Samariterbund: Die steigende Zahl der Untauglichen steigt!

Zunahme Untauglicher auch Problem für Rettungs- und Sozialorganisationen!

Samariterbund – Nachdenkinfo!

Weniger Soldaten und Zivildiener sind sowohl für unsere Sicherheit als auch für unser Rettungs- und Sozialsystem eine echte Herausforderung.

Österreichweit herrscht ein Mangel an Zivildienern, obwohl der Dienst ohne Waffe mittlerweile nicht nur gesellschaftlich hoch angesehen, sondern auch eine Stütze des Sozialsystems ist. Die große Zahl an Untauglichen und die geburtenschwachen Jahrgänge sorgen für einen Engpass. Für Zivildienst-Trägerorganisationen kommt erschwerend hinzu, dass die Attraktivität des Bundesheeres bei jungen Männer in letzter Zeit zugenommen hat.

Der Hauptgrund: Die Leistungsfähigkeit der 18-jährigen nimmt stetig ab! Das bekommt natürlich besonders der Samariterbund in Wien bei den Zivildienstleistenden sehr zu spüren, obwohl man die Chance hat “gratis” einen zweiten Beruf zu erlernen – den Beruf des Rettungssanitäters.

Die Anzahl der Untauglichen steigt ständig an

Speziell Wien ist mit 28 Prozent Wehruntauglichen (fast jeder Dritte) der Hotspot. Den Militär-Ärzten machen vor allem die zunehmenden Haltungsschäden, Fettleibigkeit und leider auch psychische Labilität und mentale Störungen bzw. andere Defizite Sorgen.

Seit Jahren erklärt die OECD den Österreichern, dass sie zwar immer älter werden, dabei aber nicht annähernd so gesund bleiben wie etwa die Schweden. Die EU-Kommission empfiehlt: Österreich solle mehr auf gesundheitliche Vorsorge setzen – damit die Kosten für das Pflege- und Spitalswesen nicht gar so dramatisch anwachsen.

Es ist Zeit zu reagieren!

Warum ist es in heimischen Kindergärten und Schulen nicht längst selbstverständlich, dass sich Kinder und Schüler täglich und unter professioneller Betreuung intensiv bewegen? Warum wird den Krankenkassen nicht endlich erlaubt, dass sie das Geld der Versicherten nicht vornehmlich für Reparaturmedizin, sondern vermehrt für effektive Präventionsmaßnahmen verwenden?

Eines steht jedenfalls fest: Ein Staat, der seine Wehrhaftigkeit nach wie vor in der Verfassung niedergeschrieben hat, kann einer derart bedenklichen Entwicklung nicht tatenlos zusehen, sondern muss darauf hinwirken, dass speziell das junge männliche Bevölkerungssegment im Lande wesentlich gesünder aufwächst, um eine dementsprechende Wehrtauglichkeit weiterhin zu gewährleisten.

Es ist also höchste Zeit, dass den gesundheitspolitischen Befunden von OECD und anderen Institutionen endlich taugliche Therapien folgen.

Ihre SamariterInnen aus Wien Favoriten

  • Quelle: OECD
  • Bild: Samariterbund