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Armut steigt in Österreich dramatisch an

Die Zahl der Armen erreichte im Vorjahr einen neuen Höchststand

Samariterbund – Sozialinfo!

Immer mehr Menschen in Österreich sind arm oder von Armut bedroht. Insgesamt sind rund zwölf Prozent der Bevölkerung oder rund eine Million Menschen in Österreich armutsgefährdet.

Für 511.000 Personen davon, das sind 6,2 Prozent der Gesamtbevölkerung, war der absolute Mindestlebensstandard nicht mehr leistbar, geht aus eine Untersuchung der Statistik Austria hervor. Noch nie gab es in Österreich eine so hohe Zahl an Frauen, Männern und Kindern, die in Armut leben müssen.

Seit 2005 stieg die Zahl der Armen um 48 Prozent an.

Mehr als eine halbe Million Menschen konnten sich im Vorjahr nicht einmal die minimalsten Anforderungen an Lebensstandard leisten. Als armutsgefährdet gilt laut den Daten der EU jemand, der als Einzelperson im Monat nicht mehr als 1031 Euro zur Verfügung hat. In Wirklichkeit haben jene, die in Österreich als arm gelten, im Schnitt nur 854 Euro zum Leben übrig, Miete inklusive.

Gemäß den Erhebungen der Statistik Austria zählt jeder achte Einwohner zur armutsgefährdeten Gruppe. Rasant ist der Zuwachs. 2005 waren es 344.000 Personen, 2009 schon 488.000 und im Vorjahr mit 511.000 noch deutlich mehr. Sie leben weit unter dem normalen Standard.

Gründe für die Armut

Dies hat meist mit plötzlichen Einkommensverlusten zu tun. Aber auch Schulden führen oft in die Armut. Eine steigende Tendenz zeigt sich bei den Anträgen zur Mindestsicherung, die vom Betrag her weit unter den Maßstäben der EU liegt. Aber auch

Geht es um die Frage eines „guten Lebens“, sind die Österreicher in den letzten vier Jahren bescheidener geworden. Bei Themen wie Gesundheit, glückliche Ehe, gute Freunde oder allgemein die Liebe wurden die Erwartungen heruntergeschraubt. Zentrale Fragen sind hingegen Geld oder eine schöne Wohnung, ergab eine Spectra-Umfrage. Weniger Ansprüche stellt man auch an gutes Essen, einen interessanten Beruf und Hobbys.