Samariterbund: Mit Sicherheit ins neue Jahr

Wie Sie Silvester ohne Verletzungen überstehen & Erste Hilfe Tipps!

Wien, 29.12.2018

“Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste in Wien erwarten erfahrungsgemäß zum Jahreswechsel viele Hilferufe von Personen, die sich mit Feuerwerksartikeln verletzt haben,” sagt Peter Erdle, Obmann vom Samariterbund Favoriten.

“Jedes Jahr werden zu Silvester rund 200 Kinder in die Notaufnahme eingeliefert, weil sie unbeaufsichtigt Feuerwerkskörper gezündet haben oder sich am Neujahrstag an Blindgängern verletzen. In der Regel verursacht durch einen zu geringen Sicherheitsabstand”, *ergänzt Erdle.* 

Der Samariterbund sorgt am Wiener Silvesterpfad für Ihre Sicherheit

Alleine in Wien werden rund 700.000 Menschen aus dem In- und Ausland in das neue Jahr feiern. “Die Wiener City ist damit einer der Hotspots der Nacht auf den 1. Jänner. Diese Großveranstaltung sicher über die Bühne zu bringen, ist eine Riesenherausforderung.

Auch rund um Silvester gelten die Bestimmungen des Pyrotechnikgesetzes. Da es immer wieder zu Unklarheiten kommt, gibt es nachstehend eine Info-Grafik von der Polizei zu den wichtigsten Bestimmungen und Kategorien.

Oft vorkommende Verletzungen zu Silvester

“70 Prozent der Feuerwerksunfälle betreffen die Augen. Wenn Fremdkörper ins Auge geraten, sollten diese nicht von Laienhelfern entfernt werden. Es gilt, rasch die Rettung unter 144 zu alarmieren. Bedecken Sie das betroffene Auge mit einer keimfreien Wundauflage und verbinden Sie beide Augen vorsichtig mit einem Tuch. Nur durch das Verbinden beider Augen ist eine Ruhigstellung des verletzten Auges und damit eine Schmerzlinderung zu erreichen”, sagt Dr. med. univ. Thomas Kroiss, er ist Gruppenarzt & Medizinischer Leiter des Samariterbund Bildungszentrums Favoriten.

“Besonders gefährdet sind auch die Ohren. Böse Folgen können Raketen, Böller und Feuerwerk zu Silvester haben, denn sie erreichen eine Lautstärke von 145 bis 150 Dezibel. Das ist lauter als ein Presslufthammer und kann ein Knalltrauma auslösen und die Innenohren unheilbar schädigen”, ergänzt Dr. Kroiss.

“Treten neben der Verbrennung blutende Wunden auf, kann man diese nicht kühlen. In diesem Fall geht die Wundversorgung vor. Beim Warten auf den Rettungsdienst sollte der Verletzte vor dem Unterkühlen geschützt werden und bis zum Eintreffen der Rettungskräfte ständig betreut werden,” so Dr. Kroiss weiter.

Kinder und Jugendliche besonders gefährdet!

Obwohl in der Regel die Erwachsenen böllern, gehören Kinder im Alter von 8 bis 15 Jahren zur Hauptrisikogruppe. Damit sie mit Sicherheit ins neue Jahr kommen empfehlen die Samariter, sich an die Anwendungsvorschriften auf den Verpackungen zu halten und nur Feuerwerkskörper zu verwenden, die ein Prüfsiegel tragen.

Erste Hilfe, wenn doch etwas passiert? 

Augenverletzungen: Kleinere Partikel vorsichtig mit einem Taschentuch oder Wattestäbchen entfernen. Kommt etwas Größeres ins Auge, sofort den Notruf 144 alarmieren!

Knalltrauma: Hört man plötzlich schlechter und hat Schmerzen im Ohr, Arzt aufsuchen!

Verbrennungen: die betroffene Stelle für 10 Minuten mit handwarmen Wasser kühlen, die Verbrennung mit einer sterilen Wundauflage abdecken und diese mit Dreiecktuch oder Mullbinde locker fixieren. Bei großflächigen Verbrennungen die Notrufnummer 144 rufen, aber nicht kühlen.

Abgetrennte Finger: Bis zum Eintreffen der Rettung die Wunde versorgen und die Blutung mit einem Druckverband stoppen. Den abgetrennten Finger in einen keimfreien Stoff wickeln und in einen Plastiksack geben.

Alkoholvergiftung: Ist der/die Betroffene bewusstlos, sofort in die stabile Seitenlage bringen und die Atemwege freimachen und halten. Notruf 144 wählen und regelmäßig die Atmung kontrollieren.

Tipps für Vierbeiner: Hunde rund um den Jahreswechsel beim Gassigehen anleinen, Rückzugsmöglichkeiten geben und den Lärm von draußen dämpfen.

PS: Wie man bei Notfällen richtig reagiert, lernt man in einem Erste-Hilfe-Kurs. 

Bild: pixabay
Quelle: Die Helfer Wiens

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