Samariterbund: Bereits Kinder können Leben retten

Altersangepasste, pädagogische Vermittlung von Wissen um die Erste Hilfe

Samariterbund – Mitmachtipp!

Erste Hilfe leisten zu können und die Fertigkeiten der Wiederbelebung zu beherrschen, zählen zweifelsohne zu den wichtigsten Dingen. Die meisten Österreicher werden erst beim verpflichtenden Erste-Hilfe-Kurs im Rahmen der Führerscheinprüfung damit konfrontiert.

Im Vergleich zu anderen Ländern ist in Österreich die Quote der Wiederbelebung durch Ersthelfer bei rund 20 Prozent niedrig. In Skandinavien ist diese bei 40 bis 70 Prozent. Steigern kann man die Rate an Reanimationen durch medizinische Laien vor allem durch Bewusstseinsbildung und flächendeckendes Training.

Besonders Kinder und Jugendliche werden früh sensibilisiert

Jedes Jahr erleiden rund 12.000 Österreicher einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand. Derzeit überlebt ca. ein Sechstel dieses Ereignis. Experten weisen darauf hin, dass weitere 1.000 Österreicher pro Jahr gerettet werden können, wenn mehr Mitmenschen über Laienreanimation Bescheid wissen, die Rettungskette rasch aktivieren und mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen.

Kinder agieren intuitiver und haben keine Angst etwas falsch zu machen

Eine britische Studie mit 157 Kindern im Alter zwischen neun und 14 Jahren zeigt, dass Schüler bei der Herzdruckmassage ebenso die korrekte Handposition anwenden können und die gleiche Kompressionsrate erreichen wie ältere Jugendliche.

Selbst wenn jüngere Kinder körperlich noch nicht dazu in der Lage sind, den Brustkorb ausreichend tief einzudrücken, um einen Blutfluss ins Gehirn zu gewährleisten, können sie mit ihrem Wissen Erwachsene zu einer effizienten Herzdruckmassage anleiten.

Wird mit dem Training schon in jungen Jahren begonnen und das Wissen zum Beispiel in der Schule oder in Vereinen wiederholt, führt dies zu einem nachhaltigen Lernerfolg. Vorbildhafte Projekte der skandinavischen Länder zeigen auf, dass, wenn schon Kinder lernen, die Maßnahmen der Wiederbelebung zu beherrschen, langfristig der Anteil an geschulten Personen der Gesellschaft steigen wird, die im Notfall bereit sind, effektiv zu helfen.

Aufgabe ist es, Lebenskompetenzen zu vermitteln

Der Samariterbund freut sich über jede Initiative und Kooperation, um diesem wichtigen Thema einen entsprechenden Stellenwert in der Schullandschaft zu geben. Wir setzen in der Umsetzung auf unsere bestens ausgebildeten Erste Hilfe TrainerInnen, die ihr Wissen an Pädagogen sowie die Schüler weitergeben.

Bei der Samariterbund erlernen Kinder im Rahmen des Samariterbund Projekts „Leben retten – kinderleicht“ bereits in der Volksschule die wichtigsten Handgriffe der Ersten Hilfe. Ab dem Volksschulalter können die Kleinen schon die Notrufe und auch richtig durchführen. Es geht um altersangepasste, pädagogische Vermittlung von Wissen um die Erste Hilfe auf Basis neuester medizinischer Erkenntnisse.

Erfolg durch enge Zusammenarbeit

“Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Wiener Stadtschulrat, mit dem PULS – Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes, Die Helfer Wiens und mit den Pädagoginnen und Pädagogen vor Ort versteht sich das Samariterbund-Schulprojekt als Anstoß in der Entwicklung eines Bewusstseins für die Wichtigkeit von Erste Hilfe und Zivilcourage und in Richtung Sicherheitsbewusstsein und aktiven Tierschutz in Wien”, erklärt Peter Erdle, Obmann vom Samariterbund Gruppe Wien-Favoriten.

Ihre SamariterInnen aus Wien Favoriten

  • Quelle & Bild: “Die Helfer Wiens”