Pilotprojekt: Polizei patrouilliert in Kaiser-Franz-Josef-Spital in Wien Favoriten

"Sicherheitspartnerschaft" zwischen Krankenanstaltenverbund (KAV) und der Favoritner Grätzelpolizei

Samariterbund – Sicherheitsinfo!

Um die Sicherheit in Spitälern zu erhöhen und vor allem das viel zitierte persönliche Sicherheitsempfinden zu steigern, patrouillieren seit dem Sommer 2018 Favoritner Grätzl-Polizisten im Kaiser-Franz-Josef-Spital in Favoriten.

Die regelmäßige Präsenz der Beamten soll den Dialog zwischen Spitalsbelegschaft und Exekutive fördern, das Problembewusstsein auf beiden Seiten schärfen und Kommunikationswege verkürzen. Darüber hinaus finden auch Informationsveranstaltungen zum Thema Sicherheit statt.

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Probleme im Vorfeld erkennen

“Mit unserer regelmäßigen Präsenz erhöhen wir die Sicherheit und bieten vor Ort einen direkten Zugang der Spitalsmitarbeiter zu unseren Beamten. Sie beraten sie in allen Fragen rund um das Thema Sicherheit und sorgen dafür, dass sie kritische Situationen besser bewältigen können”, sagt Christoph Rakowitz, Sicherheitskoordinator der Polizei Favoriten.

“Als Spitalsbetreiber ist es unser Anliegen, ein sicheres Umfeld zu schaffen, in dem die Patienten bestmöglich betreut werden und unsere Mitarbeiter ungehindert arbeiten können. Die Sicherheitspartnerschaft ist ein weiterer Beitrag hierzu”, sagt Evelyn Kölldorfer-Leitgeb, KAV-Generaldirektorin.

Große Herausforderungen

Der KAV sehe “sehr wohl, dass Krankenhäuser in einer wachsenden Stadt vor großen Herausforderungen stehen”, sagt eine Sprecherin – konfrontiert mit den Erfahrungen von Spitalsärzten, die vom KAV mehr Unterstützung in der Betreuung von Patienten mit Migrationshintergrund fordern. Der KAV habe daher in vielen Bereichen Angebote für das Personal, darunter etwa Sozialarbeit, psychologische Beratung, Supervision, Coachings, Deeskalationstrainings und Dolmetschservice.

Der KAV beschäftige Mitarbeiter aus rund 70 Nationen, die auch eine große sprachliche Vielfalt einbringen würden. “In allen Spitälern gelten Hausordnungen, die wir in mehreren Sprachen sichtbar und in Piktogrammen dargestellt anbringen, sodass alle Patienten sie gut sehen können.

Quelle: Die Presse am Sonntag” vom 07.10.2018 Seite: 34

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Foto: BM.I / A. Tuma