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Internethandel mit gefälschten Medikamenten nimmt zu

Ein zweidimensionaler Matrixcode für Packung soll Verbraucher schützen

Samariterbund – Sicherheitstipp

Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge sind acht bis zehn Prozent aller Medikamente, die in den 46 Europaratsländern auf den Markt kommen, gefälschte Produkte von “zweifelhafter Qualität“. Die Internationale Zollorganisation schätzt, dass mindestens fünf Prozent der weltweit vertriebenen Medikamente gefälscht sind. Der Pharmaindustrie entstehe dadurch ein Schaden von rund 20 Milliarden Dollar, heißt es in einem Bericht des Europarates. Für die Verbraucher führt das zu einem großen gesundheitlichen Risiko.

Nach WHO Untersuchung sind 44 Prozent der über das Web vertriebenen Viagra-Pillen gefälscht.

Nachgeahmte Arzneimittel seien oft wirkungslos, sie könnten aber auch gefährlich sein, betont der Europarat. Erst kürzlich seien in einem Mitgliedsland des Staatenbundes größere Mengen gefälschter Mittel zur Senkung des Cholesterolspiegels beschlagnahmt worden, die ein “erhebliches Risiko“ für die Patienten dargestellt hätten.

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Das Europäische Parlament schiebt dem Handel von gefälschten Medikamenten im Internet jetzt mit einem Maßnahmenpaket einen Riegel vor. Es verlässt sich aber nicht mehr allein auf Regeln, sondern setzt auch auf Technik: Ein zweidimensionaler Matrixcode für jede einzelne Packung soll die Verbraucher schützen.

Arzneimittelfälschungen – EU kämpft gegen Pillen-Plagiate lesen sie hier