Änderungen & Neues im Schaltjahr 2012
Das ist 2012 für die Wienerinnen und Wiener alles neu

Samariterbund – Bürgerinformation
Um die guten Nachrichten vorwegzunehmen: Verbesserungen bringt das neue Jahr für Konsumenten. So darf künftig das Wurstpapier in der Feinkostabteilung nicht mehr mitgewogen werden. Außerdem müssen Stromkunden von ihrem Anbieter auf der Rechnung darüber informiert werden, aus welchem Energieträger der Strom erzeugt wurde.
Handy Netz-Betreiber dürfen ihre Kunden künftig maximal zwei Jahre an sich binden und müssen einen zumindest auf ein Jahr beschränkten Vertrag anbieten. Papierrechnungen müssen gratis sein, die Einspruchsfrist gegen Rechnungen beträgt drei Monate.
2012 gibt es nicht nur 366 Tagen, sondern es treten in Wien einige neue Regelungen in Kraft. Die Änderungen reichen dabei von günstigeren Tarifen bei den Wiener Linien bis zum Rauchverbot in Wiener Taxis. Vorab jedoch einmal ein kurzer Jahresrückblick Wien 2011
Gebühren- und Abgaben
Anpassung bei Abfall, Wasser, Kanal und Parken
Durch Gebühren und Abgaben werden vielfältigste öffentliche Dienstleistungen sichergestellt und finanziert: Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, Müllentsorgung, Straßenreinigung, Radwege, Park&Ride-Anlagen bis hin zu Gesundheits- und Pflegedienstleistungen.
Gebühren- und Abgabenanpassung
Hundeabgabe
Die Hundeabgabe beträgt ab 1. Jänner 2012 jährlich 72 Euro. Für jeden weiteren Hund sind künftig 105 Euro zu entrichten.
Wien schöpft bei Hundeabgabe ab 2012 gesetzlichen Rahmen aus
Parkgebühren
Ab 1. März 2012 wird das Parkpickerl billiger. Die Gebühren für Kurz- und Falschparken werden erhöht.
Parkgebühren für Wien
Taxi-Regelungen
Mit 31. Dezember 2011 gelten in Wien strengere Regelungen für Taxi-, Mietwagen- und Gästewagenunternehmen. Das Paket beinhaltet zum Beispiel ein generelles Rauchverbot in Taxis, höher Qualitätsstandards der Fahrzeuge und die Beförderungspflicht für Blindenführhunde.
Regelungen für Wiener Taxis
Pflegegeld
Das Pflegegeld ist ab 1. Jänner ausschließlich Bundessache. Das Pflegegeld wird weiterhin in Höhe der bisherigen Pflegestufe ausbezahlt.
Regelungen beim Pflegegeld ab 2012
Tara-Pflicht
Am 1. Jänner 2012 tritt eine Novelle des Maß- und Eichgesetzes in Kraft. Sie beinhaltet eine Verpflichtung zur Nettoverwiegung beim Verkauf loser Waren.
Bei offener Waren nicht mehr für Verpackung zahlen
Wohnbauförderung
Ab 1. Jänner 2012 gelten für sämtliche Eigenheim- und Kleingartenwohnhaus-Förderungsanträge neue ökologische Rahmenbedingungen.
Öko-Förderungen für Eigenheime und Kleingartenwohnhäuser
Wiener Linien
Senioren-Fahrkarten
Senioren-Tickets – Zwei-Fahrten-Tickets und Senioren-Jahreskarten – können ab 2012 auch von Männern ab 60 Jahren gekauft werden.
Senioren-Tickets ab 2012 für alle 60-Jährigen
Tarifreform
Wien ist die einzige Millionenstadt Europas, die Tarife senkt. Ab 1. Mai 2012 sollen die neuen Tarife noch mehr Wienerinnen und Wiener zum Umsteigen auf die Wiener Linien bewegen.
Wiener Öffis noch attraktiver und günstiger
Vekehrsstrafen
Neue Strafen im Verkehr
Gesundheit
2012 wird für ÖsterreicherInnen teuer
h4. Rettungsgasse rettet Leben
Kommt es auf Autobahnen oder Schnellstraßen zu stockendem Verkehr oder Stau, sind alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer ab 1. Jänner 2012 verpflichtet eine Rettungsgasse zu bilden.
Rettungsgasse bei Stau und stockendem Verkehr
Gratis-Versicherung für freiwillige Helfer
Seit 1. Jänner bekommen die freiwilligen Helfer Wiens einen Versicherungsschutz zur Verfügung gestellt. Freiwilliger Helfer, das kann jeder in Wien sein.
Gratisversicherung für freiwillige Helfer
Mehr Spenden steuerlich absetzbar
Es gibt aber auch steuerliche Erleichterungen: Zusätzlich zur Absetzbarkeit von Spenden für mildtätige Organisationen werden ab 2012 auch Spenden an Feuerwehren, Umwelt-, Natur- und Artenschutzvereine sowie Tierheime anerkannt. Für den Kirchenbeitrag können nun 400 statt bisher 200 Euro abgesetzt werden.
Pensionserhöhung 2012:
Durch die sozial gestaffelten Pensionserhöhungen bis zu 2,7 Prozent wurde eine faire Lösung für die Pensionistinnen und Pensionisten erzielt. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten wird die Kaufkraft von Pensionistinnen und Pensionisten erhalten. Die meisten Pensionisten bekommen im nächsten Jahr 2,7 Prozent mehr. Ab 3.300 Euro monatlich wächst die Pension in geringerem Ausmaß, ab 5.941 Euro nur mehr um 1,5 Prozent.
Wie mit den Pensionistenvertretern Mitte November ausverhandelt, wurde auch die – im Zuge des Sparpakets 2011 durchgeführte – Streichung des Pensionistenabsetzbetrages wieder zurückgenommen. Auch Personen, die keine Kinder (mehr) erziehen, können ihn künftig bis zu einer Pension von 1.750 Euro wieder geltend machen.





