Gesundheit = 10% der Österreichischen Wirtschaftsleistung

Österreich gibt für Gesundheit jährlich 40 Milliarden Euro aus!

Die laufenden Gesundheitsausgaben einschließlich der Ausgaben für Langzeitpflege lagen in Österreich 2018 bei 10,3 des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Das sind 39,7 Milliarden Euro. Dies geht aus Daten der Statistik Austria hervor im Februar 2020 veröffentlicht wurden.

Der Anteil der gesamten Gesundheitsausgaben am BIP war im Vergleich zum Jahr 2017 rückläufig. Allerdings nur sehr geringfügig, denn damals betrug der Anteil am BIP 10,4 Prozent. Betrachtet man die absoluten Zahlen, so erhöhten sich die Gesundheitsausgaben um 3,8 %.

Österreich über dem OECD-Schnitt

Unter den 36 OECD-Staaten liegt Österreich mit den 10,3 % am BIP auf dem zehnten Platz. An erster Stelle in diesem Vergleich westlicher Industriestaaten stehen erneut die USA mit 16,9 %. Danach folgt mit 12,2 % die Schweiz. Der Durchschnitt der laufenden Gesundheitsausgaben beträgt unter den OECD-Ländern 8,8 %.

Die Ausgaben für Langzeitpflege lagen bei 5,9 Milliarden Euro. Sie schlagen mit 14,7 % der laufenden Gesundheitsausgaben zu Buche. Konkret verteilten sich die Langzeitpflegekosten zu 54 % auf die Versorgung in Pflegeheimen und zu 46 % auf die häusliche Pflege. 74 % der Kosten wurden öffentlich finanziert, 26 % durch private Haushalte und private Organisationen gedeckt.

Großteil öffentlich finanziert

Für Krankenanstalten, Unfallkrankenhäuser sowie Kur- und Rehabilitationseinrichtungen wurden 2018 in Österreich 15,4 Milliarden Euro aufgewendet. Der Großteil davon wurde öffentlich durch die Sozialversicherungsträger sowie durch Bund, Länder und Gemeinden finanziert. Private Haushalte und Versicherungsunternehmen sowie private Organisationen trugen hier nur etwa ein Zehntel bei.

Die öffentlichen Ausgaben für öffentliche Spitäler – inklusive Spitalsambulanzen – betrugen 11,9 Milliarden Euro. 45 % davon trugen die Sozialversicherungsträger, 33 % die Bundesländer, 11 % der Bund und 11 % die Gemeinden.

Pharmazeutische Erzeugnisse und medizinische Verbrauchsgüter machten rund 17 % der Gesundheitsausgaben aus. In diese Kategorie fallen etwa Medikamente, Brillen, Hörgeräte oder orthopädische Hilfsmittel. Diese Güter wurden zu rund 60 % von den Sozialversicherungsträgern und zu 40 % privat finanziert.

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Quelle: Statistik Austria
Bild: pixabay