12. Dezember = Internationaler Tag der Gesundheitsvorsorge

Samariterbund: Jeder ist selbst für seine Gesundheit verantwortlich

Wien, 11.12.2018

“Vorbeugen ist besser als heilen” – diesem Grundsatz trägt die Stadt Wien mit einem besonders umfangreichen Programm im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung Rechnung. Die Gesundheitsvorsorge ist ein wichtiges gesundheitspolitisches Anliegen. Grund genug auch für den Samariterbund alle Präventionsmaßnahmen in diese Richtung voll zu unterstützen”, erklärt Peter Erdle, Obmann vom Samariterbund Favoriten!

Alters- und zielgruppenorientierte Beratungsangebote, leichter Zugang zu Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen sowie Beratungen zu Gesundheitsfragen werden in Wien durch zahlreiche Angebote sichergestellt, sagt Dr. med. univ. Thomas Kroiss, er ist Gruppenarzt & Medizinischer Leiter des Samariterbund Bildungszentrums Favoriten.

Österreich ist Europameister!

„Aber leider in einer Disziplin in der man sich nicht unbedingt rühmen sollte – Wir sind nämlich Europaweit ganz weit vorne im “Ungesund-Sein”. Das besagt jetzt eine neue OECD Studie. Ganz weit vorne sind wir übrigens beim Rauchen und Alkohol trinken! Auch das Körpergewicht ist ein Thema“, ergänzt Dr. Kroiss.

„Innerhalb der vergangenen Jahrzehnte hat sich daran nichts geändert. Mit dem Moment, wo ich 60 Jahre alt werde, brauche ich medizinische Unterstützung. Der medizinische Fortschritt hat nicht die Zeit verlängert, in der wir länger gesund leben, sondern nur die Zeit, in der wir medizinische Hilfe brauchen. „Krebserkrankungen werden sich verdoppeln, die Zahl der Pflegebedürftigen wird sich verdreifachen“, ergänzt Dr. Kroiss.

Jeder ist selbst für seine Gesundheit verantwortlich!

Die Wiener Ärztekammer alarmiert auf Grundlage einer OECD-Studie über den Gesundheitszustand der Österreicher. Europaweit sei man gesundheitlich unter Durchschnitt.

Die einzige Chance, das Gesundheitssystem auch in Zukunft noch finanzieren zu können, sehen Experten darin, „dass wir uns endlich um die Primärprävention kümmern, also darum, nicht krank zu werden“. Aber die Realität schaue derzeit völlig anders aus. „Wir Österreicher sind Raucher-Vizeweltmeister direkt hinter den Chinesen.

Erschreckend, aber wahr!

Nur vier Faktoren sind für mehr als die Hälfte der weltweiten Todesfälle verantwortlich. Und was noch viel erschütternder ist: Alle vier Faktoren wären weitgehend verhinderbar.

Im Jahr 2017 verstarben rund 55,9 Millionen Menschen. 28,8 Millionen der Todesfälle bzw. 51,5 Prozent gingen dabei auf gerade einmal vier Risikofaktoren zurück: Hoher Blutdruck (10,4 Millionen Todesfälle), Rauchen (7,1 Millionen Todesfälle), erhöhte Blutzuckerwerte (6,5 Millionen Todesfälle) und Übergewicht sowie Fettsucht (4,7 Millionen Todesfälle). Das geht aus einer der weltweit größten Gesundheitsstudien, der Global Burden of Disease, hervor.

Die Vorsorgeuntersuchung wurde 1974 in Österreich eingeführt

„Das Leistungsspektrum reicht von der klassischen Vorsorgeuntersuchung über Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen zu gesundheitsverbessernden Maßnahmen wie Kuraufenthalten und Rehabilitation. Gesundheitsvorsorge steht für Krankheitsprävention (Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Krankheiten), Gesundheitsförderung (vorbeugende Maßnahmen) und Gesundheitsvorsorge (Unfallversicherung)“, ergänzt Dr. Kroiss.

Das nationale Impfkonzept des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen bietet eine kostenlose Impfmöglichkeit für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre. Die Finanzierung erfolgt gemeinsam durch den Bund, die Länder und die Sozialversicherung.

Bild: pixabay
Quelle: Global Burden of Disease, WHO, OECD und Wiener Ärztekammer

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