Drohnen sollen zukünftig bei Verkehrsunfällen Lage erkunden

Dolphin Technologies testet Drohnen um Unfallorte auszukundschaften

Samariterbund – Technikinfo!

Ein Fahrzeug hatte gerade einen Unfall und das automatische Notrufsystem eCall schickt Informationen zum Unfall und die Mitarbeiter der Zentrale rufen Pannendienst und Rettung.

Nicht immer ist klar, wie schwer der Unfall ist oder wie viele Insassen verletzt sind. Zwar liefert das Notrufsystem bereits viele sinnvolle Informationen, aber wenn es vom Fahrer keine Rückmeldung gibt, ist oft unbekannt, ob und welche medizinischen Maßnahmen getroffen werden müssen.

Drohnen sollen dann nachsehen, was los ist

Das österreichische Unternehmen Dolphins Technologies aus Wien will dazu ein Netzwerk aus 400 bis 1.000 Drohnen aufbauen, die Bilder vom Unfallort an die Einsatzzentrale schicken. Ein Knopfdruck genüge und die Software von Dolphin würde die optimale Flugroute zur Unfallstelle berechnen, heißt es. Die Einsatzzentrale bestimmt dann, wie lange die Drohne vor Ort benötigt wird und fliegt diese automatisch zu ihrem Standort zurück, wenn die Akkus schwächer werden oder sich die Witterung verändert.

Derzeit gibt es “noch“rechtliche Hürden

Drohnen dürfen nur in bestimmten nicht bewohnten Gebieten und nur mit entsprechender Genehmigung und Versicherung betrieben werden. Dass die Flugroute automatisch berechnet und auch selbständig abgeflogen werden soll, sei eine zusätzliche Herausforderung für das Projekt. Rechtliche Hürden sollten bis 2020 ausgeräumt sein könnten.

Drohnen werden dann zukünftig auch von Feuerwehr, Polizei, Rettung und anderen Einsatzorganisationen für Einsätze genutzt werden können.

Ihre SamariterInnen aus Wien Favoriten

Quelle: Dolphins Technologies
Bild: pixabay.com