Samariterbund: Die Krätze geht um - auf zum Arzt!

Eine fast vergessene Krankheit ist seit zwei Jahren wieder auf dem Vormarsch.

Samariterbund – Gesundheitstipp

Das große Jucken: Experten warnen, dass sich Krätzefälle in Österreich häufen! Eine Therapie des Betroffenen ist von höchster Priorität.

Die Übertragung der Krätze erfolgt von Mensch zu Mensch. Brennen der Haut und Juckreiz sind häufig erste Anzeichen von Krätze. Hausärzte und Hautärzte stellen aktuell fest, dass die Zahl der Krätze-Patienten steigt. Einzelne Apotheken berichten über eine gestiegene Nachfrage nach Mitteln zur Behandlung von Krätze und teilweise von Lieferengpässen.

Bei Verdacht auf Krätze umgehend einen Arzt bzw. eine Ärztin aufsuchen!

“Das Wichtigste: Arzt aufsuchen und direkten Hautkontakt zu anderen meiden. Warum sich die Krätzmilbe derzeit so stark verbreitet, darauf gibt es keine klare Antwort. Es gibt kein eindeutiges Muster. Patienten mit Krätze gibt es in allen Altersgruppen und Berufen, bunt gemischt aus allen Bezirken Wiens”, sagt Dr. med. univ. Thomas Kroiss, Gruppenarzt & Medizinischer Leiter des Samariterbund Bildungszentrums Favoriten.

Mit Creme ist Kretze gut behandelbar

“Erste Hautveränderungen treten oft zunächst im Genitalbereich, zwischen den Fingern und an den Händen auf. Von dort breitet sich die Milbe mitunter auf den gesamten Körper aus. Hält man sich an die Anweisungen der Ärzte, ist die Infektion gut behandelbar. Eine Einmalbehandlung reicht oft aus. Auch Familienmitglieder, Sexualpartner sowie Personen im selben Haushalt müssen mitbehandelt werden”, ergänzt Dr. Thomas Kroiss.

Gute Hygiene schützt nicht

Krätze wird oft mit schlechter Körperpflege und mangelnder Hygiene in Verbindung gebracht. Häufiges Waschen oder besondere Seife schützen jedoch nicht davor, sich mit der juckenden Hautkrankheit anzustecken. „Wenn man sich oft duscht und sehr hygienisch lebt, kann sich die Milbe auf der Haut schlechter ausbreiten.

Ihre SamariterInnen aus Wien Favoriten

Quelle: Ärztekammer Wien
Bild: pixabay.com