Österreichs Bahnhöfe werden 2020 komplett rauchfrei

ÖBB kündigen das komplette Rauchverbot bis spätestens 1. April an!

Samariterbund – Sicherheits- & Gesundheitsinfo!

Bisher war Rauchen in einigen Bahnhöfen auf den Bahnsteigen noch erlaubt. Nun werden auch die restlichen Bahnhöfe, an denen das Rauchen noch erlaubt ist, umgestellt und die Aschenbecher abmontiert.

Nach dem absoluten Rauchverbot in der Gastronomie folgt das Aus fürs Rauchen auf den oö. Bahnhöfen. In Wien und dem Burgenland ist bereits auf allen Bahnhöfen ein Rauchverbot auf Bahnsteigen in Kraft. Der im Oktober 2014 offiziell eröffnete Wiener Hauptbahnhof war der erste große Bahnhof in Österreich mit Fernverkehr mit völligem Rauchverbot. Wien war somit das erste Bundesland mit ausschließlich rauchfreien Bahnhöfen. In den Bahnhofsgebäuden darf bereits seit 2006 nicht mehr geraucht werden, im September 2007 folgte das Rauchverbot in den Zügen.

Österreichweit ohnehin nur noch rund 100 Bahn-Stationen mit Raucherbereichen

Die Umstellung erfolgt laut den ÖBB schrittweise. Bis Ende Jänner sollen so die Bahnhöfe in Salzburg rauchfrei werden, Niederösterreich, die Steiermark und Kärnten sollen bis Ende März folgen. Bis spätestens 1. April 2020 sind dann alle Bahnhöfe in Österreich rauchfrei und die Raucherinseln Geschichte. Die Hausordnung wird dementsprechend überarbeitet.

Sicherheitsmitarbeiter kontrollieren Einhaltung

„Wir haben insgesamt im ÖBB-Netz mehr als eine Million Fahrgäste jeden Tag. Fakt ist, die Mehrheit davon sind Nichtraucher und daher richten wir uns natürlich nach ihren Bedürfnissen. Neben dem Nichtraucherschutz sind den Bundesbahnen auch die Zigarettenstummel auf den Gleisen und Bahnsteigen ein Dorn im Auge. Auf den Bahnhöfen, wo das Rauchverbot bereits gilt, gibt es keine Schwierigkeiten. „Das funktioniert vollkommen problemlos. Die Leute haben sich an die Umstellung schnell gewöhnt“, sagt ÖBB-Sprecher Robert Lechner zum Rauchverbot.

Das generelle Rauchverbot auf den mehr als 1.000 Bahnhöfen wird von Sicherheitsmitarbeitern kontrolliert. Anfangs wurde noch höflich auf das Verbot hinweisen, statt gleich zu strafen, heißt es von den ÖBB.

Warum?

“Rauchen stellt heute das bedeutendste Gesundheitsrisiko für Atemwegs-, Herz-Kreislauf-, sowie Krebserkrankungen dar und ist die wichtigste vermeidbare Ursache von vorzeitigem Tod. Im kalten Rauch sind rund 90 Stoffe zu finden, die krebserregend sind oder im Verdacht stehen, dieses zu sein. Aktiv- und Passivrauchen erhöhen also das Risiko für eine Vielzahl von Krankheiten. Es lohnt sich, mit dem Rauchen aufzuhören. Zum Beispiel, weil dadurch die Lebenserwartung steigt, auch im fortgeschrittenen Alter”, erklärt Dr. med. univ. Andreas Bendtsen, Gruppenarzt & Medizinischer Leiter Stv. des Samariterbund Bildungszentrums Favoriten.

Quelle: ÖBB
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