Samariterbund Besuchs- & Therapiebegleithunde Ausbildungs- & Kompetenzzentrum

Samariter & Hund - Eine bewegende Erfahrung

Therapiebegleithunde – Ausbildung

Das Samariterbund Bildungszentrum in Wien-Favoriten ist ein Ausbildungs-, Informations-, Beratungs- & Kompetenzzentrum für Therapiebegleithunde und Besuchshunde. Wir bilden nach Erbringung aller Vorsausetzungen und bestandener Eignungsprüfung Therapiebegleithunde- und Besuchshundeteams nach den aktuellen gesetzlichen Richtlinien und der Prüfungsordnung des Messerli Instituts der Ved.Med.Uni.Wien aus.

Persönliches Erstgespräch

Eine fachlich kompetente Personen gibt Ihnen Grundinformationen über unsere Organisation, über unsere Arbeit und steht zur Beantwortung aller Fragen die Ausbildung und Einsätze betreffend zur Verfügung. Unsere bestens ausgebildeten TrainerInnen stehen Ihnen bei der Planung schon im Vorfeld gerne mit Rat und Tat zur Seite. Hier arbeiten wir sehr eng mit Experten vom Messerli Forschungsinstitut der Veterinärmedizinische Universität Wien zusammen.

Eignungstest für Mensch & Tier

Nur als geeignet erachtete Teams werden in die Ausbildung aufgenommen. Hierüber entscheidet vor allem der Gesamteindruck des Teams. Bei diesem Test wird vorrangig das Wesen und die Toleranzgrenze des Hundes und die Teamfähigkeit Mensch/Hund überprüft. Nach bestandener Eignungsprüfung und Erfüllung aller Voraussetzungen zur Einsatztauglichkeit kann die Ausbildung zum Therapiebegleithundeteam stattfinden. Wir erwarten Empathiefähigkeit und eine hohe soziale und emotionale Kompetenz sowie die Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterbildung.

Voraussetzungen zur Einsatztauglichkeit

Für die Zulassung zur Beurteilung von Therapiebegleithundeteams durch das Messerli Forschungsinstitut, Veterinärmedizinische Universität Wien müssen die Voraussetzungen für die Zulassung zur Beurteilung gem. § 39a BBG und auch alle “Samariterbund vereinsinternen Anforderungen” erfüllt sein (siehe auch unten: Allgemeine Voraussetzungen für die Aufnahme eines Hundeteams (Mensch & Hund) – Samariterbund vereinsintern)

Gesundheitszeugnis für Therapiebegleithunde

Es gibt einen einheitlichen Befunderhebungsbogen zur Feststellung der gesundheitlichen Eignung von Therapiebegleithunden. Dieser muss von einer Veterinärin / einem Veterinär maximal 1 Monat vor dem Antritt zur staatlichen Beurteilung für den Therapiebegleithund ausgefüllt werden und dient der Bescheinigung der Einsatztauglichkeit aus veterinärmedizinischer Sicht.

Ausbildung & Prüfung für Therapiebegleithunde – Teams

Der Samariterbund bildet seine Therapiebegleithunde-Teams auf Basis der Prüfungsordnung des Messerli Instituts der Ved.Med.Wien aus. Die Ausbildung erfolgt in Ausbildungsmodulen und dauert rund 1 Jahr. Die Ausbildung zum Therapiebegleithundeteam findet in unserem Verein nach gesetzlichen Richtlinien statt.

Einer der wichtigsten Punkte in unserer Ausbildung ist das behutsame Heranführen der Teams an ihre zukünftigen Aufgaben. Dabei steht für uns das Wohlbefinden des Hundes im Vordergund. So müssen zukünftige TherapiehundeführerInnen lernen, ihren Hund ganz genau zu “lesen”, um alle Situationen beurteilen zu können und so jederzeit in der Lage zu sein, ihren Hund zu unterstützen.

Training & Fortbildung für Therapiebegleithunde – Teams

Wir trainieren mit unseren Vierbeinern wöchentlich in der warmen Jahreszeit auf unserem Trainingsgelände Haschahof in 1100 Wien und in der kalten Jahreszeit in unserem Samariterbund Bildungszentrum in Wien-Favoriten bzw. in einem entsprechenden Ausweichquartier. Hier werden sowohl die praktischen als auch die theoretischen Inhalte für die Prüfung und vieles mehr vermittelt.

  • Besuchs- & Therapiebegleithunde – Ausbildungszentrum Samariterbund Favoriten Info
  • Rettungs- & Therapiebegleithunde – Trainingsplatz Haschahof: 1100 Wien, Rosiwalgasse 41-43

TherapiebegleithundeführerInnen haben einen Nachweis der Fortbildung im Ausmaß von 20 Stunden im Zeitraum von zwei Jahren zu erbringen.

Supervision

Supervisionen werden von unseren Supervisoren, die eine entsprechende Qualifikation oder Zusatzausbildung haben, geleitet. Einzelpersonen und die Gruppe lernen in der Supervision, ihr ehrenamtliches soziales, pädagogisches und therapeutisches Handeln mit ihren Vierbeinern zu prüfen und zu verbessern. Dazu werden gemeinsam Ziele vereinbart. Inhalte sind die praktische Arbeit, die Rollen- und Beziehungsdynamik zwischen Hundeteam und Klient/en, die Zusammenarbeit im Team und auch in der Organisation.

Einsatznachweise für Therapiebegleithunde – Teams

Für den erstmaligen Antritt zur Beurteilung müssen 8 Einschulungen am Klienten (inklusive Datum und Dauer) in den letzten 12 Monaten vor dem Prüfantritt in mindestens 2 verschiedenen Institutionen mit mindestens 2 Einsatzgebieten gemeinsam mit einem/einer PraxisanleiterIn nachgewiesen werden.

Nachhaltigkeit

Im Sinne eines optimalen Qualitätsmangements werden unsere Einsätze lückenlos dokumentiert, Feedbacks eingeholt und evaluiert. Die gewonnenen Erfahrungen daraus fließen in unsere weitere Ausbildung ein. Somit beginnt die Qualitätssicherung bereits bei der Planung, geht über die Einsätze und endet erst bei der Evaluierung und Supervision. Somit ist die gesamte Organisation bei der Qualitätssicherung involviert, d.h. unsere Chance zur Weiterqualifikation.

Einmal jährlich wird eine Prüfung/Nachkontrolle angeboten

Die qualitative Absicherung liegt beim Arbeiter Samariter Bund Österreich selbst unter Miteinbeziehung von Experten vom Messerli Forschungsinstitut der Veterinärmedizinische Universität Wien. Die Prüfungen und jährliche Nachkontrolle wird von einem Richterkomitee des Messerli Instituts abgenommen.

Samariterbund Vereins-interne Einsatzüberprüfung

Unsere Hundeteam swerden sowohl intern als auch extern überprüft. Der Therapiebegleithund ist ein mit seinem Halter oder seiner Halterin für die therapeutische Arbeit ausgebildeter und geprüfter Hund, der durch gezielten Einsatz positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten von Menschen mit Behinderung erzielen soll.

Teams ohne positiver Beurteilung durch das Messerli Forschungsinstitut sind daher gesetzlich nicht als Therapiebegleithunde anerkannt. Vom Samariterbund einsatzüberprüfte Hundeteams tragen die Bezeichnung “Besuchshunde”.

Links

Impressionen

.

Sind mein Hund und ich dafür geeignet?

Voraussetzungen zur Einsatztauglichkeit

1. Allgemeine Voraussetzungen für die Aufnahme eines Hundeteams (Mensch & Hund) – Samariterbund vereinsintern:

  • Geistige, körperliche und soziale Eignung für die Arbeit in einer Samariterbund-Therapiebegleithundestaffel.
  • Bereitschaft und Möglichkeit an Aktivitäten des ASBÖ aktiv mitzuarbeiten (Ausbildung und Einsätze, sowie sonstige Arbeit für die Gruppe oder Öffentlichkeitsarbeit für den ASBÖ)
  • Nachweis über bestandene Prüfungen des Hundes = Begleithunde-Prüfung nach Standard ÖKV (Österreichischen Kynologen Verband) bzw. ÖHU (Österreichische Hundesport Union)
  • Aufrechte ASBÖ-Mitgliedschaft
  • Nachweis einer anerkannten erweiterten Erste Hilfe Schulung (Mindestens 16 Stunden Kurs)
  • Regelmäßige Erste Hilfe Auffrischung alle 2 Jahre
  • Nachweis einer anerkannten Schulung „Erste Hilfe am Hund“ und eine Auffrischung alle 5 Jahre – Kurse siehe hier
  • Tipp: ERSTE HILFE BEIM HUND mit 50 Notfall-Checklisten und Anleitungen zum Ausdrucken
  • Hunde, die in einer Samariterbund-Therapiebegleithundestaffel aufgenommen werden sollen, dürfen weder an Schutzausbildungen teilgenommen noch eine Schutzhundeprüfung absolviert haben.
  • Erstgespräch und positiver Eignungstest für Mensch & Tier
  • Ausbildungsvereinbarung
  • Datenschutzerklärung
  • Einverständniserklärung

zu finden in der:

  • RICHTLINIE FÜR DIE SAMARITERBUND-RETTUGSHUNDESTAFFEL (PRÜFUNGSORDNUNG SPARTETHERAPIEBEGLEITHUNDE)

2. Spezielle Voraussetzungen des Hundeteams (Mensch & Hund)

Für die Zulassung zur Beurteilung gem. § 39a BBGmüssen folgende Voraussetzungen erfüllt und die erforderlichen Unterlagen am Prüfungstag bereitgestellt sein: Auszug laut Vorgabe Messerli Institut

1. Allgemeine Voraussetzungen des Hundehalters/der Hundehalterin:

  • Mindestalter 18 Jahre
  • Strafregisterbescheinigung (nicht älter als 3 Monate; bei im Bundesdienst befindlichen Hundehaltern/Hundehalterinnen genügt der Dienstausweis), Vorlage einmalig beim ersten Antritt zur Beurteilung. Die Verordnung des Bundesministers für Gesundheit hinsichtlich näherer Bestimmungen über die tierschutzkonforme Ausbildung von Hunden, insbesondere § 3 und § 4 sind Teil dieser Anforderung

2. Allgemeine Voraussetzungen des Hundes:

  • Mindestalter 24 Monate
  • Haftpflichtversicherungsnachweis (Mit Angabe von Name, Rasse, Chipnummer und Einsatzdefinition “Therapiebegleithund”, Mindestdecksumme 1,5 Mio. Euro)
  • Hunde mit Qualzuchtmerkmalen im Sinne des § 5 Abs. 2 1 TSchG werden nicht zur Prüfung zugelassen.

Eigenschaften

  • menschenfreundlich und kontaktfreudig
  • hohe Reizschwelle gegenüber Lärm
  • aufmerksam und zugänglich
  • ruhig und ausgeglichen
  • bestens sozialisiert
  • nicht schreckhaft
  • verspielt und offen
  • kein Aggressionspotential
  • hohe Verträglichkeit / Toleranz
  • hohe Toleranz bei Körperkontakt und ungewöhnlichem Verhalten
  • Kontrollierbar, Abrufbar besonders in kritischen Situationen
  • tiefe, enge und vertrauensvolle Bindung zum Hundeführer

3. Gesundheitliche Eignung des Hundes

  • Der Hund ist in gesundheitlich gutem Zustand für die Beurteilung vorzustellen
  • Gültige für den Einsatz wichtige Impfungen oder Impftiter müssen nachgewiesen werden (für den Einsatz wichtige Impfungen sind im Gesundheitszeugnis ausgewiesen)
  • Einsatztauglichkeitsbescheinigung aus veterinärmedizinischer Sicht anhand des vom Messerli Forschungsinstitut vorgegebenen Gesundheitszeugnisses (nicht älter als 1 Monat) muss vorgelegt werden

4. Spezielle Ausbildung

  • Der Hund und der/die HundehalterIn müssen speziell für den Einsatz im Bereich der Tiergestützten Intervention ausgebildet worden sein. Es wird empfohlen, die Mindestausbildungsstunden nach ESAAT Kriterien einzuhalten
  • Diese Ausbildung muss eine theoretische Prüfung der Kenntnisse des Hundehalters/der Hundehalterin entsprechend der Richtlinien Therapiehunde des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz über nähere Bestimmungen gem. § 39a Abs. 10 BBG zu Punkt 2.4 und 2.5 beinhaltet haben (Vorlage der Bestätigung durch den Ausbildungsverein/die Ausbildungsstätte)

5. Einsatznachweise

Es wird empfohlen, vor Einschulungen am/an Klienten/ Klientinnen, nach einer objektiven Prüfung des Teams durch Fremdpersonen die Einschulungsdauer auf die altersgemäße Entwicklung und Reife des Hundes anzupassen. Für den erstmaligen Antritt zur Beurteilung müssen 8 Einschulungen am Klienten (inklusive Datum und Dauer) in den letzten 12 Monaten vor dem Prüfungsantritt in mindestens 2 verschiedenen Institutionen mit mindestens 2 Einsatzgebieten gemeinsam mit einem/einer PraxisanleiterIn nachgewiesen werden.

  • Bei Nachkontrollen müssen mindestens 12 Einsätze (inklusive Datum und Dauer) innerhalb des vergangenen Jahres durch die jeweilige Institution nachgewiesen werden. Karenzzeiten oder andere begründete Pausen werden berücksichtigt
  • Um den Hund vor Überforderung zu schützen, ist die Einsatzhäufigkeit für ausgebildete und geprüfte Teams mit 2, maximal 3 Einsätze pro Woche (1 Einsatz = max. 45 Minuten), jedoch nicht mehr als 8 Einsätze pro Monat zu begrenzen. Der Ausbildungsverein/die Ausbildungsstätte ist verpflichtet, bei Kenntnis von zu häufigen und/oder zu langen Einsätzen dies der Prüfstelle am Messerli Forschungsinstitut bekannt zu geben und vorhergehend die Teams diesbezüglich aufzuklären.

6. Beurteilung

  • Die Anmeldung zur Beurteilung erfolgt für jedes Team durch den Ausbildungsverein/die Ausbildungsstätte.
  • Nachkontrollen müssen rollierend alle 12 Monate (+/- 3 Monate) nach dem Datum der ersten Beurteilung durch das Messerli Forschungsinstitut durchgeführt werden.

PS: Unsere Rettungs- und Therapiebegleithunde übernehmen gerne Verantwortung! (am Foto ist unsere Besuchshündin Kelly vom Samariterbund Favoriten zu sehen)

Impressionen