Gefahren durch E-Autos für Einsatzkräfte

Technik von Elektrofahrzeugen stellt Einsatzkräfte vor neue Herausforderungen

Sie sollen die automobile Zukunft sein: umweltfreundlich und leise. Und sie werden immer mehr. Viele E-Autos sind schon auf Europas Straßen unterwegs, so auch in Österreich.

Rund 21.000 Elektroautos waren Ende 2018 in Österreich angemeldet. Mit der steigenden Anzahl steigt auch die Wahrscheinlichkeit bei Unfällen auf derartige Hochvolt-Fahrzeuge zu treffen. Jedes Sicherheitssystem, auch wenn es noch so ausgefeilt ist, kann einmal versagen. Bei Unfällen mit E- oder Hybridautos stehen Rettungskräfte vor besonderen Herausforderungen. Nur wer die Gefahren erkennt, kann reagieren.

Wie groß ist die Gefahr für Retter bei einem Unfall?

Anders als bei Verbrennern steht im Falle eines Unfalls die Batterie im Mittelpunkt und auch die Leise Fortbewegung hat so ihre Tücken. Brennt so ein Fahrzeug, steht die Feuerwehr vor großen Problemen, wenn auch die Batterien durch das Feuer erfasst worden sind. Denn solche Brände sind nur schwer und zeitaufwendig zu löschen. Das Lithium reagiert explosiv auf Wasser. Allerdings nur, wenn schon Flüssigkeit ausgetreten ist. Wenn die Batterie noch dicht ist, wird sie geflutet.

Leise, aber gefährlich

Ab Sommer 2019 müssen Autos mit Elektroantrieb künstliche Geräusche von sich geben. Denn die Gefahr besteht, dass Fußgänger und Radfahrern die eAutos überhören. “Wenn künftig mehr leise Elektro- und Hybridautos auf den Straßen unterwegs sind, wird es wichtig sein, dass Fußgänger diese Fahrzeuge nicht nur sehen, sondern auch zuverlässig hören können.

Was muss die Rettung beachten?

Bei Unfällen mit Elektroautos müssen die Einsatzkräfte andere Sicherheitsrisiken in Betracht ziehen, als bei spritbetriebenen. Hochvoltkabel und Anschlüsse die bis zu 400 Volt Gleichstrom liefern, können bei einer Berührung tödlich sein. Auf diese Gefahr wurde immer wieder hingewiesen. Da Elektroautos schon weit verbreitet sind, sind auch die Einsatzkräfte wieder vor neue Herausforderungen gestellt.

Eigene Schulungen für Einsatzkräfte

Mit der richtigen Ausrüstung, wie etwa Schutzhandschuhen und -brillen, ist der Einsatz am E-Auto für die Feuerwehrleute aber nicht gefährlicher, als bei herkömmlichen Autos. Nach dem Abschalten des Stromkreises kann die Bergung gefahrlos durchgeführt werden. Einsatzorganisationen arbeiten eng mit ARBÖ und ÖAMTC und Autofirmen zusammen, die Elektrofahrzeuge verkaufen. Deren Mitarbeiter halten immer wieder Vorträge.

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Bild: pixabay
Quelle: Feuerwehr