Sicherheit auf dem Schulweg

Samariterbund rät: rechtzeitiges Schulwegtraining und Sensibilisierung hilft!

Samariterbund – Sicherheitstipp!

Der Schulweg ist oft der erste Weg, den Kinder alleine im Straßenverkehr zurücklegen. Leider verunfallen noch immer zu viele Kinder auf diesem Weg. Mit etwas Übung und Beachtung der Empfehlungen für das Schulwegtraining lassen sich die Gefahren verringern.

Die Ferien neigen sich dem Ende und mit Beginn des neuen Schuljahres ist die besondere Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer gefordert. Der Weg zur Schule ist für viele Volksschüler nicht nur neu, sondern auch gefährlich. Der Samariterbund fordert daher Eltern auf: Trainieren Sie rechtzeitig den Schulweg mit Ihren Sprösslingen! Eltern müssen die Herausforderungen für ihre Kinder kennen und darauf eingehen.

Traurige Statistik: + 20 % mehr Unfälle!

Schulwege werden immer gefährlicher, zeigt eine Statistik des ÖAMTC. Die häufigste Unfallursache war mit rund einem Drittel die Ablenkung, danach kommen Vorrangverletzungen durch Autofahrer und die Missachtung des Rotlichts. Im Jahr 2018 ereigneten sich österreichweit 570 Verkehrsunfälle mit Schulkindern auf ihrem Schulweg. Insgesamt wurden bei den Schulwegunfällen im Vorjahr 610 Kinder im Alter zwischen sechs und 15 Jahren verletzt – und damit auf den ersten Blick fast 20 Prozent mehr als 2017.

Samariterbund appelliert an Autofahrer zu mehr Rücksichtnahme

Als Faustregel gilt: Gehen Sie mit den Kleinen einen leichten, kurzen Weg mindestens drei- bis viermal ab, einen langen schwierigen Weg mindestens an zehn verschiedenen Tagen. Der festgelegte Weg sollte dann für das Kind verbindlich sein! Am besten morgens oder mittags, damit die gleichen Verkehrsbedingungen herrschen, ungeeignet sind Wochenenden.

Und beim Üben sollte immer darauf Bedacht genommen werden, dass Kinder ein anderes, sehr viel eingeschränkteres Sichtfeld haben als Erwachsene. Auch die Reaktionszeit von Kindern ist doppelt so lange wie die von Erwachsenen.

Kinder sehen, hören und reagieren anders!

Häufig werden die Fähigkeiten von Kindern überschätzt. Wenn ein Kind gelernt hat am Schulweg an einer bestimmten Kreuzung am Zebrastreifen anzuhalten, heißt das nicht, dass es sich auch bei anderen Kreuzungen so verhält. Denn – Kinder sehen, hören, denken, reagieren und bewegen sich anders als Erwachsene! Erst ab einem Alter von etwa acht bis zehn Jahren können die kleinen Fußgänger mit den Anforderungen des Straßenverkehrs einigermaßen sicher umgehen. Voraussetzung dabei ist, dass sie im Elternhaus ausreichend vorbereitet werden.

Für immer jung

„Augen auf, Ohren auf, Helmi ist da!“ Wohl jeder, der in den 80er-Jahren Kind war, kennt die beliebte weiße TV-Puppe mit der kugeligen Figur, den roten Stiefeln und dem rot-weiß-roten Helm. Helmi ist jedoch kein Relikt längst vergangener (TV-)Zeiten – auch heute, nach vierzig Jahren, ist er nach wie vor im Einsatz und jeden Samstag um 07.55 auf ORF eins zu sehen

Achtung! Es gibt auch Neuerungen für Kinder im Straßenverkehr. Um mehr Sicherheit auf dem Schulweg zu gewährleisten, hat die Stadt Wien, gemeinsam mit der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt – Landesstelle Wien, für alle Wiener Gemeindebezirke Schulwegpläne erstellt.

Ihre SamariterInnen aus Wien Favoriten

Quelle: KfV
Bild: pixabay