Samariterbund: Sicherer Wintersport ist kein Zufall

Jährlich verletzen sich rund 46.000 Menschen auf Österreichs Pisten

Samariterbund – Sicherheitstipp

Von Jänner bis März sind auch heuer wieder viele Familien unterwegs in den Schiurlaub. Für ungetrübten Pistenspaß gibt der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs Tipps, um Unfälle zu vermeiden und erklärt außerdem, wie man am Besten Erste Hilfe auf der Piste leistet.

Das Fahrverhalten dem Können anpassen und Pausen einplanen

Alleine im Februar verunglücken zwischen 7.000 und 8.000 Skifahrer und Snowboarder so schwer, dass es mit einem einzigen Besuch in einer Unfallambulanz nicht getan ist. Diese Zahl nennt das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) jährlich vor den den Semesterferien.

Die häufigsten Ursachen seien Selbstüberschätzung und zu hohe Geschwindigkeit. „Gerade in den Semesterferien sind untrainierte Skifahrer unterwegs. Laut Statistik ereignen sich vor der Mittagspause und zwischen 14:00 und 15:00 Uhr besonders viele Unfälle.

Etwa jeder zweite Skifahrer erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von mehr als 66 Kilometern pro Stunde. Ungeschützt und ungebremst gegen ein hartes Hindernis entspricht ein Aufprall mit diesem Tempo einem Sturz aus einer 17 Metern Höhe.

Viele Unfälle können schon im Vorfeld vermieden werden

Das Wissen um Pistenregeln und sichere Ausrüstung sind absolut wichtig. Für sicheren Pistenspaß mit Schi oder Snowboard ist die richtige Ausrüstung Voraussetzung. Helm, Rückenprotektor, Schi- oder Sonnenbrille sind die Basis. Lassen sie Ihre Sportgeräte regelmäßig warten.

Wenn Sie sich Schi oder ein Snowboard ausleihen, wählen Sie Geräte, die Ihrem Können entsprechen. Wichtig ist es auch, mit Aufwärmen und Dehnen zu starten.“ Übungen wie Arme kreisen, Beine schwingen, Hand-, Knie- und Sprung-Gelenke dehnen, regen den Kreislauf an und aktivieren die Muskeln und Gelenke.

Für sicheren Pistenspaß gilt generell:

Umsichtig sein, Abstand halten, den Schnee-und Wetterverhältnissen entsprechend fahren und kein Alkohol auf der Piste. Informieren Sie sich außerdem in der Talstation, wie Sie die Pistenrettung erreichen.

Nützen Sie gerne Funparks, ist es außerdem ratsam, erst die Verankerung von Rails und Boxen zu überprüfen. Wenn sie zu zweit fahren, beobachtet eine Person die Landung, um bei einem Unfall nachfolgende Parkteilnehmer zu warnen.

Maßnahmen für den Fall der Fälle

Im Ernstfall ist es wichtig, die Unfallstelle z.B. mit gekreuzten Schiern oder mit dem Snowboard für andere Wintersportler gut erkennbar abzusichern. Sprechen Sie die verunglückte Person an und verschaffen Sie sich einen Überblick über deren Verletzungen. Rufen sie unverzüglich die Pistenrettung.

Idealerweise sind die Ersthelfer zu zweit und können die ersten Schritte rasch gemeinsam durchführen. Wichtig ist es, die verunglückte Person bis zum Eintreffen der Rettung vor Wärmeverlust zu schützen. Ist der Patient bewusstlos, bringen Sie ihn möglichst in die stabile Seitenlage und überwachen ihn bis zum Eintreffen der Rettungskräfte.

Wurde ein Hubschrauber angefordert, ist es wichtig, lose Gegenstände in der Umgebung zu entfernen, um eine sichere Landung zu ermöglichen. Eine Person weist den Hubschrauber ein. „Tun Sie das mit dem Rücken gegen den Wind und Strecken Sie die Arme hoch. Ist der Hubschrauber gelandet, nähern sie sich nur in gebückter Körperhaltung. Vorsicht mit Schiern, Antennen oder Sondierstangen.

Sicherer Wintersport ist kein Zufall

Durch die richtige Vorbereitung können viele Unfälle schon im Vorfeld vermieden werden. Übrigens: Eine Erste-Hilfe-Tasche mit entsprechender Ausrüstung und Rettungsdecke passt in jeden Tagesrucksack.

Sicherer Wintersport – Erste Hilfe im Schnee

Bild: pixabay

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