Drohnen sollen zukünftig bei Verkehrsunfällen Lage erkunden

Dolphin Technologies testet Drohnen um Unfallorte auszukundschaften

Samariterbund – Technikinfo!

Ein Fahrzeug hatte gerade einen Unfall und das automatische Notrufsystem eCall schickt Informationen zum Unfall und die Mitarbeiter der Zentrale rufen Pannendienst und Rettung.

Nicht immer ist klar, wie schwer der Unfall ist oder wie viele Insassen verletzt sind. Zwar liefert das Notrufsystem bereits viele sinnvolle Informationen, aber wenn es vom Fahrer keine Rückmeldung gibt, ist oft unbekannt, ob und welche medizinischen Maßnahmen getroffen werden müssen.

Der Arbeiter-Samariter-Bund kann künftig die Notfallrettung und den Bevölkerungsschutz in Baden-Württemberg mit Drohnen unterstützen. Am Standort Mannheim hat der ASB neben Karlsruhe nun ein zweites Drohneneinsatzteam aufgebaut. Es ist seit dem 1. Mai 2019 unter anderem bei Unfällen oder Bränden, zur Erkundung schwer zugänglicher Schadensstellen oder der Personensuche alarmierbar.

Drohnen sollen dann nachsehen, was los ist

Das österreichische Unternehmen Dolphins Technologies aus Wien will dazu ein Netzwerk aus 400 bis 1.000 Drohnen aufbauen, die Bilder vom Unfallort an die Einsatzzentrale schicken. Ein Knopfdruck genüge und die Software von Dolphin würde die optimale Flugroute zur Unfallstelle berechnen, heißt es. Die Einsatzzentrale bestimmt dann, wie lange die Drohne vor Ort benötigt wird und fliegt diese automatisch zu ihrem Standort zurück, wenn die Akkus schwächer werden oder sich die Witterung verändert.

Drohnenpilot/in werden in Österreich? WIFI-Ausbildungen gibt es hier

Derzeit gibt es “noch“rechtliche Hürden

Drohnen dürfen nur in bestimmten nicht bewohnten Gebieten und nur mit entsprechender Genehmigung und Versicherung betrieben werden. Dass die Flugroute automatisch berechnet und auch selbständig abgeflogen werden soll, sei eine zusätzliche Herausforderung für das Projekt.

Ab Juli 2020 gibt es in der Europäischen Union einheitliche Regeln für die Drohnennutzung im zivilen Bereich. Welche Änderungen sich dadurch in Österreich ergeben und was man als Drohnenpilot zukünftig beachten muss erfahren Sie hier.

Bis zu 100.000 Drohnen gibt es schätzungsweise bereits in Österreich! Um Unfällen und brenzligen Situationen im Luftverkehr (unter anderem mit unseren Christophorus Hubschraubern) vorzubeugen bietet der ÖAMTC wertvolle Infos, diverse Services und Flugtrainings für Drohnenpiloten und Interessierte an.

Welche Drohnen müssen bewilligt werden, welche nicht?

Welche Regeln gibt es beim Drohnenflug?

Die wichtigsten Regelungen und Infos gibt’s hier im Überblick.

Drohnen werden dann zukünftig auch von Feuerwehr, Polizei, Rettung und anderen Einsatzorganisationen für Einsätze genutzt werden können.

Ihre SamariterInnen aus Wien Favoriten

Quelle: Dolphins Technologies
Bild: pixabay.com