Weniger Zucker, mehr vom Genuss

Eine Initiative für weniger Zucker in unseren Lebensmitteln

Samariterbund – Gesundheitsinfo!

Fast alle Österreicher (92 Prozent) unterschätzen ihren eigenen Zuckerkonsum um ein Vielfaches. Das hat eine repräsentative Befragung von Marketagent ergeben, die bei einer Pressekonferenz der “Allianz gegen zuviel Zucker” vorgestellt wurde.

33 Kilo Zucker pro Person – das ist zu viel!

In erster Linie wünschen sich die Konsumenten eine Zuckerreduktion bei Getränken (13,7 Prozent), bei Joghurt (10,8 Prozent) und Cerealien bzw. Müsli (neun Prozent). An der Ende 2019 durchgeführten Umfrage nahmen 1.001 Personen zwischen 16 und 69 Jahren teil. Sieben von zehn scheinen sich der gesundheitlichen Folgen von zuviel Zuckerkonsum bewusst zu sein – sie möchten ihren Zuckerkonsum reduzieren. Ein guter Vorsatz, wenn man bedenkt, dass hierzulande jeder durchschnittlich als 33,3 Kilogramm Zucker in Rohform, verarbeiteten Lebensmitteln oder Getränken zu sich nimmt.

Empfehlung der WHO

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, höchstens fünf bis zehn Prozent der täglichen Kalorien in Form von Zucker aufzunehmen. Das wären in der strengeren Auslegung 25 Gramm pro Tag, in Zuckerwürfeln (je 3 Gramm) gesprochen also etwa 8 Würfel pro Tag. Für Erwachsene. Über den ganzen Tag verteilt.

Zu viel Zucker macht krank

Schwere Folgeerkrankungen wie Diabetes und Adipositas drohen, warnten Experten. Zum Glück ist es nicht schwer, deinen Zuckerkonsum zu reduzieren, indem du bestimmte Lebensmittel meidest. Vor allem der versteckte Zucker in industriell hergestellten Lebensmitteln trägt zu überhöhten Konsum bei. Er steckt in Lebensmitteln, in denen wir ihn nicht unbedingt vermuten – und das oft in riesigen Mengen.

Über die Initiatve

Mit der “zucker-raus-initiative” wollen die Österreichische Ärztekammer und die Firma Spar vor erhöhtem Zuckerkonsum warnen und sich dafür einsetzen, den Zuckergehalt in Produkten zu reduzieren. Die “Allianz gegen zu viel Zucker”, die im April vergangenen Jahres ins Leben gerufen wurde, besteht inzwischen aus 38 Partnern bzw. Unterstützern.

Spar-Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel zeigte sich erfreut, dass bis Ende 2019 gemeinsam mit allen Partnern insgesamt 6.700 Tonnen Zucker weniger in den Produkten verarbeitet worden sind. Bis Ende 2021 sollen durch Reformulierungen der Eigenmarkenprodukte nun weitere 2.000 Tonnen eingespart werden.

Bild: Allianz gegen Zucker
Quelle: Österreichischen Ärztekammer