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Automatischer Notruf aus dem Auto bei Unfall

“eCall” wählt Notrufzentrale an und fordert Rettungskräfte an

Samaritrebund – Sicherheitstipp

Über 40.000 Menschen sterben jedes Jahr in Europa bei Verkehrsunfällen. Bis zu 2.500 davon könnten überleben, würde rechtzeitig Hilfe gerufen werden. Alleine in Österreich wären das 50 Menschenleben pro Jahr.

Die EU-Kommission will neue Autos und Kleinlaster ab 2015 mit einem automatischen Notruf ausstatten. Der eCall soll Leben retten, indem er unmittelbar nach einem Autounfall Rettungskräfte anfordert. Er übermittelt Unglücksort und -zeit, sowie die Fahrtrichtung an eine Rettungszentrale, die dann die nächstgelegene Rettungsleitstelle informiert. Außerdem können Fahrer oder Unfallzeugen auch selbst einen Notfall-Knopf drücken.

Die Kommission fordert die Mitgliedsstaaten nun auf, die Telekommunikationsbranche und die Fahrzeugindustrie für die technischen Voraussetzungen in die Pflicht zu nehmen. Ziel ist es, das System für Autofahrer in ganz Europa kostenlos zu gestalten. Dass mit “eCall” die Privatsphäre verletzt werde, verneint Brüssel. Das System “schlafe” und übermittle damit keine Signale, bis es aktiviert werde.

Das automatische Notrufsystem eCall funktioniert mit einem Crashsensor und Satellitenortung. Bei einem Unfall wird der Crashsensor aktiviert und sendet ein Notsignal aus. Gleichzeitig werden wichtige Informationen an die Notrufzentrale übermittelt: Die Geschwindigkeit des Fahrzeugs vor dem Unfall und die Aufprallwucht geben wichtige Hinweise über die Schwere des Crashs. Über Satellit wird die genaue Position des Fahrzeugs eruiert und weiter beobachtet.