Klare Regeln für den Transport von Kranken

Retter und Stadt haben sich auf neues Gesetz geeinigt

Samariterbund – Sozialinfo!

Mit dem Beschluss der Novelle zum Rettung- und Krankentransportgesetz ist es uns gelungen, die Qualität bei Krankentransporten in Wien nachhaltig festzuschreiben.

Teurer Krankenwagen, oder reicht ein weniger gut ausgerüstetes Auto für die Fahrt ins Spital? Die Debatte um Billig-Krankentransporte beherrschte im Sommer 2017 die Schlagzeilen. Nach 16 Monaten haben sich die Stadt und alle Blaulichtorganisationen auf eine gesetzlich niedergeschriebene Lösung geeinigt.

6 Rettungsorganisationen und Stadt ziehen an einem Strang

Kernpunkt der Novelle, die Ende November 2018 im Landtag beschlossen wurde: Ab 1. April (mit Inkrafttreten des Gesetzes) ist klar geregelt, welche Transporte eindeutig eine medizinische Leistung erfordern und welche nicht. Muss ein Patient getragen oder umgebettet werden, werden künftig nur qualifizierte Sanitäter im Einsatz sein. Ist der Patient gehfähig, aber die Öffis nicht zumutbar, reicht ein Fahrtendienst.

Die Entscheidung, welcher Anbieter engagiert wird, entscheidet weiterhin der Arzt

“Früher waren Mediziner unter Druck, die billigste Variante zu nehmen. Dieser Druck soll mit dem neuen Gesetz wegfallen. Das Wohl und die Sicherheit der Patienten werden so gewährleistet“, freut sich Stadtrat Peter Hacker über die Einigung mit allen sechs anerkannten Wiener Rettungsorganisationen.

Abgewickelt wird die Koordination in der neuen Leitstelle, die zum Jahreswechsel in Hernals eröffnet. Finanziell ändert sich für Patienten übrigens nichts – die Kosten übernimmt die Kasse.

Klare Regelung auch für den Samariterbund

Das Gesetz garantiert die hohen Ansprüche, die wir an diese Transporte stellen – Tag für Tag, Nacht für Nacht, das ganze Jahr. Nun mehr ist klar geregelt, welche Transporte nur von qualifizierten, anerkannten Organisationen im Rettungs- und Krankentransport durchgeführt werden dürfen. Die Begleitung durch qualifizierte SanitäterInnen während eines Transportes gewährleistet das Wohl und die Sicherheit der PatientInnen.

Wir brauchen unsere Blaulichtorganisationen für die täglichen Aufgaben. Sie sind Basis für das Engagement der Zivilgesellschaft und den Katastrophenschutz. Davon profitieren vor allem die Wiener PatientInnen, die sich die beste Qualität verdienen.

Ihre SamariterInnen aus Wien Favoriten

Bild: Samariterbund
Quelle: Stadtratbüro Hacker

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