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Grippewelle hat nun auch Wien erreicht

MA 15 - Gesundheitsamt meldet über 15.000 Influenza-Fälle

Samariterbund – Gesundheitsinfo

Ab 10.000 Neuerkrankungen ist beim Gesundheitsdienst von einer Grippewelle die Rede. Über 15.000 Influenza-Neuerkrankungen meldet der Gesundheitsdienst der Stadt Wien für Ende Februar.

In diesem Jahr sind die meisten „echten“ Influenza-Erkrankungen auf A(H3N2)-Stämme zurückzuführen, heißt es von der MA15. Vergangenes Jahr waren es noch die Erreger der Schweinegrippe-Pandemie A(H1N1) gewesen. Das Europäische Zentrum für Krankheitskontrolle (ECDC) in Stockholm berichtet auf seiner Homepage gar von 98,2 Prozent an A(H3N2)-Viren unter den A-Influenza-Erregern. Nur der Rest in dieser Gruppe gehe auf das Pandemie-Virus zurück. Folge: Die Wiener Spitäler sind überfüllt!

Impfung

Experten raten generell zur Impfung. Eine Influenza-Welle dauert einige Wochen. Der Impfschutz baut sich in rund zehn Tagen auf. Unabhängig vom Alter wird die Impfung vor allem Personen mit Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetikern, Personen mit Immundefekten sowie Personen in Gesundheitsberufen empfohlen.

Die Impfung gegen die saisonale Influenza wird in den Impfstellen des Gesundheitsdienstes der Stadt Wien (MA 15) zum Preis von 8,80 Euro durchgeführt.

Vorbeugemaßnahmen

Gerade während der Grippezeit können persönliche Hygienemaßnahmen dazu beitragen, das Infektionsrisiko zu senken.

- Regelmäßiges Händewaschen mit Seife und warmen Wasser

- Berühren von Augen, Nase oder Mund mit ungewaschenen Händen vermeiden

- Händeschütteln oder Begrüßungsküsse während der Grippezeit einschränken

- Bei der Pflege von erkrankten Personen besonders auf Hygienemaßnahmen achten

- Ein gesundheitsbewusster Lebensstil wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus

Rund 1.000 Todesfälle durch Influenza

Eine Studie der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hat erst Ende vergangenen Jahres belegt, dass zwischen 2001 und 2009 jährlich rund 1.000 Österreicher an der Influenza gestorben sind – Tendenz steigend. Gleichzeitig gab es vergangenes Jahr weniger Influenza-Impfungen als je zuvor.

Der Jahresvergleich für Wien zeigt jedenfalls, dass die stärkste Influenza-Welle der vergangenen Jahre mit der höchsten Spitze an Erkrankungszahlen – an die 23.000 Erkrankungsfälle durch Influenza bzw. grippale Infekte in einer Woche – etwa in der zweiten/dritten Jännerwoche 2009 auftrat. 2011 waren es um die sechste Kalenderwoche dann knapp unter 20.000.

Weitere Infos gibt es hier:

MA 15 – Informationen zur saisonalen Influenza
Diagnostisches Influenza Netzwerk Österreich