierten Kennzeichnungen bei Plagiaten aus dem Ausland. Billigbrillenkönnen den Augen mehr schaden als nützen. Dunkle Gläser bedeuten nämlich nicht immer automatisch UV-Schutz. Im Gegenteil – die dunkle Oberfläche lässt weniger Licht durch, so dass die Pupillen sich öffnen.
Ohne UV-Schutz kann die gefährliche Strahlung nun leicht ins Augeninnere eindringen, und zwar in viel höherer Dosis als ohne Sonnenbrille. Dies kann zu irreparablen Schäden führen. UV-Strahlen sind für das Auge unsichtbar und energiereicher als die des Lichts. Je kurzwelliger sie sind, desto gefährlicher können sie werden. Besonders bedroht sind die Hornhaut, die Bindehaut und die Augenlinse. Die Folge ist eine verminderte Sehfähigkeit.
Auch im Wasser sollten die Augen geschützt werden. Die Wasseroberfläche reflektiert bei Sonnenschein die UV-Strahlen. In den Bergen reflektiert neu gefallener Schnee die UV-Strahlung sogar bis zu 90 Prozent. Experten empfehlen jedoch auch eine Sonnenbrille, wenn die Sonne nicht scheint, denn selbst durch einen bewölkten Himmel dringen noch 50 Prozent der UV-Strahlen durch.
Tipps zur Auswahl der richtigen Sonnenbrille
Wählen Sie eine der Umgebung angepasste Tönung – zu dunkle Gläser reduzieren unnötig die Wahrnehmungsqualität und zwingen die Augen verstärkt zu Anpassanstrengungen.
Für hiesige Breitengrade gilt folgende Anwendungs-Empfehlung:
Standard: 18 – 43% Lichtdurchlässigkeit
Gebirge/Strand: 8 – 18% Lichtdurchlässigkeit
Sikfahren/Alpinsport:3 – 8% Lichtdurchlässigkeit
Braune, graue und grüne Gläser verfälschen die Farbwahrnehmung am wenigsten. Bei anderen Glastönungen werden Farben verändert wahrgenommen, bzw. braucht das Gehirn eine gewisse Zeit, um die durch die Brille verschobenen Farbtöne (zumindest teilweise) wieder zu neutralisieren.
Gelbe, blaue, rote und violette Scheiben sind für den Verkehr nicht geeignet, da allenfalls Signalfarben nicht richtig oder rechtzeitig erkannt werden können.
Der sichere, angenehme Sitz auf dem Kopf ist entscheidend dafür, dass der Sonnenschutz stets richtig vor Augen steht – ohne Verrutschen oder schmerzende Druckstellen. Individuell angepasste Brillen bieten den höchsten Tragekomfort.





