Balanceakt zwischen Beruf und Ehrenamt

Freiwillige Einsätze sind nicht immer leicht mit beruflichen Verpflichtungen zu vereinbaren

Samariterbund – Sozialinfo!

Sie sind ehrenamtlich im Einsatz, die vielen freiwilligen Helfer, die in ganz Österreich unbezahlbare Dienste leisten. Sie opfern sehr viel Freizeit, auch für die Aus- und Fortbildung.

Freiwilliges Engagement bietet unserer Gesellschaft einen Mehrwert, ist aber kein Ersatz für bezahlte Arbeit. Der Zeitaufwand für freiwilliges Engagement ist erheblich. Insgesamt engagieren sich in Österreich rund 360.000 Personen freiwillig für Katastrophenhilfs- und Rettungsdienste. Sie erbringen in vielfältigen Einsatzbereichen gemeinsam 1,3 Millionen Arbeitsstunden pro Woche. Katastrophenhilfe leisten Freiwillige Feuerwehren vor allem im technischen Bereich, bei der Rettung von Menschen sowie in der Verpflegung.

Balanceakt zwischen Beruf und Ehrenamt

Vor allem was Einsätze betrifft, gilt es sehr oft, zusätzlich noch einen Balanceakt zwischen Job und Ehrenamt zu bewältigen. Notfälle kündigen sich nicht vorher an und wenn dann ehrenamtliche Rettungssanitäter, Feuerwehrleute, Bergretter, Katastrophenhelfer, Suchundestaffeln und CO alarmiert werden, hängt es vom Arbeitgeber ab, ob der/die Mitarbeiter/in zum Einsatz eilen kann. Sind sie dann länger weg, müssen sie Urlaub oder Zeitausgleich nehmen.

Bedienstete der Länder oder Gemeinden haben es leichter

Viele von ihnen dürfen, wenn es sich mit den Aufgaben im Job vereinbaren lässt, während der Dienstzeit zum Einsatz. Verbieten kann auch ein privater Arbeitgeber die Einsätze nicht: „Wird man zum Einsatz gerufen, muss man das dem Dienstgeber melden. Man kann hingehen, da ein rechtmäßiger Hinderungsgrund für das Fernbleiben von der Arbeit vorliegt. Entlohnen muss der Arbeitgeber den Dienstnehmer während der Zeit aber nicht“, erklärt der AK-Jurist Peter Reichmann.

Freiwilligkeit nimmt ab denn die Leute sind im Beruf immer mehr gefordert

Leichter wird das Thema Freiwilligkeit nicht. Wer nachts im Einsatz ist, muss am nächsten Tag trotzdem arbeiten. Auch für die Ausbildung geht sehr viel Zeit drauf. Grundsätzlich besteht jedoch ein sehr gutes Einvernehmen der Betriebe mit den Freiwilligen Helfern. Auch Lösungsvorschläge für Bonussysteme, von denen Arbeitgeber und Arbietnehmer profitieren würden, gibt es bereits. Schauen wir einmal was die Zukunft bringt!

Ihre SamariterInnen aus Wien Favoriten

Quelle: “Samariterbund”:
Foto: “Samariterbund”: