Was ist Telemedizin und was kann sie?

Alle reden von Telemedizin, aber was ist (alles) Telemedizin?

Samariterbund – Gesundheitsinfo!

Gesundheitliche Beschwerden verunsichern und halten sich nicht an Öffnungszeiten. Vor allem bei Kindern oder älteren Menschen beunruhigen plötzlich auftretende Symptome.

Die demographische Entwicklung, besonders auch der Ärzteschaft, und der Gesellschaftliche Wandel zeigen, dass die bisherige haus- und notfallärztliche Versorgung mittelfristig nicht mehr den Bedarf abdecken kann.

Gerade wenn mal mitten in der Nacht der Zahn pocht, es am Sonntag im Bauch krampft oder am schönsten Nachmittag ein Insektenstich anschwillt, dann wissen Betroffene oft nicht was zu tun ist. Können die Schmerzen selbst behandelt werden, soll am nächsten Tag ein Hausarzt aufgesucht werden, ist die Behandlung durch einen Facharzt erforderlich oder ist die Notfallambulanz die beste Adresse?

Es gibt sie schon jetzt – die Gesundheitsnummer 1450

“Nach dem Vorbild anderer europäischer Länder wie Großbritannien, Dänemark oder der Schweiz wurde in Österreich eine weitere Säule im Gesundheitssystem errichtet: Die Gesundheitsnummer 1450. Damit Sie nicht den Überblick verlieren und an den jeweiligen „Best Point of Service“ vermittelt werden können”, erklärt Dr. med. univ. Thomas Kroiss, Gruppenarzt & Medizinischer Leiter des Samariterbund Bildungszentrums Favoriten.

“Aber auch Gesundheitsportale wie z.B. NetDoktor helfen bereits jetzt bei der schnellen Hilfe bei Gesundheitsfragen. Ein einem sogenannten Symptom-Checker (anonym und kostenlos) können Sie herausfinden, was hinter Ihren Beschwerden steckt und erhalten nach 3 bis 5 Minuten einen Diagnosevorschlag. Aber Vorsicht, das ersetzt nicht den Arztbesuch”, ergänzt Dr. Thomas Kroiss.

Bereits im Jahr 2005 wurde mit Einführung der elektronischen Krankenversicherungskarte (e-Card) neben einer administrativen Vereinfachung der bargeldlosen Inanspruchnahme von Leistungen des Gesundheitswesens auch eine wesentliche Voraussetzung für die elektronische Gesundheitsakte geschaffen, die im Jahr 2012 beschlossen wurde. Nun gilt es den Bereich e-Health, in welchem Österreich im EU-Vergleich einen Spitzenrang einnimmt, auch in der Telemedizin weiterzuentwickeln.

Telemedizin: Betreuung und Behandlung rund um die Uhr

Die Bedürfnisse der Gesellschaft nach „rund um die „Uhr“ Betreuung und Behandlung wollen berücksichtigt werden. Telemedizin ist eine Möglichkeit den oben genannten Bedürfnisse zu entsprechen. Schon nur die hohe Investitionsvolumina in diesem Sektor deuten an, dass viele Investoren an die Entwicklung in diesem Sektor glauben.

Viele internationale Studien belegen die hohe Akzeptanz der Bevölkerung für die Inanspruchnahme der Telemedizin. Ebenso sinken in den meisten Ländern auch die standesordentlichen und juristischen Regulatorien, welche die telemedizinsiche Betreuung einschränkten oder verboten. So jüngst auch in Deutschland mit der massiven Auflockerung des sogenannten Fernbehandlungsverbots.

Technische Voraussetzungen

Internet und Smartphones verändern die Lebensrealität der Menschen. Wir sind es gewohnt, unsere Urlaubsflüge im Netz zu buchen und Online-Überweisungen zu tätigen. Und selbstverständlich suchen wir im Internet auch nach Antworten auf medizinische Fragen.

Die hohe Durchdringungsrate von Smartphones und mobiler Breitbandverfügbarkeit auf der ganzen Welt und gerade in 3. Weltländern erlauben der breiten Masse technisch hochqualitative telemedizinische Dienste in Anspruch nehmen. In vielen Ländern, so in der Schweiz, UK, Australien, und v.a.m., ist die Telemedizin wie auch die telemedizinische Beratung eine fixe Säule der Gesundheitsversorgung.

Spontane und direkte ärztliche Videokonsultation per App (e-edoctors)

Durch Telemedizin ist medizinisches Fachwissen nicht mehr an den Standort des Arztes gebunden, sondern weltweit verfügbar. Unsere heutigen technischen Möglichkeiten erlauben es problemlos, Videokommunikation für die Arzt-Patienten Beziehung in Form einer Videosprechstunde zu nutzen. Auch Apps begleiten uns immer mehr durch den Alltag – und helfen uns gesünder und fitter zu werden.

Diese ermöglicht Befunde zu erheben und so eine Diagnose zu stellen und damit eine konkrete Behandlung einzuleiten. Es können e-Rezepte, e-Arbeitsunfähigkeitsmelddungen und e-Überweisungen dem Patienten über die App zur Verfugung gestellt werden. Zur Zeit werden Sensoren und „wearables“ geprüft, die eine erweiterte Diagnostik und Monitoring vor Ort erlauben.

Zukünftige Geschäftsfelder

“Im Falle einer Aufhebung des Fernbehandlungsverbots kann sich der Samariterbund gut vorstellen, gemeinsam mit den edoctors als sogenannte Assistance-Dienstleister zusammenzuarbeiten und die somit auch notwendige medizinische und ärztliche Sofortbetreuung für Endkunden der Versicherungswirtschaft sicherstellen”, ergänzt Peter Edle, Obmann vom Samariterbund Favoriten.

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