369 Einsätze mit Lebensretter-App alleine in Wien

Erfolg! 3.755 Menschen sind derzeit als Lebensretter registriert!

Samariterbund – Lebensretterinfo!

Erste Hilfe rettet Leben – rasch zu reagieren ist dafür unerlässlich. Schnelles Handeln kann die alles entscheidenden Minuten zwischen Leben und Tod bedeuten.

Seit drei Jahren alarmiert die Lebensretter-App automatisch Ersthelfer in der Umgebung eines Notfalls. Der ehrenamtliche Sanitäter Nicolas Huart ist seit Anfang an bei der Lebensretter-App registriert, 2018 hatte er vier Einsätze. „Der letzte war in meiner Straße im vierten Bezirk, ich hatte also keinen weiten Weg“, erzählte er in „Wien heute“, „aber es war im siebenten Stock ohne Lift, so wie man sich das wünscht. Als wir oben angekommen sind, die Polizei war kurz nach mir da, war es leider schon zu spät. Aber es zeigt, dass man nie weiß, was einen erwartet und man einfach loslaufen muss.“

In Wien gab es im Jahr 2018 in der Summe 369 Einsätze

Oft konnten Huart und seine Kollegen schon erfolgreich helfen. Wird die Rettung gerufen, scannt die App, wer im Umkreis von 400 Metern ist. Wer einen Einsatz aufs Handy bekommt, kann entscheiden ob er ihn annimmt oder nicht. „Wenn ich mich entscheide, einen Einsatz anzunehmen, dann führt mich die App direkt zum Patienten, da soll ich dann Erste Hilfe-Maßnahmen beginnen, wie man sie kennt. Mit Herzdruckmassage und Einsatz eines Defibrillators“, meinte Alexander Nürnberger vom Verein Lebensretter.

Kooperation mit Medizinischer Universität

Seit März gibt es auch eine Kooperation mit der Medizinischen Universität Wien, mehr als 600 Studierende sind schon angemeldet. „Für uns ist es in der Ausbildung selbstverständlich, dass wir die Erste-Hilfe-Maßnahmen lernen. Und für uns als Ärzte der Zukunft ist es auch ganz selbstverständlich, dass wir hingreifen“, so Jakob Eichelter von der Österreichischen Hochschülerschaft der MedUni Wien.

Und es sollen noch mehr Lebensretter werden – zuletzt hat man sich mit der Sicherheits-Firma Helwacht zusammengetan. Ziel der Lebensretter ist es, den Patienten lebend an die offiziellen Kollegen zu übergeben. Denn etwa in einem Drittel der Fälle sind die Lebensretter vor der Rettung an Ort und Stelle.

App ruft Lebensretter in Notfällen

Eine App alarmiert im Notfall Lebensretter in der Umgebung. Damit soll schnellere Hilfe als mit der Rettung gewährleistet werden.

Dass die Hilfe von Privatpersonen kommt, ist laut Nicolas Huart kein Problem: „Man klopft einfach sehr lange und sehr laut an, ich hatte noch nie das Problem, dass ich nicht hineingelassen wurde. Drinnen wissen die eh, dass jemand kommt, um zu helfen, und freuen sich über jeden, der Hilfe anbietet.“

Quelle: Beitrag aus Wien heute, 01.01.2019

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