(Keine) Zeit für’s Ehrenamt?

Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und ehrenamtlicher Tätigkeit

Samariterbund – Nachdenktipp!

Zeitnot ist eine der Ursachen dafür, dass Menschen, die gern ehrenamtlich aktiv wären, ihrem Interesse nicht nachkommen können. Auch die ehrenamtlich Aktiven haben mitunter Schwierigkeiten, berufliche Arbeitszeiten und Zeiten des Ehrenamtes zu koordinieren.

Geht den Ehrenamtlichen bald die Zeit aus?

Wie gelingt Erwerbstätigen die Vereinbarkeit beruflicher und ehrenamtlicher Aktivitäten? Welche Besonderheiten weist die Verknüpfung von Arbeitszeiten und Ehrenamtszeiten bei Frauen und Männern auf? Schränken die zunehmend flexibilisierten Arbeitszeiten die
Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement ein?

Oder gewinnen Beschäftigte mit Arbeitszeitkonten mehr zeitliche Spielräume für ihr Engagement? Welche Rolle spielen Teilzeit- und Überstundenarbeit sowie Arbeit in Schichten und am Wochenende? Schließlich geht es um Hinderungs- und Abbruchgründe für ehrenamtliches Engagement sowie (zeit-)politische Schlussfolgerungen.

Non-Profit-Orgnisationen warnen

Der 12-Stunden-Tag ist ein Spaltpilz für die Gesellschaft. Und er könnte auch zur Gefahr fürs Ehrenamt werden, wenn Millionen Freiwillige schlicht keine Zeit mehr für ihre unbezahlte Arbeit finden. Viele Österreicher stellen ihre Freizeit der guten Sache zur Verfügung, leisten Unbezahlbares.

Erich K. ist Rettungssanitäter beim Samariterbund und nur einer von 2,3 Millionen Freiwilligen, die unbezahlt in Österreichs Vereinen aktiv sind. Er liebt seinen zweiten „Job“, muss aber in erster Linie mit seinem Brotberuf seinen Lebensunterhalt verdienen. Genau das könnte künftig zum Problem werden.

12-Stunden-Tag bedroht 2,3 Millionen Ehrenamtliche:

Denn möchte sein Arbeitgeber auf den von der Regierung bald beschlossenen 12-Stunden-Arbeitstag umschwenken, bliebe ihm kaum noch Zeit für sein Hobby als Sanitäter. Eine 60-Stunden-Woche würde reichen – dann passt der Rettungsdienst nicht mehr in seinen Plan.

Die Gewerkschaft vida befürchtet, dass nicht nur den Hilfs- und Einsatzorganisationen abhanden kommen könnten. Insgeheim hoffen wohl alle Organisationen, dass die Personalprobleme künftig nicht so groß sind, wie befürchtet werden muss. Fehlt den 2,3 Millionen Zeit fürs freiwillige Engagement, würde vieles nicht mehr so reibungslos wie derzeit funktionieren.

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