Das Novel Coronavirus (SARS-CoV-2)

Wie gefährlich ist der neue Erreger? Hier die Fragen und Antworten dazu!

Samariterbund Sicherheits- und Gesundheitsinfo!

Das neue Coronavirus aus China taucht in immer mehr Ländern auf, so auch bereits in Österreich. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen.

Der Grund ist die rasante Zunahme von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Damit sind konkrete Empfehlungen an Staaten verbunden, um die Ausbreitung über Grenzen hinweg möglichst einzudämmen. Millionen Menschen stehen in China unter Quarantäne, Tausende haben sich mit dem Coronavirus infiziert.

Laut WHO ist eine Übertragung von Mensch zu Mensch nachgewiesen. Es gibt bereits über tausend Fälle mit dem Virus in über 30 Ländern außerhalb Chinas. Ein Krisenstab wurde daher auch sofort im Österreichischen Innenministerium eingerichtet. Die WHO berät in täglichen Krisensitzungen über die weitere Vorgehensweise.

Das neue Coronavirus (SARS-CoV-2)

Die meisten bisherigen Fälle zeigten initial Krankheitssymptome wie Fieber, Husten, Atembeschwerden (Kurzatmigkeit) und Muskelschmerzen. In der Folge sind tausende Menschen gestorben, noch mehr tragen den Erreger nachweislich in sich. Die Entwicklung des Coronavirus „ist weiterhin nicht unter Kontrolle“, wir müssen daher alle sehr aufmerksam sein!
Wie gefährlich das Virus wirklich ist, kann bislang kein Experte sagen.

In Österreich ist für den Ernstfall gewappnet

Klar ist: Die Weltöffentlichkeit reagiert äußerst sensibel. Ob der neue Virus-Subtyp sich zu einer weltweiten Pandemie auswachsen wird bleibt abzuwarten. Eine Pandemie beschreibt das plötzliche Auftreten eines neuen Grippestammes, gegen den in der Bevölkerung nur eine geringe Immunität besteht. Dadurch kann er sich über Länder und Kontinente hinweg sehr rasch ausbreiten und große Bevölkerungsanteile gleichzeitig betreffen.

Coronavirus Hotline:

Expertinnen und Experten der AGES beantworten Fragen rund um das Coronavirus.
Telefon: 0800 555 621 – Montag bis Freitag von 09:00 bis 17:00 Uhr

Tagesaktuelle Informationen auch unter sozialministerium.at/coronavirus

Unser Tipp! Bei Infektionssymptomen Ärztezimmer unbedingt meiden!

“Der Virus ist mit einer grippalen Erkrankung vergleichbar. Generell entscheidend für eine effektive Bekämpfung von Coronavirus-Infektionen ist, dass Verdachtsfälle schnell und sicher identifiziert, von normalen Atemwegsinfektionen unterschieden und isoliert werden. Das Coronavirus hat eine Inkubationszeit von 7 bis 14 Tagen, in der man keine Symptome sieht. Menschen, die Sorge haben, selbst erkrankt zu sein, finden unter der Gesundheitsnummer 1450 kompetente Ansprechpartner, die gerne weiterhelfen und in jedem individuellen Fall an die richtige Stelle vermitteln”, erklärt Dr. med. univ. Thomas Kroiss, Gruppenarzt & Medizinischer Leiter des Samariterbund Bildungszentrums Favoriten.

Grippe ist akuter als Coronavirus!!!

Vergessen wir bitte eines nicht, dass auch die normale Grippe/Influenza tödlich sein kann. Die Behandlung einer Coronavirus-Infektionen unterscheidet sich im Allgemeinen nicht von einer Influenza. Der Patient kommt jedoch aus Sicherheitsgründen in ein spezielles Isolierzimmer. Unser Gesundheitswesen ist auf derartige Ereignisse, einschließlich bestätigte Coronafälle, gut vorbereitet. Durch die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsbehörden, den Krankenhäusern, den Ordinationen und dem Rettungsdienst wird jeder Verdachtsfall rasch und zuverlässig abgeklärt”, ergänzt Dr. Kroiss.

Prävention beim Samariterbund groß geschrieben!

“Auch beim Samariterbund wurden sofort nach bekanntwerden gezielte Vorbereitungsmaßnahmen getroffen und die Ausrüstung entsprechend angepasst. Speziell Hygiene ist ein wichtiger Bereich unserer täglichen Arbeit und ein jährliches verpflichtendes Fortbildungsseminar vermittelt das nötige Wissen. Gerade die Hände sind die häufigsten Überträger von Krankheitserregern, daher ist das richtige Händewaschen und desinfizieren die wichtigste Maßnahme zur Verhinderung von Infektionen – nicht nur in der Medizin sondern auch im täglichen Leben. Es wurde für unsere SanitäterInnen ein Algorithmus bei Erstverdacht erstellt und zusätzlich auch ein neues Lehrvideo produziert zum Thema Korrekter Umgang mit der persönlichen Schutzausrüstung produziert”,ergänzt Dr. Kroiss.

So infektiös wie die Influenza, jedoch deutlich weniger als die Masern

Die neu entdeckten Viren in China ähneln den SARS-Erregern und wie damals droht eine schnelle globale Ausbreitung. Doch 17 Jahre nach Sars gibt es einen entscheidenden Unterschied, sagen jedoch Seuchenexperten. Erreger, die der Mensch so fürchtet, können sich rasch anpassen und verändern!

Diese Erfahrungen haben die Weltgesundheitsorganisation WHO damals mitveranlasst, Richtlinien für ein weltweit koordiniertes Vorgehen bei einer Pandemie auszuarbeiten, den so genannten Pandemieplan, um gegen ein solches Ereignis gewappnet zu sein.

Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus-(2019-nCov) stellt bereits SARS (Schweres Akutes Atemwegssyndrom) von 2002 in den Schatten. Immer mehr neue, zuvor unbekannte Infektionskrankheiten tauchen scheinbar aus dem Nichts auf. In diese Kategorie fallen weit verbreitete Seuchen wie Ebola, HIV, oder Zika.

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Bild: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz
Quelle: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz und MA 15 – Gesundheitsdienst der Stadt Wien

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